Torhüter Wolff bei Handball-EM überragend

Erfolg gegen Schweden: Handballer vor Einzug in Hauptrunde

Handball-EM, Deutschland, Schweden
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Nach einem Rückstand zur Halbzeit kämpfte sich das deutsche Team zu einem denkbar knappen Sieg gegen Schweden: Der Deutsche Finn Lemke (li.) im verbissenen Zweikampf mit dem schwedischen Spieler Andreas Nilsson.

Breslau - Stresstest bestanden, Rekord-Europameister niedergekämpft: Die deutschen Handballer haben bei der EM in Polen nach einem Krimi Kurs auf die Hauptrunde genommen. Gegen Schweden feierte das Team einen knappen Sieg.

Update vom 28. Januar 2016: Die DHB-Auswahl eilt bei der Handball-EM 2016 in Polen weiter von Erfolg zu Erfolg. Am Freitag spielt die Mannschaft im Halbfinale gegen Norwegen. Wir haben bereits zusammengefasst, wie Sie das Spiel Deutschland gegen Norwegen live im TV und Live-Stream sehen können.  

Update vom 22. Januar 2016: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat es bei der Handball-EM 2016 in der Türkei in die Hauptrunde geschafft. Ungarn ist am Freitag der erste Gegner der DHB-Auswahl. So sehen Sie das Spiel live im TV und im Live-Stream.

Die junge Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson bezwang in ihrem zweiten Gruppenspiel Schweden in Breslau dank eines überragenden Torhüters Andreas Wolff mit 27:26 (13:17) und hielt dem Druck nach der Auftaktniederlage gegen Spanien (29:32) stand.

Am Mittwoch (17.15 Uhr/ZDF) genügt gegen den WM-Achten Slowenien schon ein Punkt, um die zweite Turnierphase zu erreichen. Bester Werfer der mit 14 EM-Debütanten angetretenen Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war Rechtsaußen Tobias Reichmann mit neun Toren.

„Das war ein heißes Spiel. Wir wussten, dass es bis zur letzten Sekunde eng wird. So ist es auch gekommen“, sagte Sigurdsson in der ARD.

„Jetzt kommen die Spiele, die wir gewinnen müssen“, hatte Teammanager Oliver Roggisch vor dem Duell mit dem Olympia-Zweiten in der Jahrhunderthalle erklärt. Sigurdsson hatte dafür seine gegen die Spanier nicht überzeugende Abwehrformation geändert. Der Isländer ließ im Handball-Klassiker gegen den WM-Zehnten statt einer 6:0- zunächst eine 5:1-Deckung spielen.

Deutsche Abwehr hatte erneut große Probleme

Die taktische Maßnahme zahlte sich vor 6000 Zuschauern allerdings nicht aus. Die deutsche Abwehr hatte erneut große Probleme und bekam besonders Johan Jakobsson von der SG Flensburg-Handewitt in der ersten Hälfte überhaupt nicht in den Griff. Torhüter Carsten Lichtlein war ebenfalls kein Faktor, im Angriff agierte die DHB-Auswahl zudem viel zu hektisch und lud die abwehrstarken Schweden durch Fehlwürfe und technische Fehler immer wieder zu Tempogegenstößen ein.

Nach dem 6:9 (11. Minute) reagierte Sigurdsson. Der Bundestrainer brachte Wolff für Lichtlein und stellte wieder auf eine 6:0-Abwehr um. Kurzzeitig wurde das deutsche Spiel gegen die mit acht Bundesliga-Legionären angetretenen Schweden besser. Steffen Fäth glich mit seinem ersten Tor zum 10:10 (18.) aus, doch ein Wechselfehler und unnötige Zeitstrafen warfen die unerfahrene deutsche Mannschaft wieder zurück (10:14/23.). „Wir brauchen mehr Ruhe“, forderte Sigurdsson in einer Auszeit.

Der Flensburger Mattias Andersson wurde im Tor der Schweden von Minute zu Minute aber immer stärker. Der erste verworfene Siebenmeter von Reichmann in der letzten Aktion der ersten Halbzeit passte ins Bild. „Es sind viele Sachen, an denen wir arbeiten müssen“, sagte Roggisch in der Halbzeitpause.

Und das ersatzgeschwächte deutsche Team kam wie verwandelt aus der Kabine. Die Abwehr agierte nun deutlich aggressiver, im Angriff wurden die Fehler minimiert und die Chancen besser verwertet. Torhüter Wolff trieb die Schweden zudem zur Verzweiflung. Reichmann gelang nach längerer Zeit mal wieder der Ausgleich (18:18/36.).

Es folgte der große Auftritt von Steffen Weinhold. Der Kapitän sorgte mit zwei Treffern für die erste Führung der DHB-Auswahl. Nach dem 23:20 in Unterzahl durch Jannik Kohlbacher ließ Sigurdsson an der Seitenlinie seinen Gefühlen freien Lauf und brüllte seine Freude lautstark heraus. Doch das Wechselbad der Gefühle ging weiter. Nach einer 26:22-Führung (48.) ließ das DHB-Team Schweden wieder bis auf ein Tor herankommen (27:26/56.). Doch Wolff hielt den Sieg in einer hektischen Schlussphase fest.

SID

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