Rieschs Freundin Lindsey Vonn ungeschminkt

Busenfreundinnen! Lindsey Vonn (l.) und Maria Riesch
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Busenfreundinnen! Lindsey Vonn (l.) und Maria Riesch

Sölden - Die beste Skifahrerin der Welt gibt wieder Gas! An diesem Wochenende ­beginnt die Alpin-Saison mit dem Weltcup in ­Sölden. Top-Star Lindsey Vonn im tz-Interview:

Die Amerikanerin ist zweifache Gesamtweltcup-Siegerin und Doppel-Weltmeisterin. Den inoffiziellen Saisonstart hat sie schon hinter sich – auf Einladung ihres Sponsors Vail ­Resorts war Lindsey zu Gast auf ­einer großen Party in ­München. Das Interview:

Hallo Frau Vonn, bei der WM im vergangenen Winter hatten Sie einen kuriosen Unfall, als Sie sich auf ihrer Titelfeier beim Köpfen ­einer Champagnerflasche die Beugesehne im rechten Daumen durchtrennten. Wie geht’s Ihrer Hand?

Vonn: Gut, danke. Ich habe schon wieder Tennis ­gespielt und auch Golf – das war kein Problem. Die Hand ist ein bisschen steif, wenn ich sehr hart skifahre. Champagnerflaschen aufzumachen, ist in Zukunft jedenfalls der Job meines Mannes…

Trotz der großen Erfolge haben Sie Ihre Skimarke gewechselt – von Rossignol zu Head, wo auch Maria Riesch unter Vertrag steht. Warum?

Vonn: Es war eine Entscheidung von mir und Rossignol, in eine andere Richtung zu gehen. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit mit Head. Ich habe mit Maria geredet, weil ich mir nicht hundertprozentig sicher war mit diesem Wechsel. Ich ­habe viel überlegt, denn im Hinblick auf die Olympischen Spielen war es keine leichte Entscheidung. Das ist schon ein Risiko. Aber es war klar, dass Head sehr schnelle Ski hat.

Der Olympiasieg fehlt noch in Ihrer Karriere. Ordnen Sie diesem Ziel vor Vancouver alles unter? Auch den Gesamtweltcup?

Vonn: Die Olympischen Spiele sind natürlich das größte Ziel. In Amerika zählt nur Olympia. Der Weltcup ist da nicht so wichtig, Kugeln interessieren die Leute nicht. Ich will bei Olympia eine Medaille – egal welche Farbe. Ich wäre auch mit Bronze sehr zufrieden, aber natürlich hoffe ich, dass ich Gold gewinnen kann. Das wird aber sehr schwierig, da kann an einem Tag ­alles passieren. Da kann der Wind blasen, nur bei meinem Lauf – und bei anderen kann die Sonne scheinen. Das Wetter in Whistler ist nicht sehr stabil, das ist meine größte Angst.

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Wie plant man so eine Saison auf dieses Großereignis hin? Vorsichtig anfangen und nicht verletzen, um dann zu Olympia in Hochform zu kommen?

Vonn: Für mich ist es wie immer. Ich werde jeden Tag so gut wie möglich fahren. Ich hoffe, dass ich auch in dieser Saison die Kugel für den Gesamtweltcup verteidigen kann. Für mich ist es besser, wenn ich viele Rennen mache, dann bekomme ich Rhythmus und Selbstvertrauen.

Sie hatten mit amerikanischen Kolleginnen seit Jahren Ihren Winterwohnsitz in Kirchberg in Tirol. Der dortige Bürgermeister hat Ihnen für die WM-Titel ein Grundstück geschenkt. Wird schon gebaut?

Vonn: Ich liebe Kirchberg. Aber jetzt wechseln wir nach Zell am See. Das war nicht meine Entscheidung. Aber es ist schwierig mit den Trainingsmöglichkeiten, weil die Kanadier auch nach Kirchberg gezogen sind. Da haben wir keine Priorität mehr. Ein guter Freund wird auf meine Kühe Olympy, Sunny, Karen und die Ziege Laura aufpassen. Aber wenn ich meine Karriere beende, dann will ich irgendwo in Österreich eine feste Wohnung haben.

Ihre Stärke sind vor allem die schnellen Disziplinen. Sind Sie auch abseits der Piste ein Speedjunkie?

Vonn: Ganz sicher. Vielleicht gebe ich immer ein bisschen zu viel Gas. Auch beim Autofahren muss ich mehr aufpassen. Ich habe in Amerika schon mal zwei Jahre den Führerschein verloren. Ich war 16 Jahre und bin ein bisschen schnell gefahren. Das waren vielleicht 80 Meilen bei erlaubten 65. Die Regeln in Amerika sind vielleicht ein bisschen zu streng. Dann ist es hier in Deutschland ja wie im ­Paradies… Vonn: Es ist ­super. Ich kann mit meinem neuen Auto (­Audi RS 6, Anm. d. Red.) richtig Gas geben. Das hat 580 PS. Vielleicht ­sollte ich mal auf einer Rennstrecke fahren.

Wie sind Sie in den USA durch die Wirtschaftskrise gekommen. Ihr Mann handelt ja an der Börse…

Vonn: Das Geld ist in Aktien ­angelegt, aber trotzdem ist auch nach der Krise ­alles in Ordnung. Mein Mann ist gut.

jk, hei

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