Thronwechsel in Spanien

Proteste bei König Juan Carlos' Abschied verboten

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Die Amtszeit von König Juan Carlos und Königin Sofia geht zu Ende.

Madrid - Der historische Moment rückt näher: An diesem Donnerstag wird Spaniens Thronfolger Felipe zum neuen König proklamiert. Für König Juan Carlos und Königin Sofía ist es Zeit, Abschied zu nehmen.

Spaniens König Juan Carlos und Königin Sofía nehmen Abschied vom Thron. Das Königspaar lud am Dienstag die Repräsentanten der wichtigsten Institutionen des Staates zu einem Abschiedsessen in den Zarzuela-Palast. Das Mittagessen war der letzte offizielle Termin, den der 76-jährige Monarch und die 75 Jahre alte Königin vor der Abdankung von Juan Carlos gemeinsam wahrnahmen.

Ministerpräsident Mariano Rajoy betonte, Spanien gebe mit dem Thronwechsel ein „großartiges Bild“ in der Welt ab. Die Normalität, mit der die Ablösung von Juan Carlos durch den künftigen König Felipe VI. über die Bühne gehe, zeige die Festigkeit und Stabilität der staatlichen Institutionen. Zu dem Essen waren neben dem Regierungschef unter anderem die Parlamentspräsidenten Jesús Posada und Pío García-Escudero sowie die Präsidenten des obersten Gerichtshofs und des Verfassungsgerichts, Carlos Lesmes und Francisco Pérez de los Cobos, eingeladen.

Juan Carlos wird am Mittwochabend nach fast 39 Jahren auf dem spanischen Thron seine Abdankung unterzeichnen. Dies wird seine letzte Amtshandlung als Monarch sein. Den Titel „König“ darf er ehrenhalber behalten. Vor der Abdankung sollte am Dienstagabend noch vom Oberhaus des Parlaments ein Gesetz verabschiedet werden, das die Entscheidung des Königs rechtlich wirksam werden lässt.

Der bisherige Kronprinz Felipe (46) soll am Donnerstag auf einer gemeinsamen Sitzung beider Kammern des Parlaments zum König proklamiert werden. Dort wird er den Eid auf die Verfassung ablegen, einer Militärparade beiwohnen und zusammen mit Königin Letizia (41) durch das Zentrum von Madrid zum königlichen Palast fahren. Das neue Königspaar will dort von einem Balkon der Bevölkerung zuwinken und anschließend einen Empfang für 2000 geladene Gäste geben.

Das sind die wichtigsten Adelshäuser

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Aufgrund der Wirtschaftskrise entschied das Königshaus sich für einen eher bescheidenen Rahmen. An der Zeremonie im Parlament werden keine ausländischen Staatsgäste und auch keine Vertreter anderer Königshäuser teilnehmen. Für den Zeitpunkt des Amtsantritts von Felipe meldeten Monarchie-Gegner Protestkundgebungen im Zentrum der Hauptstadt an. Die Polizei untersagte die Demonstrationen, weil diese ein mögliches „Sicherheitsrisiko“ für die Zeremonie im Parlament darstellten.

dpa

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