Spottpreis verliehen

"Goldene Himbeere": Diese Promis hat's erwischt

Cameron Diaz mit Fruchtgeschmack. Foto: Facundo Arrizabalaga
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Cameron Diaz hat die "Goldene Himbeere" bekommen.

Los Angeles - Über diese Trophäe dürften sich die Promis vermutlich nicht freuen: Ausgerechnet im Endspurt vor den Oscars wurde die „Goldene Himbeere“, der Schmähpreis in der Filmbranche verliehen. Wen es getroffen hat:

Endspurt vor den Oscars: Am Vorabend der bedeutendsten Kino-Auszeichnung der Welt haben die Hollywood-Stars Cameron Diaz und Kirk Cameron zunächst einmal die „Goldene Himbeere“ für miserable Leistungen einstecken müssen. Neben diesen Spottpreisen gab es aber auch ernsthafte Würdigungen, die Independent Spirit Awards für herausragende Filme mit relativ kleinem Budget. Dort ging der nominierte deutsche Regisseur Wim Wenders allerdings leer aus.

Das sind die Gewinner der "Goldenen Himbeere"

Cameron Diaz (42) wurde bei den „Golden Raspberry Awards“, kurz „Razzies“ als schlechteste Schauspielerin für die Filme „Sex Tape“ und „Die Schadenfreundinnen“ gekürt. Ein weiterer Schmähpreis ging an Kirk Cameron (44) für „Saving Christmas“. Mit insgesamt vier Trophäen, darunter auch als schlechtester Film, war die Weihnachtskomödie der große „Gewinner“ bei den Spotttrophäen.

Erstmals gaben die Veranstalter einen „Redeemer Award“ (auf Deutsch: Erlöser-Preis) bekannt, quasi eine Gutmachung für frühere Preisträger. Nach seinem „Gigli“-Flop honorierten die Wähler nun Ben Afflecks Verdienste mit „Argo“ und „Gone Girl“. Außer Affleck standen Jennifer Aniston, Mike Myers, Keanu Reeves und Kristen Stewart zur Wahl.

Aber auch für Qualitätskino gab es vor dem Oscar noch einmal Aufmerksamkeit. Die schräge Komödie „Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ räumte bei der Vergabe der Independent Spirit Awards drei Trophäen ab: als bester Film, für Hauptdarsteller Michael Keaton (63) und für die Kameraführung. Der Film des Mexikaners Alejandro G. Iñárritu ist für neun Oscars nominiert.

Der deutsche Regisseur Wim Wenders (69) - bei der Sparte „Beste Dokumentation“ mit dem Film „Das Salz der Erde“ nominiert - ging ohne Trophäe heim. Dort siegte die in Berlin produzierte Doku „Citizenfour“ über den US-Whistleblower Edward Snowden. Mit der amerikanischen Regisseurin Laura Poitras wurden die Berliner Produzenten Dirk Wilutzky und Mathilde Bonnefoy geehrt. Neben Michael Keaton konnten sich Julianne Moore („Still Alice“) und die Nebendarsteller Patricia Arquette („Boyhood“) und J.K. Simmons („Whiplash“) über die Indie-Trophäen freuen. Alle haben Oscar-Chancen.

Die Spirit Awards sind Hollywoods Alternativauszeichnung für Filmproduktionen, die nicht mehr als 20 Millionen Dollar gekostet haben. Sie werden traditionell einen Tag vor der Oscar-Gala in einem Festzelt am Strand von Santa Monica verliehen.

Die „Razzies“ (kurz für Raspberry/Himbeere) wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Dem Verband gehören rund 800 Kinofans an. Die Nominierten bleiben der Witz-Show normalerweise fern. Eine Ausnahme machten „Catwoman“ Halle Berry (2005) und Sandra Bullock, die 2010 unter lautem Applaus auf die Bühne trat, um Spott für „Verrückt nach Steve“ einzustecken.

dpa

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