Dreimaliger Zeitfahr-Weltmeister

Tony Martin verlängert bei Quick Step

Tony Martin
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Tony Martin hat seinen Vertrag bei Quick Step bis 2016 verlängert.

Carcassonne - Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin hat seinen auslaufenden Vertrag beim belgischen Radsport-Team Omega Pharma-Quick Step um zwei Jahre bis 2016 verlängert.

Vor der historischen Kulisse einer Schlossruine aus dem 11. Jahrhundert hat Tony Martin den Blick in die Zukunft gerichtet. Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister bleibt seiner belgischen Mannschaft Omega Pharma-Quick Step treu und wird mit seinem vertrauten Umfeld das Unternehmen Olympia-Gold in Rio vorbereiten.

In der pittoresken südfranzösischen Landschaft nahe Carcassonne beendete der 29-Jährige damit am zweiten Ruhetag der 101. Tour de France auch jegliche Spekulationen um einen Teamwechsel, die in den vergangenen Wochen aufgekommen waren. „Quick Step ist mir in allen Belangen entgegengekommen“, sagte der gebürtige Cottbuser: „Olympia ist für mich eine Herzensangelegenheit. Das Thema stand bei den Gesprächen für mich im Vordergrund.“

Nun hat Martin die Gewissheit, sich ab der neuen Saison im dann als Etixx-Quick Step firmierenden Rennstall vollkommen darauf konzentrieren zu können, bevor eventuell die Rundfahrerpläne noch einmal auf den Tisch kommen. „Gold ist das ultimative Ziel für Tony“, betonte auch Quick-Step-Manager Rolf Aldag, der einer seiner engsten Berater ist.

Martin fährt inzwischen in seiner dritten Saison für Quick Step und hat dort seinen Status als bester Zeitfahrer im Peloton zementiert. Zudem hat er sich insgesamt als Fahrer weiterentwickelt und kann beim Prolog zum Tour-Start 2015 in Utrecht seine bisher größte Chance auf das Gelbe Trikot ins Visier nehmen.

„Ich habe jetzt den optimalen Rahmen für meine Ziele und kann sehr optimistisch sein“, sagte Martin, der bei Quick Step neben Sprintstar Mark Cavendish (Großbritannien) und Klassiker-Jäger Tom Boonen (Belgien) zu den Topverdienern gehört und bei der laufenden Tour noch einmal beste Eigenwerbung betrieben hatte.

Die neunte Etappe nach Mülhausen gewann Martin nach einem spektakulären Soloritt durch die Vogesen und am Tag darauf beeindruckte mit einer aufopfernden Helferleistung für den Polen Michal Kwiatkowski. „Der Sieg war für mich die Krönung, das gibt viel Rückenwind. Diese Tour gehört für mich persönlich zu den besten überhaupt“, sagte er, auch weil er im Gegensatz zu den Vorjahren von schweren Stürzen verschont blieb.

In den Pyrenäen wird Martin ab Dienstag aber vor allem seine Kräfte für das 54 km lange Zeitfahren am Samstag sparen, in das er als klarer Favorit gehen wird. „Eine Krawallaktion wie in der ersten Woche werde ich nicht starten“, betonte er, schloss aber nicht aus, noch einmal in eine größere Ausreißergruppe zu gehen. „Irgendwelche verrückten Ideen hat er immer“, ergänzte Aldag.

In den kommenden Jahren könnte sich neben dem Zeitfahr-Olympiasieg und dem Tour-Auftakt in den Niederlanden durchaus noch eine weitere Herausforderung stellen - der Stundenweltrekord. Diesem Projekt hat sich vor allem der Schweizer Fabian Cancellara verschrieben, doch Martin steht dem ebenso „offen gegenüber“. Nicht zuletzt, weil auch sein Team Quick Step daran Interesse bekundet. Doch über all dem leuchtet die Vision vom Olympia-Gold.

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SID

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