Treffen mit chinesischem Präsidenten

Große Aufregung: Prinz Charles schwänzt Staatsbankett

Prinz Charles 
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Prinz Charles.

London - Der britische Prinz Charles wird kommende Woche nicht an einem Staatsbankett mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping teilnehmen und sorgt damit für einigen Wirbel.

Die Abwesenheit des Thronfolgers bei dem feierlichen Essen sorgte am Mittwoch in London für einigen Wirbel. Charles' Stammsitz Clarence House sah sich daher offenbar zu der Stellungnahme gezwungen, dass Charles und seine Frau Camilla bei dem Staatsbesuch "sehr involviert" seien.

Chinas Präsident Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan sind kommende Woche für vier Tage in Großbritannien. Dabei wird es auch zu einigen Zusammentreffen mit Prinz Charles kommen. Laut dem offiziellen Programm, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, werden Charles und Camilla das Präsidentenpaar im Namen von Queen Elizabeth II. im Mandarin Oriental Hotel in London begrüßen.

Auch bei der Begrüßungszeremonie auf dem Paradeplatz und bei einem Mittagessen mit der Queen im Buckingham Palast werden sie dabei sein. An dem Staatsbankett nehmen stattdessen aber Charles' Sohn Prinz William und dessen Frau Kate teil.

Prinz Charles Verhältnis zum Dalai Lama

Prinz Charles steht dem Dalai Lama nahe. Peking wirft dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter vor, Tibet von der Volksrepublik China abspalten zu wollen. Charles hat Besuche auf dem chinesischen Festland daher bislang vermieden.

1997 nahm er an der feierlichen Übergabe der britischen Kronkolonie Hongkong an China teil. In durchgesickerten Tagebuchnotizen zu der Zeremonie bezeichnete er die chinesischen Spitzenpolitiker damals als "schreckliche alte Wachsfiguren". Auch die Londoner Festbankette mit den damaligen chinesischen Präsidenten Jiang Zemin und Hu Jintao soll er 1999 und 2005 bewusst gemieden haben.

Sein Vater Prinz Philip wiederum sorgte bereits 1986 mit einer seiner berühmten verbalen Entgleisungen für Empörung: Während des Staatsbesuchs in China sagte er einer Gruppe britischer Studenten, wenn sie noch länger in China blieben, würden sie "alle Schlitzaugen bekommen".

AFP

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