"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus"

Brigitte Nielsen im Dschungelcamp 2016: "Was geht los da rein?"

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Sie hat schon mal die Krone gewonnen: Brigitte Nielsen.

München - Im Dschungelcamp 2016 hört man von Brigitte Nielsen ständig "Was geht los da rein?" Ansonsten bleibt der zweite Auftritt der Ex-Dschungelkönigin unspektakulär.

Update vom 21. Januar 2016: Im Laufe der ersten Woche des Dschungelcamps 2016 bleibt Brigitte Nielsen ziemlich unscheinbar. Die erste Rückkehrerin in der Geschichte der Show wurde bislang weder von den Zuschauern in Dschungelprüfungen gewählt, noch trat sie mit besonderen Momenten in Erscheinung. Mit Jenny Elvers diskutierte sie über die Situation nach einem Alkoholentzug (insbesondere über lästige Paparazzi). Ihre einzige Ekel-Prüfung hatte sie - mit allen anderen Kandidaten - gleich nach dem Einzug zu bestehen.  

Sie war nicht nur Publikumsliebling, sondern auch der Gewinner der sechsten Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" Mit ihrem Satz "Was geht los da rein" erreichte Brigitte Nielsen zudem Kult-Status im Dschungelcamp.

Jetzt will sie es also noch einmal wissen! Das "Ticket" für das Dschungelcamp 2016 sicherte sich die Dänin mit dem Sieg der Sommer-Ausgabe "Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein!" im August vergangenen Jahres. Damit hat sie die Chance, als erste Kandidaten überhaupt, sich erneut die Krone des australischen Dschungels aufzusetzen - und das Zeug dazu hat die Schauspielerin allemal. Schon bei ihrer Teilnahme in der sechsten Staffel zeigte die heute 52-Jährige, wie viel Energie in ihr steckt. Als sie bei ihrer Finalprüfung vier Truthahn-Hoden, püriert mit Ente mit Entenblut sowie einen Straußen-Anus serviert bekommen hatte, brüllte sie noch: "Ich esse kein Arschloch, von niemandem." Aber Brigitte Nielsen tat es trotzdem, holte sich so vier Sterne und legte einmal mehr einen unglaublichen Kampfgeist an den Tag.

Dschungelcamp 2016: Mäßiger Film-Erfolg für Brigitte Nielsen

So meisterte sich nahezu problemlos ihren zweiwöchigen Aufenthalt im Dschungelcamp. Und anders als so manch anderer "Promi"-Insasse hat die Dänen auch so einiges aus ihrem Leben zu erzählen. So nutzte sie die Plattform in der RTL-Show 2012 auch dafür, um über ihren Ex Sylvester Stallone - die beiden waren knapp zwei Jahre verheiratet - abzulästern. "Schrumpfhoden" war nur einer der Begriffe, der in diesem Zusammenhang fiel. Ein guter Liebhaber sei er ebenfalls nicht gewesen, sondern eher wie ein Hase, ein Rammler. Autsch!

Vorname: Brigitte

Nachname: Nielsen

Geburtsdatum: 15. Juli 1963

Geburtsort: Rødovre (Dänemark)

Bekannt aus: Film, Model, Musik, Fernsehen

Doch immerhin verhalf ihr Stallone zu dem Bekanntheitsgrad, den sie noch bis heute genießt. Denn als Schauspielerin hatte Brigitte Nielsen nur mäßigen Erfolg. Ihr erster Film "Red Sonja" 1985 an der Seite von Arnold Schwarzenegger floppte. Wirtschaftlich lief es noch im gleichen Jahr mit "Rocky IV - Der Kampf des Jahrhunderts" wesentlich besser. Weil sich ihr schauspielerisches Talent aber in Grenzen hielt, wurde die Dänin im darauffolgenden Jahr mit der Goldenen Himbeere als "schlechtester Newcomer des Jahres" ausgezeichnet - direkt für ihre ersten beiden Filmrollen. Auch für ihren Auftritt in "Die City-Cobra" - wieder an der Seite von Stallone - wurde sie für den Anti-Oscar nominiert, obwohl der Streifen weltweit rund 160 Millionen Dollar einspielte. "In "Beverly Hills Cop II" gehörte Nielsen 1987 zum Nebencast - was auch für sie persönlich ein Erfolg war. Sie steigerte ihre Popularität, indem sie sich zwischen 1986 und 1989 gleich fünfmal für den Playboy ablichten ließ. In dieser Zeit übernahm Brigitte Nielsen auch ihre erste Hauptrolle - 1988 in "Domino sucht Liebe". Der Film floppte weltweit, die Dänen wurde erneut für die "Goldene Himbeere" nominiert. Auch wenn wie weiter von Film-Produzenten engagiert wurde: Den großen Durchbruch schaffte sie nie.

Besser lief es für die als Model: 1987 arbeitete Nielsen mit dem weltberühmten Fotografen Helmut Newton zusammen, der sie für die "Vanity Fair" ablichtete. Und das mit dem Erfolg, dass sich die Aufnahme später im Bildband "Sumo" wiederfand, dem größten und teuersten Bildband des 20. Jahrhunderts.

Dschungelcamp 2016: Brigitte Nielsen mit besten Voraussetzungen

Es gab aber kaum einen Bereich, in dem sich Brigitte Nielsen nicht probiert hatte. Seit 2000 sorgte sie überwiegend durch Talkshow-Auftritte für Aufmerksamkeit und wusste, ihr Leben zu vermarkten. Nach jahrelangen Drogen- und Alkoholproblemen machte sie einen Entzug - und jeder konnte es in der VH1-Show "Celebrity Rehab with Dr. Drew" sehen. Ebenfalls vor laufenden Kameras unterzog sie sich mehreren schönheitschirurgischen Eingriffen. Und spätestens mit ihrem Mitwirken in der sechsten Staffel des Dschungelcamps war sie medial wieder dick im Geschäft. Mit dem US-Actionfilm "Mercenaries" schaffte Brigitte Nielsen sogar wieder ihr Comeback auf der Kinoleinwand.

Neben dem Versuch, den Durchbruch im Filmgeschäft zu schaffen, versuchte sich die Dänen auch an einer Gesangskarriere. 1987 erschien das Pop-Album "Every Body Tells a Story" - mit überschaubarem Erfolg. Ihren ersten Hit in Deutschland landete sich Ende 1987 auch dank einer Zusammenarbeit mit Falco und Giorgio Moroder mit der Single "Body Next to Body". Doch weitere Versuche, sich als Sängerin dauerhaft einen Namen zu machen, scheiterten.

So beschränkt sich die Action-Dame Nielsen eher Auftritte im TV und will es nun also noch einmal im Dschungel wissen. Dort - das hat sie ja bereits bewiesen - hat sie das Zeug, sich durchzusetzen. Von daher gehört sie sicher zu den Favoriten für den Titel der Dschungelkönigin 2016. Schließlich lässt sich die Power-Frau nicht einmal von Straußen-Anus aufhalten ...

Dschungelcamp 2016: Brigitte Nielsen im Interview

Sie gehen zum zweiten Mal in den Dschungel. Wie fühlt sich das an? 

Es ist ein wunderbares Gefühl! Ich habe die Show im letzten Sommer gewonnen, weil die lieben Zuschauer für mich angerufen haben. Darauf bin ich sehr stolz und aus Dank an meine Fans, gehe ich zurück in den Dschungel.

Freuen Sie sich darauf, zurück in den Dschungel zu gehen?

Ich freue mich riesig! Das ist wieder eine große Herausforderung für mich, um meine Grenzen auszuprobieren. Aber das Problem ist nicht das Essen oder die Dschungelprüfungen, sondern die Leute. Ich weiß noch nicht, wer dieses Mal in das Camp geht. Ich hoffe, dass es eine tolle Gruppe sein wird mit viel positiver Energie. Das ist ganz wichtig. 2012 waren die Männer etwas langweilig.

Die Männer können also nur besser werden? 

Ich hoffe, sie sind dieses Mal interessanter und haben mehr Energie. Das ist wichtig, weil es im Camp nicht so viel zu tun gibt. Man sitzt zusammen am Feuer und alle machen ein trauriges Gesicht, als würden sie lieber nach Hause. Das ist nicht gut. Eine gute Zeit im Dschungel bedeutet Teamarbeit. Auch wenn es ein Wettbewerb ist. Natürlich möchte ich gewinnen, aber man muss auch zusammen arbeiten.

Ist das eine besondere Show für Sie?

Es ist was ganz besonderes, denn ich möchte gerne ins "Guinessbuch der Rekorde" als zweimalige Dschungelkönigin.

Ist es ein Vorteil, zum zweiten Mal im Dschungel zu sein?

Vielleicht ist es sogar besser, wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt. Ich möchte keine ekeligen Sachen essen, aber ich muss es tun, weil ich gewinnen will. Mein Motto ist es, es einfach zu probieren.

Möchten Sie ihren Titel verteidigen?

Na klar! Ich bin nicht da, um mit Schlagen zu spielen. Ich will mir meine Krone zurückholen. Aber ich glaube, das wird nicht leicht, weil die anderen wissen, dass ich schon einmal gewonnen habe.

Wie schätzen Sie ihre Chancen ein?

Wenn die Zuschauer die anderen Kandidaten mehr mögen als mich, dann muss ich das akzeptieren. Dann kann man nicht gewinnen. Aber ich bin ich und ich habe viel Persönlichkeit. Ich gebe 100 Prozent und das ist alles, was ich machen kann. Ich weiß, dass ich wunderbare Fans habe!

Was würden Sie dieses Mal anders machen?

Das Beste, was man machen kann, ist man selbst zu sein. Ich bin ehrlich, ich bin Brigitte und ich spiele kein Spiel.

Ist das Ihr großer Vorteil?

Ja! Etwas vorzuspielen funktioniert nicht. Das sehen die Leute zu Hause.

Welche australische Spezialität aus Ihren Prüfungen würden Sie am ehesten noch einmal essen?

Ich glaube, das Straußen-Arschloch, weil es klein war. Denn du hast nur eine Minute Zeit. Die Truthahn-Hoden waren zu groß.

Sie sagen, für Sie sei alles Hühnchen. Ist das Ihr Trick?

Ja. Das musst du die ganze Zeit im Kopf haben. Denn die Dinge, die du essen sollst, sehen nicht gut aus. Also habe ich mir gedacht: Es sieht zwar nicht aus wie Hühnchen, aber es schmeckt so.

Haben Sie irgendeine australische Spezialität nach Ihrer Zeit im Dschungel noch einmal gegessen? 

Nein! Ich war danach in Los Angeles und da gibt es sowas nicht. Aber wenn ich das wieder machen muss, dann mache ich es.

Sie wollen also auch dieses Mal alle Prüfungen meistern?

Natürlich. Man muss es zumindest probieren.

Ist der Dschungel jetzt genau das richtige für Sie?

Ich habe die Möglichkeit, wieder in den Dschungel zu gehen und ich mache das mit großer Freude.

Gehen Sie zum letzten Mal in den Dschungel?

Ich will weiterhin dabei sein. Aber es wird nicht leicht, noch einmal die Krone zu gewinnen. Aber ich werde es probieren!

Dschungelcamp 2016: Alle Infos im Dschungelcamp-Ressort

Wer ist 2016 sonst noch dabei im Dschungelcamp? Hier sehen Sie alle IBES-Kandidaten auf einen Blick. Alle aktuellen News rund um "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" finden Sie in unserem Dschungelcamp-Ressort.

Marcel Guboff

Marcel Guboff

E-Mail:info@merkur.de

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