Trotz Scharapowa-Absage: DTB-Damen gewarnt

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Barbara Rittner sieht im Halbfinale keinen Selbstgänger für die deutschen Damen. Foto: Bernd Weißbrod

Die Chancen der deutschen Tennis-Damen auf den erneuten Einzug ins Fed-Cup-Finale sind nach der Absage von Maria Scharapowa gestiegen. Doch ein Selbstläufer wird die Partie in Sotschi dennoch nicht. Pech hatte Angelique Kerber.

Sotschi (dpa) - Trotz der Absage von Russlands Spitzenspielerin Maria Scharapowa sehen sich die deutschen Tennis-Damen vor dem Halbfinale im Fed Cup in Sotschi nicht in der Favoritenrolle.

"Ich glaube nicht, dass es dadurch einfacher wird", sagte die deutsche Teamchefin Barbara Rittner in der Olympia-Stadt von 2014. "Die anderen Spielerinnen werden um ihr Leben kämpfen, das wissen wir."

Die Weltranglisten-Zweite Scharapowa hatte am Vortag erklärt, dass sie sich nach ihrer Verletzung noch nicht fit genug für die Partie auf Sand fühle. Für die fünfmalige Grand-Slam-Turniersiegerin wurde Vera Swonarewa (Ranglisten-137.) nachnominiert. Außerdem zählen Swetlana Kusnezowa (24.), Anastasia Pawljutschenkowa (38.) und Jelena Wesnina (71.) zum nun erheblich geschwächten Team der Gastgeberinnen.

Die deutsche Mannschaft kann dagegen in Bestbesetzung antreten. "Wir sind alle in einer super Verfassung und somit in einer guten Position", sagte die Weltranglisten-Elfte Andrea Petkovic.

Angelique Kerber begann die Vorbereitung in Sotschi allerdings ein wenig gehandicapt. "Ich bin seit zwei Tagen unterwegs und musste heute Morgen nach dem Aufwachen kurz überlegen, wo ich bin", sagte die Kielerin, die mit dem Selbstvertrauen des Turniersieges von Charleston angereist ist.

Ihre gute Laune ließ sich Kerber auch nicht davon verderben, dass ihr Gepäck auf dem Flug aus den USA abhandengekommen war. "Klamotten leihe ich mir erst einmal bei Andrea, Tennisschuhe und Schläger hatte ich noch im Handgepäck", sagte die Nummer 14 der Welt.

Außerdem zählen für die Duelle am Samstag (zwei Einzel) und Sonntag (zwei Einzel/ein Doppel) Sabine Lisicki (19.) und Julia Görges (63.) zum Aufgebot von Rittner. "Wir nehmen es jetzt so, wie es kommt, wollen dabei aber auf uns schauen und ins Finale einziehen", sagte Rittner. Im vergangenen Jahr hatte Deutschland im Finale in Tschechien verloren.

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