"Dann kommt dieser Franziskaner..."

Was BAP-Sänger Niedecken von Papst Franziskus hält

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Wolfgang Niedecken, Frontman der Rockband BAP.

Köln - Wolfgang Niedecken, Frontman der Kölschen Rockband BAP, hat in einem Interview seine Meinung über Papst Franziskus kundgetan. Auch Bischof Tebartz-van Elst war ein Thema.

Wolfgang Niedecken (62), Frontman der Kölschen Rock-Band BAP, hat sich begeistert über den neuen Papst Franziskus geäußert. „Ich kann es kaum glauben“, kommentierte er im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag) die Erwähnung des Namens von dem katholischen Kirchenoberhaupt. Wie dieser den Raubtierkapitalismus rüge, gefalle ihm. „Wenn er jetzt noch Frauen in sein Bodenpersonal lassen würde, wäre es noch besser, aber man sollte nicht allzu viel auf einmal erwarten.“

Mit einem „Chapeau“ zollte Niedecken zugleich Papst Benedikt XVI. seinen Respekt für dessen Rücktritt vom Amt, weil er „alt und müde“ gewesen sei: „Das fand ich großartig.“ Dann aber komme „dieser Franziskaner und überrascht einen täglich“.

Niedecken: "Vorverurteilung ist nicht mein Ding"

Zur Debatte um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sagte der Rockstar, er habe nicht wirklich Sympathie, „der tut mir höchstens leid“. Wenn einmal so ein Thema medial hochkoche, bekomme das eine Eigendynamik und lasse sich nicht mehr kontrollieren. „Bei mir gehen bei so etwas die Alarmanlagen an, ich fühl' mich einfach unwohl.“ Niedecken riet dazu, einmal selbstkritisch darüber nachzudenken, was etwa von den Vorwürfen gegenüber den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff übrig geblieben sei: „Vorverurteilung ist nicht mein Ding.“

Der BAP-Musiker will die Welt verändern

Seit 2004 setzt sich Niedecken als Botschafter für die Aktion „Gemeinsam für Afrika“ ein. Das bei seinem Antrittsreise in Flüchtlingslagern erlebte Elend habe er nicht mehr vergessen können, sagte der Rockmusiker. Zwar sei ihm bewusst gewesen, die Lage vor Ort nicht komplett verändern zu können. Aber ein paar Menschen zu helfen, sei doch auch schon etwas. So habe er mit dafür gesorgt, Schulprojekte zu fördern. Es freue ihn jetzt immer wieder, wenn er in Norduganda oder im Ostkongo sei und sehe, „wie ehemalige Kindersoldaten ihr Leben in den Griff kriegen oder wie aus einer früheren Zwangsprostituierten eine Kfz-Mechanikerin wurde“.

kna

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