Sie litt an Demenz

Jacob-Sister Johanna (76) gestorben

Johanna Jacob ist tot. Foto: Thomas Schulze
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Johanna Jacob ist tot.

Offenbach/Neu-Isenburg - Ihre Pudel, die blonden Haare und die stets gute Laune waren die Markenzeichen der vier Jacob Sisters. Nun ist Johanna gestorben, die zweite der singenden Schwestern.

Die Sängerin und Entertainerin Johanna Jacob von den Jacob Sisters ist tot. Die 76-Jährige sei am Mittwochmorgen im Sana-Klinikum in Offenbach gestorben, bestätigte ihre Schwester Rosi am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Gute-Laune-Truppe aus ehemals vier Schwestern hatte jahrzehntelang auf Bühnen und im Fernsehen mit Liedern wie „Adelbert, Adelbert, schenk' mir einen Gartenzwerg“ („Gartenzwerg-Marsch“) Erfolge gefeiert. Mit dabei waren oft ihre weißen Pudel.

Nach Angaben des Krankenhauses erlag Johanna Jacob einem Herzversagen. Sie sei ruhig eingeschlafen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über den Tod berichtet.

Für ihre an Demenz erkrankte Schwester - die älteste der vier - sei es eine Erlösung gewesen, sagte Rosi Jacob. Bereits im Mai 2008 war die jüngste der Jacob Sisters, Hannelore, gestorben. Sie erlag in Neu-Isenburg mit 63 Jahren Herzproblemen und den Folgen einer Lungenentzündung. Zu der Beerdigung kamen die Schwestern damals mit ihren bekannten Pudeln.

Die blonden Schwestern stammen aus Sachsen. Mehr als 50 Jahre lang standen sie meist zu viert singend und tanzend auf der Bühne - stets im Partnerlook und gerne mit ihren Hunden. Später waren sie zeitweilig als Trio zu sehen.

Schon als Kinder traten die Schwestern als „Schmannewitzer Heidelerchen“ auf, wie es auf ihrer Homepage heißt. Hannelore, Eva, Rosi und Johanna studierten an der Musikhochschule in Weimar in Thüringen, bis ihre Familie 1959 kurz vor dem Mauerbau die damalige DDR verließ. Am Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt setzten die vier Blondinen ihr Studium fort. 1963 feierten die Schwestern in der Fernsehsendung „Zum Blauen Bock“ im Ersten Programm ihren ersten Fernsehauftritt.

Die Jacob Sisters begeisterten ihr Publikum mit Liedern wie dem „Gartenzwerg-Marsch“, „So ist ein Boy“ oder „Auf dem Wege nach Aschaffenburg“.

In den 1960er Jahren waren sie nach eigenen Angaben als „blondes deutsches Fräuleinwunder Made in Germany“ auch in den USA zu sehen - in Shows in New York und Las Vegas, auch mit Stars wie Louis Armstrong, Sammy Davis jr. und Duke Ellington.

Schwester Eva sorgte 2011 für Aufsehen, als sie ins RTL-Dschungelcamp einzog und dort nach eigenen Angaben zehn Kilo abnahm. Von ihrem Auftritt im Camp hatte Eva den Schwestern zunächst nichts gesagt. Doch ihre Familie sah ihr das nach. „Wir haben nix gewusst. Aber ich bin nicht böse, um Gottes willen“, sagte Rosi damals.

Neid und Eifersucht habe es nie gegeben, schrieben die Stars auf ihrer Homepage. Nach Hannelores Tod sagte die nun gestorbene Johanna 2008: „Wir beide hatten am gleichen Tag Geburtstag. Sie war damals mein Püppchen, und wir haben immer zusammen gefeiert.“ Von nun an sei ihr Geburtstag ein schwer Tag für sie.

dpa

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