Teilerfolg

Rechtsstreit um Erbe der „roten Herzogin“: Kinder bekommen Anteil

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Die Herzogin von Medina Sidonia, Luisa Isabel Alvarez de Toledo, aufgenommen am 26.11.1969.

Cádiz - Die Kinder von Spaniens „roter Herzogin“ Luisa Isabel Álvarez de Toledo haben in einem Prozess um das Erbe eines der bedeutendsten spanischen Adelshäuser einen Teilerfolg errungen.

Die Kinder von Spaniens „roter Herzogin“ Luisa Isabel Álvarez de Toledo (1936-2008) haben in einem Prozess um das Erbe eines der bedeutendsten spanischen Adelshäuser einen Teilerfolg errungen. In dem Rechtsstreit ging es um ein Schloss und um das vielleicht größte Privatarchiv in Europa, das die Herzogin von Medina-Sidonia einer Stiftung vermacht hatte.

Ein Gericht in Sanlúcar de Barrameda in Südspanien entschied am Freitag, dass die Stiftung den zwei Söhnen und der Tochter der Aristokratin für deren Erbanteil eine Summe von rund 33,5 Millionen Euro zahlen müsse. Die Stiftung darf aber das Archiv weiterbetreiben, das sechs Millionen historische Schriftstücke umfasst und im herzöglichen Palast in Sanlúcar de Barrameda untergebracht ist.

Die Adlige, die wegen ihrer Gegnerschaft zur Franco-Diktatur „rote Herzogin“ genannt wurde, hatte die Sammlung einer Stiftung vermacht. Diese wird geleitet von der aus Deutschland stammenden Historikerin Liliane Dahlmann, die die langjährige Lebensgefährtin der Aristokratin war. Die Herzogin hatte die Frau wenige Stunden vor ihrem Tod im März 2008 geheiratet.

dpa

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