Auch er wurde einst verdächtigt

Sex-Vorwürfe: Jörg Kachelmann auf Dalls Seite

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Ex-Wetterfrosch Jörg Kachelmann sah sich ebenso wie jetzt Komiker Karl Dall (rechts) mit dem Vorwurf der Vergewaltigung konfrontiert.

Zürich - Nach den Vergewaltigungs-Vorwürfen gegen Karl Dall schlägt sich der einst verdächtigte Jörg Kachelmann auf seine Seite. Dalls mutmaßliches Opfer soll eine polizeibekannte Stalkerin sein.

Wie es ist, einer Vergewaltigung bezichtigt zu werden, weiß der frühere ARD-Wetteransager Jörg Kachelmann nur zu gut: Vor über drei Jahren klagte seine Ex-Geliebte den Schweizer wegen "besonders schwerer Vergewaltigung mit gefährlicher Körperverletzung" an. Rund ein Jahr später sprach das Landgericht Mannheim Kachelmann von dem Vorwurf frei, seitdem verklagt er seine Beschuldigerin wegen Rufschädigung. Doch an eine Rückkehr in die Fernsehöffentlichkeit war bislang nicht mehr zu denken.

Entertainer Karl Dall, gegen den eine 43-jährige Journalistin jetzt Vergewaltigungsvorwürfe erhebt, könnte es nun ähnlich ergehen: Nach Berichten von Schweizer Medien soll der Komiker bereits in Untersuchungshaft gesessen haben und eine Anzeige gegen ihn vorliegen.

Mancher zieht da Parallelen: "Karl Dall soll in der Schweiz Journalistin vergewaltigt haben. @J_Kachelmann bis jetzt sprachlos", schrieb der User Nachtgieger gegen 2.00 Uhr morgens Jörg Kachelmann auf Twitter an. Der einst Verdächtigte ließ sich den Kommentar jedoch nicht gefallen und antwortete ihm: "Sie scheinen nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein". User Nachtgieger beeilte sich, die Aussage richtig zu stellen: "Verzeihen Sie meinen Zynismus, mich kotzt an, was sich manche "Opfer"" so ausdenken."

Kachelmann: "Alle Verbrecherinnen werden überführt"

Kachelmann reagierte gelassen: "Der Gang der Justiz nimmt seinen Lauf und am Ende werden alle Verbrecherinnen ueberfuehrt und bestraft, auch wenn es dauert", twitterte er.

Offenbar ist der einstige Wetteransager, der sich nach dem Bekanntwerden der Vergewaltigungsvorwürfe aus der medialen Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, von Karl Dalls Unschuld überzeugt und sieht ihn als Opfer einer Intrige. Denn wenig später setzte Kachelmann noch eins drauf: "Das Wettrennen um #dall hat begonnen. Ist die Einstellung des Verfahrens schneller oder kann das angebliche Opfer noch genug Kohle machen?", twitterte er.

Dall gibt "ein paar schlüpfrige Bemerkungen" zu

Der Komiker Dall selbst hatte gegenüber der Schweizer Zeitung Blick verlauten lassen, dass sein angebliches Vergewaltigungsopfer versuche, einen beruflichen Kontakt zu ihm für ihre privaten Zwecke auszunutzen und schwere psychische und finanzielle Probleme habe. Sein sprecher gab der Nachrichtenagentur dpa gegenüber an, die Frau sei eine bereits bekannte Stalkerin: Sie habe auch den Sänger Udo Jürgens verfolgt, bis der rechtlich gegen die Belästigungen vorgegangen sei.

Er und die 43-jährige Journalistin hätten auf einem Hotelzimmer in Zürich lediglich ein Interview geführt. Den Vorwurf der Vergewaltigung streitet er strikt ab: Zu Sex sei es dabei nicht gekommen, sagte sein Anwalt. Gegenüber Blick gab er allerdings zu, dass es zwischen ihm und der Journalistin einen privaten E-Mail-Verkehr gegeben habe, in dessen Verlauf er "ein paar schlüpfrige Bemerkungen" gemacht habe.

Wegen falscher Anschuldigung will Dall nun Anzeige erstatten. Nur das mutmaßliche Opfer hat sich bislang nicht an die mediale Öffentlichkeit gewandt. Sie ließ durch ihren Anwalt bestätigen, dass sie an ihrer Darstellung des Sachverhalts und ihrer Anklage festhalte.

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