Er fürchtet um sein Ansehen

Nach Jauch-Talk: Imam nimmt bei Facebook Stellung

Imam Abdul Adhim Kamouss meldet sich auf seiner Facebook-Seite zu Wort.
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Der Auftritt von Imam Abdul Adhim Kamouss in der Talkshow "Günther Jauch" hat Zuschauer und TV-Kritiker aufgeregt.

Berlin - Der Auftritt von Imam Abdul Adhim Kamouss in der Talkshow "Günther Jauch" hat viele Zuschauer und TV-Kritiker geärgert. Jetzt meldet sich der Imam auf seiner Facebook-Seite.

Der Imam Abdul Adhim Kamouss hatte am Sonntagabend mit seiner One-Man-Show im ARD-Talk "Günther Jauch" für einen Eklat gesorgt. Er diskutierte mit den anderen Gästen über das Thema "Gewalt im Namen Allahs – Wie denken unsere Muslime?" und redete alle an die Wand. Moderator Jauch kam nicht gegen ihn an - und das regte viele Zuschauer und Fernsehkritiker nur noch mehr auf. Jetzt hat sich der 37 Jahre alte Imam auf seiner Facebook-Seite gemeldet.

Er postete am Montag: "Liebe Geschwister, um eventuelle Missverständnisse zu vermeiden möchte ich hier kurz eine Erklärung zu der Frage über die Rolle der Frau geben, die in der gestrigen Sendung von Günther Jauch aufgetaucht ist."

Abdul Adhim Kamouss Angst vor schlechtem Image

Er fürchtet um sein Image, da in der Sendung ein umstrittenes Video von ihm gezeigt wurde. Darin sagte er, dass eine Frau nicht ohne Erlaubnis ihres Mannes das Haus verlassen dürfe. Dazu wiederholte der Imam nun auf Facebook das, was er schon in der Sendung betont hätte: dass das Video aus dem Jahr 2002 stamme, aus seiner Anfangszeit als Prediger, und dass er diese Aussage heute nicht mehr vertrete. Er sei nun der Meinung, dass die Frau ihre Angelegenheiten eigenständig regeln könne.

Imam: "Frau muss Mann nicht immer fragen" 

Auf Facebook schob Abdul Adhim Kamouss folgende Begründung nach: "Grundsätzlich darf die Frau allen Erledigungen des Alltags nachgehen, ohne bei jeder Kleinigkeit ihren Mann fragen zu müssen, weil das zu den Selbstverständlichkeiten einer Ehe gehört. Bei Dingen jedoch, die auch den Mann betreffen, und Absprachen untereinander bedürfen, soll die Frau mit ihrem Mann darüber sprechen." Der Imam hatte bis Dienstagmorgen auf seiner Facebook-Seite für diesen Post mehr als 400 Likes bekommen.

In einem weiteren Post vom Montag ergänzte der Imam: "Liebe Geschwister, Beleidigungen und jeglicher negativer verbaler Schlagabtausch mit Nicht-Muslimen ist nicht in meinem und nicht im Sinne des Islams, wir wollen doch Dialog und ein gutes Miteinander und keine zwei Fronten erzeugen."

sah

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