Haßmann Zweiter

Wulschner gewinnt Riders-Tour in München

+
Von links: Carsten-Otto Nagel, Holger Wulschner und Felix Haßmann.

München - Holger Wulschner hat die Riders-Tour 2014 gewonnen und sich in der Münchner Olympiahalle zum „Rider of the Year“ gekrönt.

Holger Wulschner hat trotz Schmerzen die Riders-Tour gewonnen und sich zum „Rider of the Year 2014“ gekrönt. Dem besten Springreiter Ostdeutschlands reichte im Großen Preis von München im Sattel von Cavity ein neunter Platz. Der 50-Jährige musste kräftig auf die Zähne beißen, nach einem Sturz im Training hatte er sich eine Hüftprellung, einen Bluterguss und mehrere blaue Flecke zugezogen.

„Das ganze Turnier über hat mich mein Pferd durch die Prüfungen getragen. Heute konnte ich wieder etwas mehr beisteuern“, sagte Wulschner, der nach eigenem Bekunden „unter großem Druck stand“. Am Ende behielt der Mecklenburger aber die Nerven. „Ich bin einfach nur froh, dass ich den Titel habe“, sagte der Routinier, der sich zudem über einen Geländewagen im Wert von 40.000 Euro als Siegprämie freuen konnte.

Mit dem Sieg in der Gesamtwertung der Tour feierte der erfahrene Nationenpreisreiter einen seiner größten Erfolge. Im Jahr 2000 hatte der Mecklenburger das Deutsche Springderby in Hamburg gewonnen. Seitdem wurde er oftmals für die deutsche Nationenpreis-Equipe berufen. Für einen Auftritt bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften reichte es aber nie.

Wulschner steuerte auf der letzten Etappe in der Münchner Olympiahalle vor 6000 Zuschauern seinen elf Jahre alten Wallach ruhig und sicher durch den Stangenwald. Am Ende standen beim Sieg der britischen Springreiter-Ikone John Whitaker mit Argento im zweiten Umlauf zwar zwei Abwürfe und eine durchschnittliche Zeit von 42,46 Sekunden zu Buche, doch für den Gesamtsieg mit 54 Zählern reichte es allemal.

Toni Haßmann aus Lingen war der einzige Reiter, der Wulschner die begehrte Krone noch hätte entreißen können. Der dreimalige Derby-Sieger aus Lingen zeigte aber Nerven und landete mit dem neun Jahre alten Wallach Classic Man nur auf dem 23. Rang. Dadurch rutschte Haßmann in der Gesamtwertung mit 28 Punkten auf Rang vier zurück, noch hinter Vorjahressieger Carsten-Otto Nagel (Wedel/35) und seinen Bruder Felix Haßmann (30).

Die Riders Tour wurde 2001 vom dreimaligen Europameister Paul Schockemöhle ins Leben gerufen. Rekordchampion ist der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck), der die Serie in den Jahren 2001 bis 2003 sowie 2009 und 2011 für sich entschied. Seine Schwägerin Michaels-Beerbaum siegte 2004, 2005 und 2007.

sid

auch interessant

Meistgelesen

Nach Wada-Bericht: Putin lässt Sportfunktionäre sperren
Nach Wada-Bericht: Putin lässt Sportfunktionäre sperren
Froome baut Vorsprung aus - Sakarin gewinnt im Schatten des Montblanc
Froome baut Vorsprung aus - Sakarin gewinnt im Schatten des Montblanc
Challenge Roth: 50-Jähriger stirbt beim Triathlon
Challenge Roth: 50-Jähriger stirbt beim Triathlon
Immer mehr Sport-Stars sagen für Olympische Spiele ab
Immer mehr Sport-Stars sagen für Olympische Spiele ab

Kommentare