Heinz Hoenig nicht am Sterbebett seiner Frau

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Schauspieler Heinz Hoenig und seine Frau Simone im Sommer 2000 – zuletzt war sie völlig ausgezehrt.

Hamburg - Der Tod seiner Frau war für Heinz Hoenig besonders tragisch. Statt am Sterbebett seiner Frau Abschied zu nehmen, war er bei Dreharbeiten für das Traumschiff in Mittelamerika gefangen.

Das Schicksal kann grausam sein, und ein Fels wie Schauspieler Heinz Hoenig (60) hält auch nicht alles aus. Wie schlimm muss es für ihn gewesen sein, als er hörte, dass seine Frau ­Simone († 52) in einem Krankenhaus in Deutschland im Sterben liegt und er ihr nicht beistehen kann? Heinz Hoenig war für Traumschiff-Dreharbeiten in Mittelamerika – er spielte eine der Hauptrollen.

Regisseur Wolfgang Rademann sagte der Illustrierten Bunte: „Er war bei Dreharbeiten an Land in San Juan auf Puerto Rico, als seine Frau starb. Er konnte leider nicht rechtzeitig zurückfliegen, weil wir den Drehplan einhalten mussten.“ Und da geht es nicht nur um Hunderttausende Euro, sondern auch um die Kollegen, die dann schon wieder Anschluss-Engagements haben.

Da ist wenig Platz für Trauer. Nur Heinz Hoenigs Kinder, Paula (24) und Lukas (22), konnten ihre Mutter in ihrer letzten Stunde begleiten. Simone Hoenig-Zimmerli wurde nach Informationen der Bunten wegen eines nicht verheilten Oberarmbruches operiert, wobei sie schon zuvor in einem sehr schlechten Allgemeinzustand gewesen sei. Die Diabetikerin wurde in ein künstliches Koma versetzt. Sechs Tage später, am 25. März, war die Schweizerin tot. Ein Freund der Hoenigs sagte zur Bunten: „Es war ein Sterben auf Raten. Sie war abgemagert, nur noch ein Schatten ihrer selbst.“

Dabei hatte sich vor knapp zwei Jahren, nach den vielen Höhen und Tiefen in der Ehe der Hoenigs, doch noch einmal alles zum Guten gewendet – die Magersucht, das Alkohol- und Burn-out-Problem von Simone schienen im Griff, und Heinz Hoenig strahlte: „Simone ist auf den gesunden Weg zurückgekommen.“ Und er, der Filou, wollte auch wieder auf den rechten Weg und endlich vor Gott Treue schwören. So heirateten Simone und Heinz Hoenig nach 22 Jahren standesamtlicher Ehe noch einmal kirchlich auf Mallorca, und Heinz Hoenig schenkte dafür seiner Frau ein weißes Brautkleid, das sie sich immer gewünscht hatte. Simone damals zu Bunte: „Ich dachte immer, dass ich mein weißes Kleid erst im Sarg tragen werde. Mir ging es wirklich sehr schlecht.“ Es wurde ein Festtag mit den Kindern als Trauzeugen – man hörte Café-del-Mar-Musik und war glücklich. Endlich wieder glücklich! Nach Jahren der Trennung und Vorwürfen, nach einer lebensbedrohlichenKrise, als Simone Hoenig 2004 wegen einer Speiseröhrenblutung ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und ins Koma fiel. Damals hatten die Ärzte sie aufgegeben, „aber Heinz hat für mich gekämpft“.

Diesmal war er zum Kämpfen zu weit weg, gefesselt an einen Arbeitsvertrag. Trotz aller Probleme, die Simone wohl auch zuletzt wieder hatte – es waren 25 gemeinsame Jahre, deren erstes Stündchen 1986 am Flughafen Zürich schlug, als sich die Reiseleiterin und Tauchlehrerin und der Schauspieler zum ersten Mal in die Augen sahen und nicht mehr voneinander lassen konnten. Heinz Hoenig sagte mal: „Wir haben uns ungefähr 5248-mal scheiden lassen.“ Und Simone: „Wir können nicht miteinander, aber niemals ohne einander.“ Jetzt werden sie es müssen.

Simone Hoenig-Zimmerli hat sich eine Feuerbestattung im engsten Familienkreis gewünscht. Für ihren Mann wird es der zweite schwere Gang innerhalb weniger Monate: Erst kurz vor Weihnachten starb seine „Mamutschka“ Hedwig Hoenig im Alter von 90 Jahren in seinen Armen – zu Hause in Bad Harzburg.

tz

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