Grimmigen Star wieder im KiKA

"Bernd das Brot": Comeback mit Abstrichen

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Die Plastik "Bernd das Brot" neben dem Erfurter Rathaus.

Erfurt - Comeback für einen bekannten Miesepeter: Die für seine schlechte Laune bekannte KiKA-Kultfigur „Bernd das Brot“ kehrt mit neuen Clips auf den Bildschirm zurück. Doch es wird Änderungen geben

Eigentlich will er nur seine Ruhe, doch damit ist es bald vorbei: Künftig soll „Bernd das Brot“ wieder im Programm des ARD/ZDF-Kinderkanals (KiKA) seinen witzig-grimmigen Charme verbreiten. Der öffentlich-rechtliche Sender mit Sitz in Erfurt will das griesgrämige Kastenbrot mit den viel zu kurzen Armen bereits im nächsten Jahr auf den Bildschirm zurückholen, wie KiKA-Programmgeschäftsführer Michael Stumpf der Nachrichtenagentur dpa sagte. „Bernd ist ein Botschafter für den KiKA und vor allem bei vielen älteren Kindern nach wie vor Kult, er gehört wieder ins Programm“, sagte Stumpf.

Die TV-Figur hatte nach Senderangaben am 30. Dezember 2012 in „Dinner für Brot“ mit den Freunden „Chili dem Schaf“ und „Briegel dem Busch“ den letzten Auftritt im Programm. Seither ist das Aushängeschild des Kinderkanals nur noch nach Sendeschluss ab 21.00 Uhr in einer Nachtschleife als bewegtes Testbild und in vereinzelten Wiederholungen zu sehen. „Wir sind jetzt in der Konzeption“, sagte Stumpf zur geplanten Rückkehr von Bernd. Viele Details wie etwa der Produktionsstandort seien daher noch offen.

Fest steht aber: „Bernd das Brot“ wird, im Gegensatz zu früher, keine eigene Sendung bekommen. „Geplant sind vielmehr kleine, lustige Clips, die sich auch im Internet besser verbreiten lassen“, sagte Stumpf. Zudem wird der übellaunige Bernd auf seine Freunde verzichten müssen und sich allein zurückmelden. „Wir wollen uns auf die Marke konzentrieren, da ist weniger mehr“, begründete Stumpf.

Die TV-Karriere von „Bernd das Brot“ begann 2000 mit der Serie „Tolle Sachen“. Im Laufe der Jahre gab es regelmäßig Sendungen mit dem Kastenbrot und seinen Freunden Chili und Briegel, darunter „Chili TV“ und „Bernd & Friends“. 2004 erhielt Bernd sogar den Grimme-Preis „Spezial“, weil er „das Recht auf schlechte Laune vertritt“.

Das Kastenbrot kam bei seinem jungen Publikum nicht nur wegen seines lustigen Aussehens, sondern insbesondere wegen der witzigen, coolen Sprüche an. Seine Spitzenquote erreichte Bernd im August 2012 mit einem Marktanteil von 22,5 Prozent bei den drei- bis dreizehnjährigen Zuschauern. Den Kommentar des deprimierten Comedy-Stars zu seinem bevorstehenden TV-Comeback dürften alle Fans kennen: „Mist!“

dpa

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