Schauspielerin Julie Gayet

Hollande-Affäre zeigt sich wieder öffentlich

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Julie Gayet erschien anlässlich der César-Verleihung auf dem Roten Teppich.

Paris - Überraschend erschien Schauspielerin Julie Gayet bei der César-Verleihung in Paris. Sie zeigte sich das erste Mal seit der Enthüllung ihrer Affäre mit Präsident Hollande öffentlich.

Sie schritt selbstbewusst über den roten Teppich, strahlte in die Kameras und verschränkte kurz trotzig-kokett die Arme: Die Schauspielerin Julie Gayet hat sich erstmals seit der Enthüllung ihrer Liebesaffäre mit Frankreichs Präsident François Hollande in der Öffentlichkeit gezeigt. Die 41-Jährige wohnte am Freitagabend in Paris überraschend der Verleihung des französischen Filmpreises teil - musste aber ohne César nach Hause gehen.

In französischen Medien war bis zuletzt gerätselt worden, ob Gayet zu der Zeremonie im Théâtre du Châtelet erscheinen würde. Gayet war für ihre Rolle in einer Komödie über den Alltag im Pariser Außenministerium als beste Nebendarstellerin für den César - das französische Pendant zum Oscar - nominiert.

Einem traditionellen Essen der Nominierten am 8. Februar war die 41-Jährige noch ferngeblieben. Die Veranstalter der Preisverleihung am Freitagabend wollten bis zuletzt keine Angaben darüber machen, ob Gayet kommen würde - ein Stuhl war für sie gleichwohl reserviert.

Von Blitzlichtgewitter empfangen

Doch Gayet wollte offenbar allen zeigen, dass sie sich nicht verstecken muss - und dass sie, allen Schlagzeilen um ihre Affäre mit Hollande zum Trotz, vor allem eine angesehene Schauspielerin ist. Sie kam allein zu der Preisverleihung, im schwarzen Hosenanzug und mit offenem Haar, und wurde von den wartenden Fotografen mit einem wahren Blitzlichtgewitter empfangen. Interviews gab sie aber nicht.

Das Magazin "Closer" hatte im Januar die Liebesaffäre der Schauspielerin mit Frankreichs Staatschef enthüllt. Gayet, die das Blatt wegen "Verletzung der Privatsphäre" verklagt hat, mied seitdem die Öffentlichkeit. Hollande trennte sich zwei Wochen nach der "Closer"-Enthüllung von seiner langjährigen Lebenspartnerin Valérie Trierweiler.

Fernsehkommentatoren lobten Gayets Entscheidung, der Preisverleihung beizuwohnen, als mutig. Einen César gewann die 41-Jährige aber nicht - als beste Nebendarstellerin wurde die Schauspielerin Adèle Haenel ausgezeichnet.

Großer Sieger des Abends war die herzzerreißende Tragikkomödie "Maman und Ich" (Originaltitel: "Les garçons et Guillaume, à table"!), die im Juni in Deutschland in die Kinos kommen soll. Der autobiographische Film über einen Jungen, der sich wie ein Mädchen fühlt, später für homosexuell gehalten wird und seine Heterosexualität erst nach langer Suche entdeckt, räumte fünf Preise ab, darunter den César für den besten Film.

Der Schauspieler Guillaume Gallienne, der in dem Film sich selbst und seine Mutter spielt sowie erstmals Regie führte, wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Gallienne hatte zunächst ein Theaterstück über sein Leben geschrieben, das ein großer Erfolg wurde - und als Kinofilm in Frankreich 2,6 Millionen Zuschauer ins Kino lockte.

Enttäuschend verlief der Abend für die Macher des Liebesdramas "Blau ist eine warme Farbe" ("La Vie d'Adèle"). Der Film über die Liebe zweier junger Frauen hatte im vergangenen Jahr beim Filmfestival von Cannes die Goldene Palme gewonnen und war für acht Césars nominiert - gewann am Ende aber nur einen für die beste Nachwuchsschauspielerin. Als bester Regisseur wurde Altmeister Roman Polanski für seinen Film "Venus im Pelz" ausgezeichnet.

afp

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