DEB-Team zuversichtlich

Cortina vor WM-Start: "Alles ist möglich"

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Deutschlands Torwart Robert Zepp (r) und Kapitän Frank Hördler.

Minsk - Die WM-Auftaktpartie ist für Deutschlands Eishockey-Cracks schon richtungsweisend. Gegen Kasachstan steht viel auf dem Spiel. Ein Sieg schon das Ende aller Abstiegssorgen sein.

Das Kribbeln ist da. Mit der notwendigen Anspannung, aber auch einer Prise Lockerheit will die deutsche Eishockey-Auwahl die erste WM-Partie gegen Kasachstan angehen und sich mit einem gelungenen Auftakt sofort aller Abstiegssorgen entledigen. "Wir sind bereit", kündigte Bundestrainer Pat Cortina an. Seine Auswahl steht am Samstag in Minsk (11.45 Uhr/Sport1) vor einer lösbaren Aufgabe, denn gegen den Aufsteiger tritt die deutsche Mannschaft als Favorit an.

Ein Sieg im ersten von sieben Vorrundenspielen erscheint deswegen umso wichtiger. "Wir wollen das Turnier beginnen und von Beginn an auf dem richtigen Weg sein", gab Cortina schon vor der Reise nach Minsk als Devise aus. Russland-Legionär Felix Schütz brachte die Stimmung im Team auf den Punkt: "Ich bin jetzt froh, dass es endlich losgeht", sagte der Stürmer nach der langen Vorbereitungszeit, und gab zu: "Das kann natürlich ein entscheidendes Spiel sein."

Gelingt ein erster Erfolg und verbucht das deutsche Team womöglich auch im zweiten Duell gegen Lettland nur 25 Stunden später weitere drei Punkte, könnte die junge deutsche Mannschaft mit weiter steigender Euphorie dem angepeilten Viertelfinale näherkommen. "Alles ist möglich, alles kann passieren", erklärte Cortina nach dem abschließenden Training am Freitag.

Der vermeintlich leichte Auftakt birgt aber auch eine Gefahr. Geht der erste Auftritt für die unerfahrene deutsche Auswahl schief, steht sie gleich mächtig unter Druck und muss aufpassen, nicht gar um den Verbleib bei der A-WM kämpfen zu müssen. "Ganz ehrlich gesagt, mache ich mir keine Gedanken über den Abstieg", behauptete Frank Hördler.

Der Berliner Verteidiger führt die Auswahl bei der umstrittenen WM-Premiere in Weißrussland als Kapitän an. Für den 29-Jährigen habe seine Erfahrung, seine Einstellung und Arbeitsmoral gesprochen, erklärte Cortina und lobte: "Frank mag den Wettkampf, er geht beispielhaft voran." Als Assistenten wählte der Coach Marcus Kink, Alexander Barta, Kai Hospelt und Constantin Braun.

23 von maximal möglichen 25 Spielern hat Cortina nominiert. Sieben Verteidiger und 13 Stürmer sollen auflaufen, Verteidiger Denis Reul und die Stürmer Yasin Ehliz und Dominik Kahun haben vorerst keinen Platz im Team. Große Hoffnungen ruhen gleich bei seiner ersten A-WM auf Leon Draisaitl. Ein bissschen nervös sei er schon, sagte der 18-Jährige und räumte ein: "Allzu viel kann ich nicht erwarten."

Kasachstan beendete seine zwei letzten WM-Teilnahmen jeweils auf dem letzten Platz. Als großen Erfolg der Kasachen nennt der Weltverband IIHF die zwei WM-Starts 2004 und 2005. Zweimal hat sich Deutschland bislang mit dem Kontrahenten gemessen, dabei einen Sieg und eine Niederlage verbucht. Im Februar setzte sich das Team bei einem Testturnier mit 4:1 durch. "Wir dürfen sie nicht unterschätzen, wir müssen sie toternst nehmen", mahnte Alexander Barta.

Eine standhafte Defensive, Disziplin und einen starken Zusammenhalt nannte Cortina als wichtigste Faktoren. "Es ist für uns wichtig, dass wir gut aus dem ersten Drittel kommen", erklärte der junge AHL-Torhüter Philipp Grubauer und tönte: "Wenn wir unser Spiel spielen, wird es für die anderen schwer."

dpa

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