Kurz vor den Oscars

Almodóvar kritisiert Hollywood: "Zu viele Roboter und Superhelden"

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Starregisseur Pedro Almodóvar gewann 2000 selbst einen Oscar.

Madrid - Starregisseur Pedro Almodóvar hat kurz vor der Oscar-Verleihung am Sonntag in Los Angeles die US-amerikanische Filmindustrie scharf kritisiert.

Sie habe immer mehr den Kommerz und immer seltener die Kunst im Auge, findet er. Bei einer Talkrunde auf der Kunstmesse Arco in der spanischen Hauptstadt Madrid klagte der 66 Jahre alte Spanier am Freitag: „Hollywood arbeitet jetzt für China.“

Almodóvar, dessen Tragikomödie „Alles über meine Mutter“ im Jahr 2000 mit einem Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film ausgezeichnet wurde, meinte: „Es ist klar, dass Filme mit Investitionen von 200 Millionen US-Dollar andere Ziele haben als etwa die Probleme des Durchschnittsamerikaners zu behandeln.“

In Europa mache man „zum Glück billigere Streifen“. „Deshalb können wir über unser Umfeld erzählen. Meine Filme passieren in Küchen, in Bade- oder Schlafzimmern, und ich kann das erzählen, was mich interessiert“, fügte Almodóvar an. Hollywood schaue immer mehr auf finanzkräftige Märkte wie China und übertreibe es inzwischen mit der Produktion von Filmen mit „Robotern und Superhelden“.

Am 8. April kommt sein neuer Film „Julieta“ in die spanischen Kinos. Wer die Nominierten für die Oscars 2016 sind, können Sie hier lesen.

Oscars: Die 10 meistnominierten Schauspielerinnen

dpa

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