Ski-Weltmeistern droht Prämien-Nullrunde

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DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller

Kontiolahti - Den Weltmeistern und Medaillengewinnern des Deutschen Skiverbandes droht laut DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller in diesem Jahr eine Prämien-Nullrunde.

„Das könnte passieren“, sagte DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Biathlon-Weltmeisterschaft in Kontiolahti. Pfüller begründete die mögliche Sparmaßnahme mit der Haushaltslage des Verbandes. Im Vorjahr hatte DSV die Sonderprämie noch ausgelobt. Für Olympia-Gold gab es 25 000 Euro, Silber und Bronze wurden mit 15 000 und 10 000 Euro entlohnt.

Durch den ausgefallenen Ski-Weltcup in München oder das verschobene Auftaktspringen bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf fehlen fest eingeplante Einnahmen. Die Verluste bewegen sich laut Pfüller auf „einen siebenstelligen Bereich“ zu. „Die kann man im Verlauf des Restwinters nicht durch irgendwelche Sponsorengelder auffangen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit“, sagte er.

Da die neuen Sportarten noch nicht ausreichend mit öffentlichen Mitteln gefördert würden, sei der DSV-Haushalt „auf den Rand genäht“ worden. Denn auch die neuen Sportarten sollen vorwärtsgebracht werden. „Dafür müssen wir aber eine ganze Menge an Finanzen einbringen“, meinte Pfüller.

Eine endgültige Entscheidung in der Prämienfrage soll nach der Saison bei der Cheftrainer-Klausur fallen. Pfüller rechnet mit Verständnis, da die Preisgelder des Weltverbandes und auch die Sponsoren-Einnahmen die „Ausschüttungen durch den Verband um ein Vielfaches“ übersteigen würden. „Ich denke, da werden wir auf fruchtbaren Boden treffen mit unserer Diskussion“, sagte der Generalsekretär.

Schließlich habe der Skiverband die Topleistungen und damit auch die möglichen Einnahmen der Sportler „insofern vorbereitet, dass er die optimalen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellt“, meinte Pfüller. „Die Prämien, so gerne ich sie auch jedem Athleten gönne, sind da nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber für den Nachwuchsbereich, den wir dann beschneiden müssten, wäre das fatal.“

dpa

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