"Game of Thrones"-Requisite

Queen staunt über Thron aus Schwertern

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Auf dem Thron aus Schwertern wollte die Queen lieber nicht Platz nehmen.

Belfast - In "Game of Thrones" geht es um die Machtkämpfe in den fiktiven "Sieben Königreichen". Jetzt hat mit Queen Elizabeth II. eine echte Monarchin den Drehort der erfolgreichen TV-Serie besucht.

Am Dienstag besuchten die Queen und Prinz Philip, die für drei Tage nach Nordirland gekommen waren, die Titanic-Studios, wo derzeit mit „Game of Thrones“ eines der erfolgreichsten Fernseh-Ereignisse aller Zeiten gedreht wird. Die blutrünstige und auch sonst nicht gerade jugendfreie Verfilmung der Fantasy-Saga "Das Lied von Eis und Feuer" des US-Autoren George R. R. Martin wird vom Pay-TV-Kanal HBO produziert.

Die Queen scheint eine von Millionen Fans weltweit zu sein, schließlich ließ sie sogar über den offiziellen Instagram-Account der britischen Monarchie ihre Anhänger wissen, wo sie sich gerade befand. Sie schaute sich unter anderem den in der Fantasy-Serie umkämpften „Eisernen Thron“ an - die royale Sitzgelegenheit ist, so will es die Vorlage, aus den Schwertern besiegter Feinde hergestellt. Darauf Platz nehmen wollte Lizzie aber nicht: "Der sieht sehr unbequem aus", beliebte Ihre Majestät zu scherzen und schien froh, ihre eigene Rückseite zuhause im Buckingham Palace ausruhen zu können.

Die erfolgreichsten Kinofilme aller Zeiten

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Unterdessen unterhielt sich Gemahl Prinz Philip mit den anwesenden Darstellern der Serie wie Lena Heady (Königin Cersei Lannister), Kit Harington (Jon Snow) sowie Maisie Williams (Arya Stark) und Sophie Turner (Sansa Stark). Als Andenken bekam die Königin ein kleines Thron-Modell. Doch damit nicht genug: Ein Leibregiment der (echten) Königin spielte zum Wachwechsel die Titelmelodie von "Game of Thrones".

Vom falschen Thronsaal ins echte Gefängnis

Anschließend führten Nordirlands Ministerpräsident Peter Robinson und sein Vize Martin McGuinness Königin Elizabeth II. durch das einst berüchtigte Belfaster Gefängnis Crumlin Road Gaol. Beide waren dort kurzzeitig Insassen. McGuinness war früher ein führendes Mitglied der proirischen katholischen Untergrundorganisation IRA, Robinson nahm an Demonstrationen der probritischen Protestanten teil.

Elizabeth II. hatte sich am Vorabend erstmals unter vier Augen mit McGuinness unterhalten. 2012 hatten beide sich zum ersten Mal die Hand gegeben. Ebenso wie der gemeinsame Gefängnisbesuch am Dienstag war das ein wichtiges Symbol im immer noch durch den Nordirland-Konflikt geprägten Großbritannien. Seit einem Friedensabkommen vom Jahr 1998 sind die blutigen Auseinandersetzungen weitgehend beigelegt. Das Gefängnis Crumlin Road Gaol ist heute eine Touristenattraktion.

„Ich weiß, dass es viele Herausforderungen gibt, und Frieden zu stiften, ist nicht immer eine leichte Aufgabe“, sagte die 88-Jährige am Dienstag im Belfaster Rathaus. Doch in Nordirland sei es gelungen, das Unmögliche möglich zu machen. Prinz Philip und sie hätten bei ihrem Besuch gesehen, wie Menschen konstruktiv für das Gemeinwohl zusammenarbeiteten. „Die Welt sehnt sich nach Beispielen für Veränderung zum Guten und nach Menschen, die Streit überwinden. Ich hoffe und glaube, dass Belfast weiterhin ein lebendiges Beispiel dafür bleiben wird.“

dpa/hn

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