Auch deutsche Klassikanwärter

Grammy-Nominierungen: Jay Z hat die Nase vorn

Jay Z
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Jay Z ist neunmal für einen Grammy nominiert.

Los Angeles - US-Rapper Jay Z führt mit neun Nominierungen die Riege der Grammy-Favoriten 2014 an. Doch auch ein paar Deutsche können sich Hoffnungen auf einen "Musik-Oscar" machen.

Die Nominierungen wurden bei einem Live-Konzert in der Nacht zum Samstag in Los Angeles bekanntgegeben. Der Sender CBS übertrug die Show. Jay Z geht dieses Mal zahlenmäßig in Führung, er kann auf Rap-Trophäen hoffen, etwa mit dem Song „Tom Ford“ in der Sparte „Beste Rap Darbietung“, oder für die beste Rap-Zusammenarbeit mit Justin Timberlake für „Holy Grail“. Timberlake hat zudem mehrere Pop-Nominierungen, darunter für die beste Solo-Darbietung mit „Mirrors“.

Den beiden folgen Kendrick Lamar, Pharrell Williams und das Rap-Duo Macklemore & Ryan Lewis mit je sieben Gewinnchancen.

In den Topkategorien Album, Platte und Song geben viele Newcomer den Ton an. Um die begehrte Trophäe „Album des Jahres“ konkurrieren die Rapper Macklemore & Ryan Lewis („The Heist“) und Kendrick Lamar („Good Kid, M.A.A.D City“) mit dem Elektro-Pop-Duo Daft Punk („Random Access Memories“), mit Pop-Sängerin Sara Bareilles („The Blessed Unrest“), und Country-Star Taylor Swift („Red“).

In der Sparte „Platte des Jahres“ treten Bruno Mars, Daft Punk, Robin Thicke, die US-Rocker Imagine Dragons und die neuseeländische Newcomerin Lorde an. Für das Goldene Grammophon für den „Song des Jahres“ sind Pink („Just Give Me A Reason“), Bruno Mars („Locked Out Of Heaven“), Katy Perry („Roar“), Lorde („Royals“) und Macklemore & Ryan Lewis („Same Love“) im Rennen.

Um die Trophäe als „Bester neuer Künstler“ wetteifern mit den Rappern Macklemore & Ryan Lewis und Kendrick Lamar die britischen Sänger James Blake und Ed Sheeran und die US-Country-Sängerin Kacey Musgraves. Die erwartete Nominierung für Lorde blieb aus. Doch die 17-jährige Neuseeländerin wurde zumindest bei ihrem Auftritt in der Nominierungs-Show mit lautem Applaus bedacht.

Den Auftakt vor einem Millionenpublikum an den TV-Bildschirmen machten die Rapper Macklemore & Ryan Lewis mit ihrem Hit „Thrift Shop“, später wurden Taylor Swift via Satellit aus Australien und Katy Perry aus Kanada in die Show gebeamt.

Die Grammys gelten als die begehrtesten Musikpreise der Welt. Sie sollen am 26. Januar 2014 in Los Angeles vergeben werden. Ausgewählt werden die Preisträger von Vertretern der Plattenindustrie und Musikern. Im vorigen Februar ging die Auszeichnung für das beste Album an die britische Band Mumford & Sons für „Babel“.

Deutsche in den Klassik-Kategorien

Mehrere Deutsche haben in der Klassik-Sparte Chancen. Der deutsche Musikproduzent Manfred Eicher könnte für verschiedene Klassik- Aufnahmen den Grammy als „Produzent des Jahres“ gewinnen. In der Sparte „Beste Orchesterdarbietung“ sind die Berliner Philharmoniker unter Dirigent Simon Rattle für „Stravinsky: Le Sacre Du Printemps“ im Rennen. Die deutschen Tenöre Christoph Prégardien (Schubert: Winterreise) und Jonas Kaufmann (Wagner) sind beide in der Kategorie „Bestes klassisches Gesangssolo“ nominiert.

In der Sparte „Beste Opernaufnahme“ gibt es unter anderem zwei Anwärter mit deutscher Beteiligung: Der Berliner Dirigent Christian Thielemann mit der Aufnahme „Wagner: Der Ring Des Nibelungen“, die er mit der Wiener Staatsoper einspielte, und das Barockorchester Concerto Köln mit der Opernaufnahme „Vinci: Artaserse“. In der Sparte „Beste Abmischung eines Albums“ hat „Vinci: Artaserse“ eine weitere Gewinnchance für die Tonmeister Hans-Martin Renz, Wolfgang Rixius und Ulrich Ruscher.

Auch in der Kategorie „Best Classical Compendium“ gibt es deutsche Hoffnungen: Mit dem NDR-Sinfonieorchester spielte Christoph Eschenbach die Aufnahme „Hindemith: Violinkonzert - Symphonic Metamorphosis - Konzertmusik, Op. 50“ ein. Produzent Manfred Eicher ist für die nominierte Aufnahme „Tabakova: String Paths“ verantwortlich.

dpa

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