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Megan Fox, haben Sie hohe Ansprüche im Bett?

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Megan Fox
Schauspielerin und Mutter Megan Fox. © AFP

München - Superstar Megan Fox spricht im tz-Interview über Kinder, Figur-Probleme, Actionrollen und ihre Ansprüche im Bett.

Was erwartet man(n) von einer ebenso schönen wie berühmten Frau auf die Frage, ob sie im Bett hohe Ansprüche stellt? Megan Fox (28) reagiert darauf, nein, nicht mit einer Ohrfeige, sondern einem Lächeln. Und antwortet sogar: „Mein Mann und ich sind beide ziemlich pflegeleicht. Er ist von Natur aus einer, der gerne gibt. Und ich sehe nicht ein, warum ich mich dagegen wehren sollte ...” Wer weiter in ihrem Intimleben bohrt, stößt sogar auf Schüchternheit: „Wenn wir im Hotel sind, zieh ich die Gardinen zu und klebe den Türspion zu.” Vorbei ist die Zeit der Pin-up-Fotos. Und in ihrem Film-Comeback fünf Jahre nach Transformers agiert Hollywoods Ausziehpuppe a. D. ausgesprochen zugeknöpft. Was zur Rolle passt. Megan spielt in der Kino-Neuauflage von Teenage Mutant Ninja Turtles (Kinostart in Deutschland am 16. Oktober) die Journalistin April O’Neil, die wegen ihrer jugendlich-frischen Schönheit als Entertainment-Fee verschlissen wird.

Haben Sie schlechte Erfahrungen à la April gemacht?

Megan Fox: Ich wurde ständig automatisch für blöd gehalten. Wahrscheinlich, weil ich im Bikini posiert hatte. Die Leute waren überrascht, wenn sie mich dann trafen und ich nicht völlig dumm klang. Aber das geht leider vielen Schauspielerinnen in Hollywood so.

Macht Sie das wütend?

Fox: Ich habe damit kein wirkliches Problem. Ich muss mir nicht selbst beweisen, dass ich schlau bin. Das weiß ich. Und mein Selbstwertgefühl ist noch einmal mächtig gestiegen, seitdem ich Kinder habe.

Zwei, um genau zu sein. Und Sie haben auch zwei Jahre Auszeit genommen. Mama Megan, wie hat sich Ihr Leben verändert

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Fox: In jeder erdenklichen Form. Wenn man zwei Kids aus sich herausgepresst hat, dann kann einen nichts mehr erschüttern. Früher hatte ich Angst, vor der Kamera zu stehen, heute gar nicht mehr. Ich bin auch sehr viel spiritueller geworden. Weil es einfach unmöglich ist, dass ich meine beiden Söhne nicht schon einmal in einem vorherigen Leben gekannt habe. Ihre Seelen und meine haben einfach ein zu festes Band, als dass wir uns erst ein paar Monate kennen könnten.

Megan Fox: "Ich fühle mich wie die Matriarchin des Stammes"

Sie sind als Christin aufgewachsen, in einer fundamentalistischen Kirche

Fox: Ja, meine Eltern waren ultrareligiös. Insbesondere mein Vater. Es war für mich sehr beklemmend. Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich fünf war. Mein Stiefvater war zwar streng, hat sich aus Religion aber nicht viel gemacht. Er war derjenige, der mich in meinem Traum, Schauspielerin zu werden, am meisten unterstützt hat.

Wo stehen Sie heute religiös?

Fox: Ich bin da sehr offen. Es gibt keine Religion, der ich ausschließlich folge. Ich mag die Lehren des Buddhismus. Ich meditiere viel. Auf der anderen Seite gehe ich zur Kirche. Ich würde mich am ehesten als esoterische Christin bezeichnen.

Der Name Ihres Sohnes Bodhi ist sehr ungewöhnlich. Was steckt dahinter?

Fox: Bodhi ist ein Begriff, den Buddhisten benutzen. Er bedeutet spirituelles Erwachen oder Erleuchtung. Buddha saß unter einem Bodhi-Baum, als er die Bedeutung des menschlichen Lebens erkannte. Als mein Baby in meinem Bauch wuchs, habe ich gefühlt, dass er auf der Suche nach etwas Wichtigem ist. Daher passte der Name.

Bodhi (sechs Monate), sein Bruder Noah (wird im September zwei), Stiefsohn Kassius (elf) und Ihr Mann Brian (Austin Green, 41 – bekannt aus „Beverly Hills 90210“) sind in der männlichen Überzahl. Fühlt man sich da als Frau nicht manchmal allein auf weiter Flur?

Fox: Gar nicht. Ich fühle mich wie die Bienenkönigin, die Matriarchin des Stammes. Ich habe eine Familie erschaffen, von der ich weiß, dass sie sich um mich kümmern wird. Mich immer beschützt.

Sie müssen Kinder und Karriere unter einen Hut bekommen. Wie schwer ist das?

Fox: Ich bin in der glücklichen Lage, dass ein Film pro Jahr reicht, um meine Familie finanziell zu unterstützen. Gott sei Dank. Denn es fällt mir schwer, meine Kids zu Hause zurückzulassen. Es tut regelrecht weh, von den Kleinen getrennt zu sein.

Megan Fox: "Für mich kann es nie zu dunkel oder zu anrüchig sein"

Nimmt man als Mutter andere Rollen an als vorher?

Fox: Nein. Ich will dieselben Rollen. Es kann für mich nie zu dunkel oder zu anrüchig sein. Selbst wenn meine Söhne die Filme als Teenager sehen sollten. Egal, sie werden ihre Mama immer für cool halten.

Zwei Kinder in zwei Jahren und Ihrer Figur sieht man es nicht an. Wie geht das?

Fox: Ich musste meine Ernährung ändern. Ich lasse Zucker und Brot weg, ernähre mich hauptsächlich von proteinreichen Nahrungsmitteln wie Fisch. Dazu Tonnen von Früchten mit viel Ballaststoffen wie Äpfel und Birnen und viel Gemüse.

Was ist mit Sport?

Fox: Dafür habe ich leider mit zwei Kleinkindern keine Zeit. Sie halten mich ständig auf Trab. Ich habe einen Privattrainer, der mich einmal die Woche für zwei Stunden richtig rannimmt. Ausdauer und Kraft. Danach bin ich immer völlig fertig.

Haben Sie hausfrauliche Qualitäten? 

Fox: Ich koche für die Kids, aber ich bin keine Gourmet-Köchin. Rühreier oder Tomatensuppe kriege ich gut hin. Saubermachen ist nicht so mein Ding. Ich lasse meine Klamotten überall rumliegen. Das macht meinen Mann verrückt. Er ist ein Sauberkeitsfanatiker, räumt immer hinter mir her.

Als kluge Reporterin April, welche intelligente Fragen würden Sie Megan Fox stellen?

Fox: Ich würde fragen, was will deine Seele hier studieren und bewältigen? Warum bist du auf der Erde und was soll dein Leben bewerkstelligen? Was sind deine speziellen persönlichen Herausforderungen im Leben, zum Beispiel Unsicherheit, Eitelkeit oder Wut? Die meisten Leute wollen nicht so tief in sich gehen. Aber ich finde, dass Antworten auf diese Fragen die klarste Einsicht geben, wer die Person ist.

Interview: Dierk Sindermann

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