So viel Geld bekommt ein deutscher Goldmedaillengewinner

London -Die deutsche Sporthilfe belohnt Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in London großzügig. Verglichen mit Sportarten wie Fußball oder Golf wirkt die Prämie allerdings sehr gering.

15 000 Euro ist für einen von der Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) geförderten Sportler eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen vom 27. Juli bis zum 12. August in London wert. „Das haben wir auch in Peking 2008 gezahlt“, sagte der DSH-Vorstandsvorsitzende Michael Ilgner am Dienstag in Frankfurt am Main. Silber wird mit 10 000, Bronze mit 7500 Euro belohnt. Bis Platz acht (1500 Euro) werden die Leistungen honoriert.

Nach Ilgners Worten wurden bei den letzten Spielen in China rund 1,6 Millionen an Prämien ausgeschüttet. „Es steht eine ähnliche Summe bereit. Wenn es mehr werden sollte, werden wir die Gelder auftreiben“, erklärte Ilgner. Gezahlt werden die Prämien in monatlichen Raten. Von den 391 deutschen Sportlern in London werden 95,5 Prozent von der DSH unterstützt. „Nur die Tennisspieler und ein paar Einzelsportler werden nicht gefördert“, sagte der DSH-Vorstandschef.

Eine explizite Medaillen-Erwartung wollte Ilgner nicht an die deutschen Sportler richten. „China, die USA und Russland werden sicher wieder die meisten Medaillen einsammeln. Die Briten haben sich gut vorbereitet. Wir haben aber den Anspruch, vorn dabei zu sein im Vergleich zu Ländern mit einem ähnlichen Sport-System und einer breiten Form der Förderung“, erklärte Ilgner.

dpa

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