Alle Informationen zur europäischen Königsklasse

Die UEFA Champions League

UEFA Champions League
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Der Pokal für den Champions-League-Sieger wird auch "Henkelpot" genannt.

In der UEFA Champions League spielen die besten Vereine des Kontinents um die Krone des Klubfußballs. Hier erhalten Sie alle Informationen zur Champions League.

Der europäische Fußballverband (UEFA) veranstaltet im Rahmen des Europapokals jährlich zwei Klubwettbewerbe: Die Champions League und die Europa League. In der Champions League, auch europäische Königsklasse genannt, treten die besten Vereinsmannschaften aus den einzelnen europäischen Ligen gegeneinander an. In der Europa League spielen die Mannschaften, die sich in ihren nationalen Ligen hinter den Champions-League-Rängen dafür qualifizieren konnten.

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Vom Europapokal der Landesmeister zur Champions League

Die Idee nach einem gemeinsamen europäischen Vereinswettbewerb kam Anfang der 1950er auf. Gabriel Hanot, ehemaliger französischer Nationalspieler und Journalist der französischen Sportzeitung L'Equipe, entwickelte 1954 einen Entwurf für eine "Europameisterschaft der Klubs". Nachdem der Fußball-Weltverband FIFA und die UEFA der Ausarbeitung zugestimmt haben, wurde der Wettbewerb für die besten Fußballvereine Europas in der Saison 1955/56 unter dem Namen Europapokal der Landesmeister ins Leben gerufen. Die Teilnehmer am Europapokal der Landesmeister, dem ersten Europapokal-Wettbewerb, waren ursprünglich die einzelnen europäischen Landesmeister sowie der Titelverteidiger. Die Spiele wurden bis 1991 ausschließlich im K.-o.-System in Hin- und Rückspielen ausgetragen.

Zur Saison 1992/93 wurde der Wettbewerb in Champions League umbenannt. Vor und nach der Umbenennung wurde der Modus über die Jahrzehnte weiterentwickelt. Zur Saison 2009/10 wurde der Qualifikationsmodus der Champions League reformiert. Fix qualifiziert sind nun neben dem Titelverteidiger die Meister der besten zwölf europäischen Ligen - jeweils gemessen am Stand in der UEFA-Verbandskoeffizientenrangliste, auch UEFA-Fünfjahreswertung genannt - sowie die Zweitplatzierten der besten sechs Ligen ebenso wie die Tabellendritten der besten drei Spielklassen. Die verbleibenden zehn Startplätze werden zum einen unter den verbliebenen Meistern (fünf Plätze) und zum anderen unter den besten bisher nicht qualifizierten Mannschaften aus den 15 besten europäischen Ligen (ebenfalls fünf Plätze) ausgespielt. Je nach Platzierung ihres Nationalverbandes im Verbandskoeffizientenklassement müssen die Vereine somit vorab bis zu drei Qualifikationsrunden sowie die Play-Offs überstehen.

Spielmodus der UEFA Champions League

Insgesamt nehmen 32 Fußballvereine an der mit der Gruppenphase beginnenden UEFA Champions-League-Saison teil. Die teilnehmenden Mannschaften werden in acht Gruppen mit jeweils vier Teams gelost. Das Losverfahren findet wie folgt statt: Es gibt vier Lostöpfe mit je acht Mannschaften, die auf die unterschiedlichen acht Gruppen per Zufallsziehung verteilt werden. In Lostopf eins befinden sich der Titelverteidiger sowie die Meister der sieben stärksten Verbände entsprechend der UEFA-Fünfjahreswertung. Die Zuteilung der Vereine in die Lostöpfe zwei bis vier werden je nach Platzierung in der UEFA-Klubkoeffizienten-Rangliste vollzogen.

Für die Losung der Vereine in die Gruppen der Champions League gibt es jedoch folgendes zu beachten: Vereine aus demselben Land dürfen in der Gruppenphase nicht aufeinandertreffen. Die jeweiligen Gruppensieger sowie die Zweitplatzierten ziehen in die K.o.-Phase der Champions League ein. Der Dritte nimmt an der Zwischenrunde der Europa League teil, während der Gruppenletzte aus dem Europapokal ausscheidet.

Die K.o.-Runde der Champions League beginnt in der zweiten Saisonhälfte mit dem Achtelfinale. Dort treffen die Gruppensieger jeweils auf einen Zweitplatzierten. Wobei ebenfalls gilt, dass im Achtelfinale keine Mannschaft auf ein Team aus dem eigenen Nationalverband treffen darf. Auch werden Begegnungen von Teams, die bereits in Gruppenphase aufeinander getroffen sind, ausgeschlossen. Erst ab dem Viertelfinale wird willkürlich gelost. In der K.o.-Phase spielen die Teams in Hin- und Rückspiel um den Einzug in die nächste Runde. Nur das Finale der Champions League wird in einem Endspiel entschieden.

Regeländerungen zur Champions-League-Saison 2015/16 im Überblick

  • Anders als in früheren Jahren befinden sich in Topf eins der Titelverteidiger sowie die Meister aus den sieben punktbesten Landesverbänden. Für die Spielzeit 2015/16 der UEFA Champions League sind daher die Titelträger aus Spanien, England, Deutschland, Italien, Portugal, Frankreich und Russland in Lostopf eins gesetzt.
  • Da Titelverteidiger FC Barcelona auch spanischer Meister geworden ist, geht in der Spielzeit 2015/16 der verbleibende Platz an den niederländischen Meister PSV. Der holländische Verband ist der achtplatzierte Verband.
  • Die Besetzung der restlichen Töpfe zwei bis vier wird wie gewohnt anhand der UEFA-Klubkoeffizienten ermittelt. Zu den Teilnehmern der Gruppenphase gehört auch der FC Sevilla. Die Spanier sind der erste Verein, der durch den Titelgewinn in der Europa League ein Ticket für darauffolgende Champions-League-Saison lösen konnte. Damit schickt Spanien als erster Landesverband fünf Vereine in den Kampf um den silbernen Henkelpott. 

Deutsche Teilnehmer an der UEFA Champions League 2015

In der Spielzeit 2015/16 sind mit dem FC Bayern, dem VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen vier deutsche Vereine in der Champions League vertreten. Die Münchner zählen auch in dieser Saison zum engen Favoritenkreis auf den Champions-League-Sieg und sollten gegen den FC Arsenal, Olympiakos Piräus und Dinamo Zagreb keine Probleme bekommen die Gruppenphase zu überstehen. Ähnliches gilt auch für den VfL Wolfsburg. Der deutsche Vize-Meister und Pokalsieger hat mit ZSKA Moskau, Benfica Lissabon und dem FC Astana eine machbare Gruppe zugelost bekommen. 

Weitaus heftiger hat es Bayer Leverkusen und den Champions-League-Debütanten Borussia Mönchengladbach erwischt. Den "Fohlen" droht in den Duellen mit Manchester City, Juventus Turin und dem FC Sevilla das Aus in der Gruppenphase der Champions League. Sogar das Überwintern in der Europa League wird für die Borussia ein schwieriges Unterfangen. In der Gruppe der Werkself ist Titelverteidiger FC Barcelona der große Favorit. Leverkusen kämpft mit dem AS Rom um den Einzug ins Achtelfinale, während Bate Borissow als klarer Außenseiter gilt.

Die Gruppenphase der Champions League 2015 in der Übersicht

  • Gruppe A: Paris St. Germain, Real Madrid, Schachtar Donezk, Malmö FF
  • Gruppe B: PSV Eindhoven, Manchester United, ZSKA Moskau, VfL Wolfsburg
  • Gruppe C: Benfica Lissabon, Atletico Madrid, Galatasaray Istanbul, FC Astana
  • Gruppe D: Juventus Turin, Manchester City, FC Sevilla, Borussia Mönchengladbach
  • Gruppe E: FC Barcelona, Bayer Leverkusen, AS Rom, Bate Borissow
  • Gruppe F: FC Bayern, FC Arsenal, Olympiakos Piräus, Dinamo Zagreb
  • Gruppe G: FC Chelsea, FC Porto, Dynamo Kiew, Maccabi Tel Aviv
  • Gruppe H: Zenit St. Petersburg, FC Valencia, Olympique Lyon, AA Gent

Das Champions-League-Finale 2016 in Mailand

In Mailand findet zum vierten Mal das Endspiel der europäischen Königsklasse statt und erstmals seit der Champions-League-Saison 2000/01. Das Stadion Guiseppe Meazza bietet bei UEFA-Wettbewerben für 79.394 Zuschauer Platz. Doch keine der beiden ehemaligen italienischen Fußball-Größen Inter und AC Mailand konnten sich für die diesjährige Champions-League-Saison qualifizieren. Daher dürfte sich besonders der FC Bayern München über den Finalort freuen. Der deutsche Rekordmeister gewann im Mai 2001 im Mailänder Stadtteil San Siro nach Elfmeterschießen gegen den FC Valencia erstmals die Champions League und krönte sich zur besten Mannschaft Europas.

Die UEFA Champions League live im Free-TV auf ZDF

Auch in der Saison 2015/16 hat sich das öffentlich-rechtliche ZDF die Übertragungsrechte an der UEFA Champion League gesichert. In der Gruppenphase überträgt das ZDF immer mittwochs eine Partie mit deutscher Beteiligung. Nach der Begegnung zeigt das ZDF Zusammenfassungen der anderen Spiele des Spieltags, darunter die weiteren Begegnungen mit deutscher Beteiligung. 

Die Mittwochsregelung betrifft auch die K.o.-Phase der Champions League. Insofern mindestens zwei deutsche Vereine weiterhin vertreten sind, darf das ZDF keine Begegnung am Dienstag live zeigen. Die UEFA legt die Spiele so, dass bei zwei Mannschaften aus einem Land, eine am Dienstag und die andere am Mittwoch spielt. Sollte jedoch nur noch eine nationale Mannschaft in der Champions League spielen, darf das ZDF auch dienstags von dem deutschen Vertreter live berichten.  

Die UEFA Champions League live im TV auf Sky

Fußballfans, die ohne Einschränkung die Champions League verfolgen wollen, müssen den Pay-TV-Sender Sky abonnieren. Sky bietet alle Spiele in voller Länge an. Die weniger prestigeträchtigen Begegnungen allerdings ohne deutschen Kommentar. Dafür haben die Abonnenten die Auswahl sich zwischen sämtlichen Einzelspielen, der großen Konferenz mit allen Spielen und der deutschen Konferenz zu entscheiden. Die deutsche Konferenz bietet Sky seinen Kunden immer an, wenn zwei nationale Vereine zeitgleich in der Champions League spielen. Der Sender aus Unterföhring beginnt jeweils bereits ab 19 Uhr mit seiner Vorberichterstattung. Die Analyse aller Spiele, mit besonderem Augenmerk auf die Begegnungen mit deutscher Beteiligung, endet um Mitternacht.

Rekordsieger der Champions League und deutsche Titelträger

Rekordsieger in der europäischen Königsklasse ist der spanische Vertreter Real Madrid mit zehn Titelgewinnen. Sechsmal triumphierten die "Königlichen" im Europapokal der Landesmeister, wobei die Spanier die ersten fünf Austragungen des Wettbewerbs für sich entscheiden konnten. Zudem gewannen die Spanier viermal die Champions League. Hinter dem AC Mailand, mit sieben Siegen im höchsten europäischen Vereinswettbewerb, liegen der FC Bayern, der FC Barcelona und der FC Liverpool auf Rang drei der Rekordsieger. Das Trio um den deutschen Rekordmeister durfte bisher fünfmal den Henkelpott in die Höhe halten (gezählt werden auch Finalsiege im Vorgängerwettbewerb Europapokal der Landesmeister). Aus Deutschland waren darüberhinaus noch der Hamburger SV und Borussia Dortmund (jeweils einmal) erfolgreich.

Überblick der Champions-League-Sieger

Saison Sieger der UEFA Champions League Nation Finalort
1992/93 Olympique Marseille Frankreich München
1993/94 AC Mailand Italien Athen
1994/95 Ajax Amsterdam Niederlande Wien
1995/96 Juventus Turin Italien Rom
1996/97 Borussia Dortmund Deutschland München
1997/98 Real Madrid Spanien Amsterdam
1998/99 Manchester United England Barcelona
1999/00 Real Madrid Spanien Paris
2000/01 FC Bayern München Deutschland Mailand
2001/02 Real Madrid Spanien Glasgow
2002/03 AC Mailand Italien Manchester
2003/04 FC Porto Portugal Gelsenkirchen
2004/05 FC Liverpool England Istanbul
2005/06 FC Barcelona Spanien Paris
2006/07 AC Mailand Italien Athen
2007/08 Manchester United England Moskau
2008/09 FC Barcelona Spanien Rom
2009/10 Inter Mailand Italien Madrid
2010/11 FC Barcelona Spanien London
2011/12 FC Chelsea England München
2012/13 FC Bayern München Deutschland London
2013/14 Real Madrid Spanien Lissabon
2014/15 FC Barcelona Spanien Berlin
2015/16 Mailand
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