Ermittlungen

Pantani möglicherweise ermordet

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Der frühere Toursieger Marco Pantani ist möglicherweise einem Totschlag zum Opfer gefallen. Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Rimini hat deshalb ihre Ermittlungen wieder aufgenommen.

Rom - Der frühere Toursieger Marco Pantani ist möglicherweise einem Totschlag zum Opfer gefallen. Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Rimini hat deshalb ihre Ermittlungen wieder aufgenommen.

Das berichtet die italienische Tageszeitung Gazzetta dello Sport am Samstag. Pantani war am 14. Februar 2004 tot in einem Hotelzimmer aufgefunden worden. Bislang hieß es, er sei ohne Fremdverschulden an einer Überdosis Kokain gestorben.

Nun seien neue Beweise aufgetaucht, die die Neuaufrollung des Prozesses rechtfertigten, so die Justiz. Die Familie Pantanis drängte schon seit Jahren auf eine Wiederaufnahme der Ermittlungen. „Wir haben bei der Justiz erwirkt, dass bisher nicht berücksichtigte Aspekte jetzt überprüft werden“, sagte der Rechtsanwalt der Familie Pantani, Adolfo De Rensis.

Die damals in 55 Tagen durchgeführte Untersuchung der Staatsanwaltschaft von Rimini hatte ergeben, dass Pantani eine Menge an Kokain eingenommen hatte, welche die tödliche Dosis deutlich überstieg. Die Familie Pantanis behauptet, der Radprofi sei gezwungen worden, das Kokain zu schlucken. Das verwüstete Zimmer habe gezeigt, dass sich der damals 34-Jährige gegen einen Angriff gewehrt habe.

„Er ist getötet worden, weil er alles zum Thema Doping berichten wollte, was er wusste“, sagte Pantanis Mutter Tonina. Drei Drogendealer waren in Zusammenhang mit dem Todesfall zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden, einer davon wurde später freigesprochen.

SID

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