Underdogs spielen um den Titel

US-Open: Djokovic und Federer verpassen Finale

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Roger Federer hat das Finale der US Open 2014 verpasst.

New York - Das hat es seit den Australian Open 2005 nicht mehr gegeben: Weder Roger Federer, Novak Djokovic oder Rafal Nadal stehen im Finale eines Grand-Slam-Turniers.

Doppelte Sensation bei den US Open! Nach dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic hat auch der 17-malige Grand-Slam-Champion Roger Federer das Endspiel in New York verpasst. Der 33 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz musste sich am Samstag dem Kroaten Marin Cilic mit 3:6, 4:6, 3:6 geschlagen geben. Nach nur 105 Minuten war die zweite Riesen-Überraschung des Tages nach dem Scheitern des Weltranglisten-Ersten Djokovic gegen den Japaner Kei Nishikori perfekt. Damit kommt es am Montag zum Duell der Grand-Slam-Final-Debütanten Cilic und Nishikori.

„Das wird ein sensationeller Tag für uns beide“, sagte der Weltranglisten-16. Cilic nach seinem Coup gegen Federer. Zum ersten Mal seit fast zehn Jahren stehen damit weder Djokovic, Federer oder der aktuell verletzte Rafael Nadal im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. Zuletzt war dies 2005 bei den Australian Open im Finale zwischen Marat Safin und Lleyton Hewitt der Fall.

Novak Djokovic scheiterte im Halbfinale - und zeigte sich als fairer Verlierer.

„Das ist ein wunderbarer Tag für mich. Davon habe ich nie zu träumen gewagt. Es war die beste Leistung meiner Karriere“, sagte Cilic im Siegerinterview auf dem Platz, während Federer enttäuscht in der Kabine verschwand. Der fünfmalige US-Open-Champion verpasste nach der unerwartet klaren Niederlage die Chance auf seinen 18. Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere. In drei Jahren erreichte der doppelte Zwillingsvater nur ein Grand-Slam-Endspiel - und das verlor er in diesem Jahr in Wimbledon gegen Djokovic.

Nach der Absage von French-Open-Sieger Nadal und spätestens nach dem Aus von Djokovic wenige Stunden zuvor schien der Weg bereitet für Federers ersten Major-Titel seit Wimbledon 2012. Doch im Gegensatz zu seiner Aufholjagd nach 0:2-Satzrückstand im Viertelfinale gegen den Franzosen Gael Monfils wollte Federer an diesem Tag wenig gelingen.

Gegen die harten Aufschläge des Kroaten fand Federer keine Mittel, und bei eigenem Service war er zu unkonstant und wechselhaft. Selbst ein Break zum 2:0 im dritten Satz half Federer nicht - nach nur einer Stunde und 45 Minuten musste er sich geschlagen geben.

Nishikori hatte gerade noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen als erster Asiate das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der 24-Jährige setzte sich nach einer Gala-Vorstellung gegen Djokovic mit 6:4, 1:6, 7:6 (7:4), 6:3 durch. Der von Boris Becker trainierte Serbe verpasste sein fünftes US-Open-Endspiel in Serie.

Nach 2:52 Stunden im Arthur-Ashe-Stadium musste der dreimalige Wimbledonsieger Becker mitansehen, wie Nishikori seinen zweiten Matchball verwandelte und sein Coach Michael Chang von seinem Sitz aufsprang. „Es ist ein großartiges Gefühl, die Nummer eins geschlagen zu haben. Ich bin so happy“, sagte Nishikori. „Ich habe versucht, konzentriert zu bleiben nach dem zweiten Satz. Es waren schwere Bedingungen, sehr heiß, sehr feucht.“

dpa

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