Todessehnsucht

Lana Del Rey und Cobain-Tochter: Twitter-Zoff

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Lana Del Rey: "Ich wünschte, ich wäre tot."

London - US-Sängerin Lana Del Rey, Königin der Pop-Melancholie, wünscht sich nach eigener Aussage, tot zu sein. Die Tochter des verstorbenen Nirvana-Frontmanns Kurt Cobain hat dafür kein Verständnis. 

Lana Del Rey weiß, wie sie sich inszeniert. Nicht nur ihre Songs sind geprägt von tiefschwarzer Melancholie, auch sie selber gibt sich gerne, als sei sie der Welt schon fast abhanden gekommen. Damit hat sie enormen Erfolg: Über Nacht wurde sie 2011 mit der schwermütigen Retro-Ballade "Video Games" weltbekannt, das dazugehörige Video wurde mittlerweile über 57,5 Millionen Mal auf YouTube angeklickt. Der Nachfolge-Hit hieß sogar "Born to die" ("Geboren, um zu sterben"). Das gerade erschienene neue Album der New Yorkerin, "Ultraviolence", schoss in Deutschland auf Platz 3, in England erklomm es sogar an die Spitze der Charts.

Aufsehen erregte vor ein paar Tagen ein Interview, in dem Del Rey, die eigentlich Elizabeth Woolridge Grant heißt, sagte: "Ich wünschte, ich wäre tot." Der Journalist des britischen "Guardian" hatte mit der Künstlerin über ihre Musik-Helden gesprochen, darunter auch über Amy Winehouse und Grunge-Rocker Kurt Cobain. Beide Künstler waren bekannterweise mit nur 27 Jahren einen tragischen Drogentod gestorben. Aus ihren eigenen vergangenen Drogenproblemen machte Del Rey, die dieser Tage gerade 28 geworden ist, nie ein Geheimnis. 

Lana Del Rey: "Angst vor dem Tod, aber..."

Auf die Nachfrage des geschockten Journalisten bekräftigte Del Rey: "Wirklich! Ich will die Musik und das alles eigentlich gar nicht mehr machen müssen - aber ich mache es trotzdem." Sie fügte hinzu: "Ich hätte zwar Angst, wenn ich wüsste, dass der Tod nahe wäre, aber..." Den Satz ließ sie bewusst offen und unheilvoll im Raum wabern.

Als das Interview erschien, bereute die Amerikanerin ihre offenen - oder unbedachten - Worte. Auf Twitter unterstellte sie dem Journalisten, er habe ihre Worte verdreht. Doch der konnte mit Hilfe eines Audio-Mitschnitts beweisen, dass er wahrheitsgemäß berichtet hatte. Die Sängerin löschte ihre Tweets wieder.

Ist Lana Del Rey nun ernsthaft selbstmordgefährdet oder liebäugelt sie nur medienwirksam mit einer romantischen Vorstellung von Erlösung durch den Tod? Eine, die es wissen, muss, ist sich sicher: Es ist Letzteres. Frances Bean Cobain (21), Tochter von Grunge-Rocker Kurt Cobain, der sich vor 20 Jahren das Leben nahm, klärte Del Rey auf Twitter auf: "Der Tod von jungen Musikern ist nichts, was man verherrlichen sollte. Ich werde meinen Vater nie kennenlernen, weil er jung starb. Du findest das "cool", und wegen Leuten wie Dir wird das als erstrebenswert angesehen. Aber das ist es nicht, verdammt noch mal."

Sie fuhr fort: "Sei froh, dass Du am Leben bist, denn Du hast nur eines. Die Menschen, die Du erwähnt hast, haben ihr Leben verschwendet. Du bist viel zu talentiert, um das auch zu tun. Sei nicht einer von ihnen."

Wieder nur ein Missverständnis?

Die so Zurechtgewiesene antwortete, der Sinn ihrer Worte sei in dem Interview verdreht worden: "Ich habe dem Journalisten gesagt, dass ich Deinen Vater mochte, weil er talentiert war, nicht, weil er jung starb. Das andere, was sich sagte, bezog sich nicht auf Kurt und Amy. Diesen Teil der Musik finde ich auch nicht glamourös."

Ihre Unterhaltung löschten beide Damen anschließend wieder von dem Kurznachrichtendienst. Übrig blieb nur ein Tweet der Cobain-Tochter, in dem sie klarstellte: "Ich habe kein Problem mit Lana, ich habe sie nicht angegriffen, sondern nur das Thema aus meiner Sicht dargestellt und die Dinge zurechtgerückt."

hn

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