König Willem-Alexander und Máxima

Die Majestäten plauschen mit Studenten

Königin Maxima
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Königin Maxima der Niederlande spricht im Haus der Niederlande in Münster (Nordrhein-Westfalen) mit Studenten.

Münster - Am Montag hatten sie schon einen „super Tag“ in Niedersachsen, versichert König Willem-Alexander. Am Dienstag geht die Tour zusammen mit seiner Máxima in NRW weiter.

Der niederländische König Willem-Alexander hat eine positive Bilanz seines zweitägigen Deutschlandbesuchs gezogen. Es seien Tage mit vielen interessanten Einblicken gewesen, sagte er am Dienstag zum Abschluss auf Schloss Moyland bei Kleve.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) schloss sich an: „Es war fantastisch zu sehen, wie eng die Verbindungen zwischen Holland und Nordrhein-Westfalen schon sind.“ Die unterschiedlichen Mentalitäten, die es durchaus auch gebe, seien kein Hinderungsgrund, sondern könnten sich im Gegenteil ergänzen und so eine besonders positive Wirkung entfalten.

Am zweiten Tag ihres Deutschlandbesuchs hatten Willem-Alexander und seine Frau Máxima Nordrhein-Westfalen besucht. Das bevölkerungsreichste Bundesland präsentierte sich den Monarchen zwar nicht von seiner Sonnenseite - es goss fast durchgängig in Strömen - wohl aber so, wie es sich selbst am liebsten sieht: als Innovationsmotor der Industrie und Ideengeber für die Kreativwirtschaft.

Der Tag begann in Münster, wo die beiden ein Bad in der Menge nahmen. Mehrere hundert Menschen hatten sich versammelt, um das Paar willkommen zu heißen. Viele schwenkten begeistert Holland-Fähnchen, einige trugen orangefarbene T-Shirts.

Ein Monarchie-Gegner, der ein Plakat hochhielt, wurde von der Polizei abgeführt. Niederländische Sicherheitsleute hatten ihn unter den Zuschauern entdeckt und die deutsche Polizei gebeten, ihn in Gewahrsam zu nehmen, wie ein Sprecher der Polizei Münster sagte. Dies sei im Zuge der Gefahrenabwehr geschehen. Niederländischen Medien zufolge hatte der Mann 2011 einen Kerzenleuchter gegen die goldene Kutsche der damaligen Königin Beatrix geworfen.

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Willem-Alexander und Máxima besuchten in Münster das Zentrum für Niederlande-Studien, das sein 25-jähriges Bestehen feiert. Dort unterhielten sie sich recht ungezwungen mit Studenten. Anschließend besichtigte das Königspaar das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund. Der bekanntermaßen sportbegeisterte Willem-Alexander schoss dort auf ein Fußballtor, das von einem Roboter bewacht wurde.

Danach stand in der Zeche Zollverein in Essen ein Treffen mit Vertretern der niederländischen und deutschen Kreativwirtschaft auf dem Programm. Zum Abschluss nahmen die Gäste an einem deutsch-niederländischen Unternehmergipfel auf Schloss Moyland am Niederrhein teil.

Am Montag hatte das Königspaar bereits Niedersachsen besucht. Am Abend sagte Willem-Alexander in Münster: „Es ist faszinierend zu sehen, wie sehr unsere drei Länder einander ergänzen, wobei jedes Land seine eigenen Stärken einbringt.“ Gerade weil man sich so gut kenne, gelte jedoch: „Es ist wichtig, dass wir unsere Neugier aufeinander nicht verlieren.“

Die Niederlande sind mit weitem Abstand vor China und Frankreich wichtigster Handelspartner des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie sind auch das größte Investorenland in NRW. Fast 70 000 Niederländer leben in NRW - das ist die Hälfte aller Niederländer in Deutschland.

dpa

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