Jacht-Ausflug vermiest

Spaniens Polizei verärgert Marokkos König

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Diplomatische Verstimmungen zwischen Marokkos König Mohammed VI. (Foto) und Spaniens Regent Felipe VI.

Madrid - Auf der Jagd nach Schleusern und Drogenhändlern soll die spanische Polizei Marokkos König Mohammed VI. (51) zur Weißglut getrieben haben.

Beamte der paramilitärischen Guardia Civil hielten am 7. August auf dem Mittelmeer vor der Küste der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta eine Jacht des Monarchen an und kündigten eine Durchsuchung an, wie am Montagabend online die spanische Zeitung „El Mundo“ berichtete. Der König sei auf Deck vorgetreten und habe die Beamten angeschrien: „Wissen Sie denn nicht, wer ich bin?“ Erst als der 51-Jährige Mütze und Sonnenbrille abgenommen habe, hätten die Beamten den König erkannt und von ihrem Vorhaben abgesehen.

Mohammed VI. soll so verärgert gewesen, dass er nach Informationen der Zeitung den spanischen König Felipe VI. (46) angerufen habe, um sich zu beschweren. Felipe habe beim Innenministerium in Madrid eine Entschuldigung gefordert, da die spanischen Behörden noch vor dem Zwischenfall über den Aufenthaltsort des marokkanischen Königs informiert gewesen seien.

Das Verhältnis zwischen den Königshäusern von Spanien und Marokko gilt als sehr gut. Erst im Juli besuchten Felipe und seine Frau Letizia den König des nordafrikanischen Landes.

dpa

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