Beim Jupiter Award 2014

Hallervorden lästert über TV-Verantwortliche

Didi Hallervorden mit Sohn Johannes
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Komiker Dieter Hallervorden (l) und sein Sohn Johannes beim Jupiter Award 2014

Berlin - Das war der Jupiter 2014: Preise für "Fack Ju Göhte", ARD-Krimis, eine Sat.1-Serie und Stars wie Wotan Wilke Möhring. Und Ehrenpreis-Träger Hallervorden kritisiert das Fernsehen.

78 Jahre und kein bisschen leise: Mit einer spitzen Bemerkung gegen TV-Macher hat sich Dieter Hallervorden in Berlin für sein Lebenswerk feiern lassen. „Fernsehredakteure haben ja die Aufgabe, die Spreu vom Weizen zu trennen“, sagte der Schauspieler, Kabarettist und Theatermacher beim 35. Jupiter Award am Mittwochabend, und fügte hinzu: „und dann die Spreu zu senden“.

Hallervorden erhielt bei der Preisverleihung der beiden Burda-Zeitschriften „Cinema“ und „TV Spielfilm“ den sogenannten Ehrenjupiter. Hallervorden habe über Jahre Deutschland in etwa genauso geprägt wie Altkanzler Helmut Kohl, gab „Cinema“- Chefredakteur Artur Jung als Grund der Vergabe an - „nur war er dabei viel lustiger“.

Weitere Auszeichnungen des Abends gingen an Kinoerfolge wie die deutsche Schulkomödie „Fack Ju Göhte“ von Bora Dagtekin und den 3D-Weltraum-Thriller „Gravity“ von Alfonso Cuarón.

Ruth Maria Kubitschek („Frau Ella“) und Wotan Wilke Möhring („Das Leben ist nichts für Feiglinge“) bekamen bei der fast familiär anmutenden Dinner-Gala den Publikumspreis als beste Darsteller national. In Abwesenheit wurden Sandra Bullock („Gravity“), die in einer Videoeinspielung „Herzlichen Dank“ sagte, sowie Channing Tatum („White House Down“) als beste Darsteller international geehrt.

Beim Fernsehen gab es Preise für Schauspieler aus ARD-Sonntagskrimis: So erhielt die total gerührte Nachwuchsschauspielerin Ruby O. Fee für ihre Rolle eines aggressiv-aufmüpfigen Teenagers im Stuttgarter „Tatort“ mit dem Titel „Happy Birthday, Sarah“ den Jupiter als beste TV-Darstellerin national. Männliches Gegenstück in der Kategorie war Charly Hübner, der im Rostocker „Polizeiruf 110“ mit dem Titel „Zwischen den Welten“ brillierte und laut Laudatorin Christiane Paul mit seinem Komissar-Charakter Alexander Bukow „die komplexeste Ermittlerfigur im deutschen Fernsehen“ erschaffen hat.

Zur besten TV-Serie national wurde „Der letzte Bulle“ (Sat.1) gekürt, als internationale Serie die Fantasy-Produktion „Game of Thrones“ (HBO).

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Auch der in vielen Ländern erfolgreiche und oft kontrovers diskutierte Weltkriegs-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ wurde ausgezeichnet - und zwar als bester TV-Spielfilm national. Bald soll der auf Englisch „Generation War“ genannte ZDF-Mehrteiler bei der BBC zu sehen sein.

Laut Moderator Steven Gätjen gibt es seit 1979 mehr als 330 Jupiter-Preisträger.

dpa

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