Plagiatsvorwurf gegen Thicke und Williams

Ist "Blurred Lines" von Marvin Gaye geklaut?

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Robin Thicke ist einer der Interpreten von "Blurred Lines".

Los Angeles - "Blurred Lines" von Robin Thicke und Pharrell Williams war DER Hit des vergangenen Jahres. Doch die Erben der Soul-Legende Marvin Gaye erheben jetzt schwere Vorwürfe gegen die Popstars.

Die Kinder des 1984 erschossenen Musikers werfen dem Sänger und dem Songschreiber wegen der Ähnlichkeiten zwischen "Blurred Lines" und Gayes "Got to Give It Up" ein Plagiat vor. Die beiden Popstars weisen die Anschuldigungen zurück und wollen sich bloß musikalische Inspiration bei Gaye geholt haben. Ein Gericht in Los Angeles weigerte sich am Donnerstag, den Plagiatsvorwurf gegen die beiden Musiker zurückzuweisen. Damit ist der Weg frei für einen Prozess, er wird vermutlich im Februar beginnen.

Während der Anhörung am Donnerstag warteten beide Seiten mit Experten auf, um die Strukturen der beiden Lieder genau zu analysieren. Nach deren Gutachten befand Richter John Kronstadt, dass die beiden Werke tatsächlich Ähnlichkeiten aufwiesen, mit denen sich ein Geschworenengericht näher befassen sollte.

Auf einem Youtube-Video kann man sich selbst ein Bild von der Ähnlichkeit der beiden Songs machen.

Der Welthit "Blurred Lines" erntete wegen seiner frauenfeindlichen Textzeilen und des Videos mit vielen halbnackten Frauen bereits massive Kritik. In einer eidesstattlichen Erklärung räumte Thicke nun zudem ein, dass er den Song nicht selbst geschrieben hat. Der eigentliche Kopf hinter dem Chart-Erfolg des vergangenen Jahres sei Williams ("Happy") gewesen.

afp

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