Von Hyaluron bis Koffein: Mit Augencremes Fältchen bekämpfen

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So strahlen die Augen auch weiterhin: Augencremes pflegen die strapazierte Haut. Foto: Westend61/Knut Schulz

Kleine Fältchen oder dunkle Ringe unter den Augen mag niemand. Eine gute Augencreme kann helfen. Aber was sollte sie enthalten? Und vor allem: was nicht? Ein Überblick über neue Produkte.

Köln (dpa/tmn) - Auf die Augen fällt der Blick unseres Gegenübers meist zuerst. Dummerweise ist die Haut um die Augen auch die Partie unseres Gesichts, bei dem die natürliche Alterung besonders schnell sichtbar wird.

"Dafür gibt es gleich mehrere Gründe", erklärt die Kölner Dermatologin Uta Schlossberger. "Zunächst einmal ist die Haut rund um die Augen zehnmal dünner als die des restlichen Gesichts. Dann strapazieren die mimischen Bewegungen die Haut zusätzlich. Pro Tag kommt der Mensch beispielsweise auf rund 10 000 Lidschläge."

Dazu kommt: Die Haut hat an dieser Stelle so gut wie keine Talgdrüsen, ist also von Natur aus besonders trocken. Das führt schnell zu feinen Linien und den sogenannten Knitterfältchen.

Fest steht also: Die Partie rund um die Augen braucht große Aufmerksamkeit. "Dabei ist es besonders wichtig, auf alle reizenden Stoffe in der Pflege zu verzichten", erläutert Prof. Volker Steinkraus vom Dermatologikum in Hamburg. "Aufgrund der dünnen Haut kommt es nämlich in dieser Region besonders schnell zu Irritationen." Deshalb sollte man die Augenpflege auch nicht verreiben, sondern sorgfältig auftupfen und dann mit leichten, klopfenden Bewegungen verteilen. Das schont die ohnehin dünne Haut.

Viele Frauen glauben, dass ihre normale Tagescreme für die Augenpartie ausreichend ist. "Das ist in vielen Fällen jedoch nicht richtig", erklärt Schlossberger. "Viele Feuchtigkeitscremes enthalten Duft- und Hilfsstoffe, die die Augen reizen können." Es braucht also spezielle Augencremes mit speziellen Inhaltsstoffen.

Was sich als Wirkstoff bei Augencremes bewährt hat, ist Hyaluronsäure, erklärt die Düsseldorfer Hautärztin Anna Mokosch. Hyaluronsäure wird vom Menschen in der Haut selbst produziert. Sie polstert den Teint von innen heraus auf und unterstützt die Kollagenfasern. Mit etwa Mitte 20 lässt die körpereigene Produktion von Hyaluronsäure aber nach - und das macht sich auch rund um die Augen bemerkbar. Sie neigt schneller zur Fältchenbildung und verliert zunehmend Feuchtigkeit.

Hyaluronsäure saugt Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm, so dass der hauteigene Verlust ausgeglichen werden kann. Genau deshalb ist dieser Stoff in vielen Pflegeprodukten für die Augen enthalten. Auch Koffein soll für eine glattere, straffere Augenpartie sorgen. "Dieser Stoff wirkt hautstraffend und regt gleichzeitig die Durchblutung an. Deshalb wird er vor allem bei geschwollenen Augen und gegen Augenringe eingesetzt", erläutert Schlossberger.

Ein anderer Wirkstoff, der oft auf der Zutatenliste von Augencremes steht, ist Retinol. "Hinter diesem Begriff versteckt sich Vitamin A, das das Bindegewebe aufbaut und gleichzeitig Enzyme hemmt, die Kollagen abbauen", sagt Schlossberger. Aber: "Frauen mit empfindlicher Haut sollten bei Retinol etwas vorsichtig sein", fügt Mokosch hinzu. Das gilt noch mehr für die Stoffe Methicone oder Dimethicone, denn dabei handelt es sich um Silikone. "Diese sorgen dafür, dass Fältchen aufgefüllt werden", sagt Schlossberger. "Was sich auf den ersten Blick gut anhört, ist aber nicht ideal für die Haut. Es legt sich wie ein Film über die feinen Poren, die Haut kann schlechter atmen und sich dadurch auch schlechter regenerieren."

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