Preis an Wissenschaftler verliehen

Königin Silvia besucht Blumeninsel Mainau

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Königin Silvia auf der Blumeninsel Mainau.

Konstanz - Königin Silvia von Schweden macht eine Stippvisite am Bodensee. Auf der Blumeninsel Mainau spricht die Monarchin mit Wissenschaftlern, trifft Verwandte, feiert - und macht Menschen glücklich.

Für Christina Hoss sollte ein lang gehegter Traum in Erfüllung gehen. Seit dem Morgen steht die 48 Jahre alte Schwarzwälderin am Samstag vor dem historischen Barockschloss der Blumeninsel Mainau, um einen Blick auf Königin Silvia von Schweden zu erhaschen. Eigens für den Anlass hat sie ein Schweden-Fähnchen mitgebracht - in der Hoffnung, dass Silvia es signiert. „Es wäre toll, die Königin zu treffen. Sonst hat man ja nicht die Gelegenheit dazu“, sagt Hoss. Vor sechs Jahren hatte sie die schwedische Königin schon einmal auf der Insel im Bodensee gesehen.

Das Protokoll sah ein straffes Programm für die Monarchin vor: Neben einem Verwandtschaftsbesuch standen Treffen mit Nobelpreisträgern und ein Festakt zum 15-jährigen Bestehen ihrer Kinderhilfsstiftung auf der Agenda. Und auch für die Zaungäste nahm sich Silvia kurz Zeit.

Vor Nobelpreisträgern und Wirtschaftswissenschaftlern spricht die Königin, im magentafarbenen Kostüm, mit cremefarbenen Schuhen und einer Perlenkette um den Hals. Sie sei glücklich, auf der Insel zu sein, und genieße die schöne Landschaft. Sie eröffnet eine Diskussion im Rahmen der Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften und verleiht einen Preis ihrer World Childhood Foundation.

Regelmäßig besucht Ihre Majestät die Mainau, denn dort leben Verwandte des königlichen Hofs in Stockholm. Die Geschäftsführerin der Insel, Bettina Gräfin Bernadotte af Wisborg, ist Großcousine von König Carl XVI. Gustaf von Schweden. Gut verständigen kann sich Silvia in Deutschland ohnehin, da sie aus Heidelberg stammt. Als Bürgerliche heiratete sie 1976 den royalen Schweden.

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Nachmittags folgt dann der große Moment für die Schaulustigen: Vor dem Schloss versammeln sich nach Angaben von Mainau-Sprecher Florian Heitzmann gut 2000 Menschen. Ruth Achatz hat sich besonders rausgeputzt: in weißer Kleidung und mit reichlich Goldschmuck. Die 77-Jährige hat die Königin noch nie leibhaftig gesehen. Einen guten Eindruck wolle sie bei der ersten Begegnung hinterlassen. „Ich verfolge ihr Leben, seitdem sie verheiratet ist“, sagt Achatz. Es sei ihr Traum, die Königin nicht nur auf Bildern zu sehen.

Endlich. Zwischen Begleitern und Sicherheitsleuten kaum zu übersehen schreitet Silvia in ihrem leuchtenden Kostüm über den Vorhof des Schlosses und zeigt sich den wartenden Menschen. Sie lächelt in Hunderte Kameras, nimmt Blumen entgegen und beantwortet geduldig Fragen. „Ich habe die Mainau schon immer bewundert und bin sehr gerne hier“, sagt Ihre Majestät auf Deutsch. Jeder Besuch sei ein tolles Erlebnis. Eine Nacht wolle sie noch auf der Insel verbringen, bevor es am Sonntag zurück nach Schweden gehen soll.

Vor allem für Schaulustige wie Hoss und Achatz ist die royale Visite ein Erlebnis. Beide kommen der Hoheit nahe und können Fotos machen. „Ein Traum ging für mich in Erfüllung“, sagt die Schwarzwälderin Hoss nach ihrer Begegnung mit der Königin. Und auch Achatz schwärmt: „Sie ist so volksnah und hebt ihren Status als Prominente nicht hervor.“

dpa

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