Vertrag perfekt

Tour de France wieder in der ARD

Hamburg - Die ARD steigt wieder in die Live-Berichterstattung von der Tour de France ein. Wie der Senderverbund am Mittwoch mitteilte, wird das Erste vom 4. bis 26. Juli täglich von dem Radsport-Klassiker übertragen.

Schon auf ihrer Sitzung im vergangenen November in Hannover hatten die ARD-Intendanten den grundsätzlichen Beschluss zu einer Rückkehr gefasst. Die ARD und das ZDF hatten sich 2012 nach den zahlreichen Doping-Skandalen aus der Tour-Berichterstattung zurückgezogen.

Laut ARD einigte sich die eigene Agentur SportA nun mit dem Rechtegeber der Tour de France, der ASO (Amaury Sport Organisation), auf einen Vertrag über die Übertragungsrechte für die nächsten zwei Jahre. Angaben zu den Finanzmodalitäten wurden in der Mitteilung nicht gemacht.

„Das ist eine super Sache, eine Gipfelbezwingung. Mit der Live-Übertragung von der Tour bekommt man mehr Sponsoren, mehr Interessenten und mehr Popularität. Das ist ein riesengroßer Gewinn für den Radsport“, sagte Radprofi John Degenkolb auf der Präsentation des Teams Giant-Alpecin in der Französischen Botschaft in Berlin. Der achtmalige Tour-Etappensieger Marcel Kittel ergänzte: „Das ist ein krasser Start ins neue Jahr mit der ARD-Bekanntgabe und unserer Präsentation. Es herrscht Aufbruchstimmung.“

„Die jüngsten deutschen Erfolge, gerade bei der Tour de France, und die neue Generation deutscher Radsportler, die sich immer wieder offen für einen dopingfreien Sport einsetzt, haben zu einer größeren Attraktivität dieses Sportereignisses geführt“, sagte Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen.

Er kündigte an, dass ein zentraler Punkt in der Berichterstattung sportpolitische Hintergründe und der Anti-Doping-Kampf der Verantwortlichen sowie der Aktiven blieben. Federführend für die Übertragungen ist der Saarländische Rundfunk.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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