Weltweite Trauer um Hollywoodstar

Das ist Robin Williams' letzter Schnappschuss

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Dieses Selfie postete Robin Williams vor drei Wochen zu seinem Geburtstag.

San Francisco - Er brachte so viele Menschen zum Lachen, doch selbst war er anscheinend unglücklich. Der Oscar-Gewinner Robin Williams ist tot. Ganz Hollywood ist geschockt.

Am Montag (Ortszeit) wurde Robin Williams leblos in seinem Haus in Tiburon bei San Francisco gefunden. Offenbar hatte sich der unter Depressionen leidende Schauspieler das Leben genommen. 

An seinem 63. Geburtstag vor drei Wochen postete der Oscargewinner ("Good Will Hunting") sein letztes - scheinbar fröhliches Foto auf Instagram. Auf dem Selfie ist Williams zusammen mit einem kleinen Äffchen zu sehen. Dabei handelt es sich offenbar um den aus zahlreichen Filmen bekannten Kapuzineraffen Crystal ("Hangover"). "Happy Birthday to me!", kommentierte Williams seinen Schnappschuss.

Ehefrau: "Ehemann und besten Freund verloren"

"Heute Morgen habe ich meinen Ehemann und besten Freund verloren, während die Welt einen ihrer beliebtesten Künstler und liebenswertesten menschlichen Wesen verloren hat", schrieb Williams' Witwe Susan Schneider, mit der der Schauspieler seit 2011 in dritter Ehe verheiratet war. Sie sei untröstlich und hoffe, dass die Erinnerungen an ihren Mann nicht so sehr von seinem Tod, "als von den zahllosen Momenten der Freude und des Lachens" geprägt sein würden, die er Millionen von Menschen verschafft habe.

Zahllose Hollywood-Stars trauerten um den großenSchauspieler.

Vom Stand-up-Komiker zum Oscar-Gewinner

Williams begann seine Karriere als Stand-up-Komiker. Der für sein anarchisches, energiegelandes Spiel bekannte Schauspieler wirkte in zahllosen Filmen mit und holte 1998 den Oscar für die beste Nebenrolle in dem Film "Good Will Hunting". Dreimal wurde er als bester Hauptdarsteller für den begehrten Filmpreis nominiert, für "Good Morning, Vietnam", "Der Club der toten Dichter" und "König der Fischer".

Fortsetzung von "Mrs. Doubtfire" geplant

Im kommenden Jahr sollte Williams eine Fortsetzung seines Kino-Erfolgs "Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen" drehen. Das Projekt wurde nach der Nachricht von seinem Tod abgesagt. Drei Filme mit Williams sind derzeit in der Nachbearbeitung, darunter eine Fortsetzung von "Nacht im Museum", die Ende des Jahres in die Kinos kommen soll.

Weltweite Trauer um Robin Williams

Robin Williams ist tot: Fans und Kollegen in Trauer

Pressekonferenz angekündigt

Für 11 Uhr Ortszeit wurde vom Marin County Sheriff’s Office (San Francisco) eine Pressekonferenz zu den Ermittlungen um den Tod des Schauspielers angekündigt.

Obama würdigt Williams: "Er war einmalig"

US-Präsident Barack Obama hat dem verstorbenen Hollywoodstar und Komiker Robin Williams seine Reverenz erwiesen. Williams sei in seiner Karriere "ein Flieger, ein Arzt, ein Genie, ein Kindermädchen, ein Präsident, ein Professor, ein Peter Pan und alles dazwischen" gewesen, erklärte Obama am Montag (Ortszeit). "Aber er war einmalig."

"Er trat in unser Leben als Außerirdischer - aber schließlich hat er jedes Element des menschlichen Geistes berührt", erklärte der Präsident in Anspielung auf die Rolle als "Mork vom Ork", die Williams Ende der 70er Jahre berühmt gemacht hatte. "Er brachte uns zum Lachen. Er brachte uns zum Weinen. Er schenkte sein unermessliches Talent großzügig allen, die es am meisten brauchten - von unseren Soldaten im Ausland bis zu den Ausgestoßenen auf unseren Straßen."

dpa/AFP/vh

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