„Die Schlacht der Fünf Heere“

Weltpremiere des letzten "Hobbit"-Films

Hobbit Weltpremiere
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Schauspielerin Evangeline Lilly am Montag in London bei der Wetpremiere von "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere".

London - Hunderte Fans sind zur Weltpremiere des letzten „Hobbit“-Films nach London gereist. Und vielleicht ist mit „Die Schlacht der Fünf Heere“ ja doch noch nicht alles vorbei?

Ein Ticket für die Weltpremiere? Jess und Cage schütteln die Köpfe, auf denen kunstvoll gearbeitete Elbenkronen auf weißblonden langen Haaren sitzen. Nein, um „Die Schlacht der Fünf Heere“ zu sehen, sind sie nicht in London. „Es geht um den Spaß mit der Gemeinschaft“, sagt Jess. Dafür haben sie sich in stundenlanger Arbeit als Elbenpaar herausgeputzt. Am Montagabend stehen die beiden mit leuchtenden Augen ganz vorn an der Abperrung und sehen Regisseur Peter Jackson, Bilbo-Darsteller Martin Freeman und all die anderen Stars der „Hobbit“-, aber auch der „Herr der Ringe“-Filme.

Auch Ully, Mira und Danny haben keine Tickets. Trotzdem sind sie aus Erfurt, Leipzig und München angereist. Für das grüne Band an ihrem Handgelenk, das den Zugang zum Teppich garantiert, hat Mira mit vielen anderen eine Nacht vor dem Premierenkino campiert. Andere hatten sich sogar schon am Donnerstag auf dem Leicester Square mitten in London platziert. „Die Schlacht der Fünf Heere“ ist schließlich nicht irgendein Fantasyspektakel, sondern der Abschluss der sechsteiligen Mittelerde-Reihe von Oscar-Preisträger Jackson.

Kein Wunder, dass die Fans in London jeden ankommenden Star mit enthusiastischem Kreischen begrüßen und die Darsteller gar nicht hinterherkommen mit dem Autogrammgeben und Posieren für Selfies. Auf die Fragen der Journalisten haben sie alle ähnliche Antworten: „Wunderbar“ sei das alles, „überwältigend“ und auch „ein bisschen traurig“. Passend zum Auenland ist der Teppich, den sie entlanggehen, eigentlich gar nicht rot, sondern grün.

Bereits am Sonntagabend hatten sich Fans auf einer Party auf die Premiere eingestimmt. Das Fanportal TheOneRing.net (Der eine Ring) hatte das Treffen organisiert. In den engen Räumen drängten sich mehr als 200 Freunde des „Herr der Ringe“-Epos von J.R.R. Tolkien, das Jackson ebenso verfilmt hat wie dessen Vorgeschichte, „Der kleine Hobbit“. Viele sind als Hobbits mit pelzigen Füßen, als stolze Elben und tapfere Zwerge verkleidet, sogar ein Drache Smaug ist dabei.

Erster "Herr der Ringe"-Film vor 13 Jahren

13 Jahre ist es her, dass mit „Die Gefährten“ der erste Jackson-Film über Mittelerde ins Kino kam. Jetzt, da sind sich alle einig, endet eine Ära. Ein letztes Mal kämpfen Ian McKellen als Gandalf, Martin Freeman als Bilbo, Orlando Bloom als Legolas und viele andere gegen die Orks, ihre düsteren Verbündeten und das Böse überhaupt.

Der Vorsitzende des britischen Tolkien-Gesellschaft, Shaun Gunner, ist glücklich: Er hat ein Premierenticket ergattert. „Ich glaube, Tolkien hätte die Filme überhaupt nicht gemocht“, sagt er. „Seine Vision von Mittelerde kann kein Regisseur erreichen.“ Das spreche aber nicht gegen Jacksons Filme. „Sie sind die einzige Möglichkeit, Tolkiens Werke auf der Leinwand zu sehen. Jedenfalls für die nächsten Jahre.“

Auszusetzen hat Gunner schon etwas. Er mag die Liebesgeschichte nicht. „Im Hobbit-Buch kommt keine Frau vor. Ich verstehe, dass das ein Problem ist“, gesteht er den Filmemachern zu. Aber die hinzugedichtete Elbin Tauriel sei durch ihre Liebe zu Zwerg Kili „ein bisschen schlecht gemacht“. Diese Meinung vertreten viele Tolkien-Fans. Auch Klamauk und platte Sprüche stören sie. Die hätten in Mittelerde nichts verloren.

Bei aller Kritik: Die Tolkien-Anhänger in London bewundern die Arbeit des Neuseeländers Jackson, sonst wären sie nicht gekommen. Am Teppich gibt es sogar laute „Peter“-Sprechchöre. Und dass es mit den Kinoreisen nach Mittelerde wirklich vorbei sein soll, wollen viele nicht wahrhaben. „Das Silmarillion“ gebe es schließlich auch noch, gibt etwa Kim aus Heidelberg zu bedenken - eine noch viel weiter zurückliegende Vorgeschichte zu „Der Herr der Ringe“.

Letzter "Hobbit"-Film: Bilder der Weltpremiere

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dpa

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