"Peinlich", "Dusselig", "Bauerntheater"

"Die Staatsaffäre": Häme und Spott für Ferres-Film

Veronica Ferres
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Veronica Ferres stellte sich Twitter-Kritikern.

Berlin - Während am Dienstagabend ihre Sat.1-Komödie „Die Staatsaffäre“ lief, twitterte Schauspielerin Veronica Ferres mit ihren Fans und stellte sich auch kritischen und teils recht derben Kommentaren.

Die 49-Jährige spielt in dem TV-Film die Rolle der Regierungschefin Anna Bremer, die ausgerechnet in Frankreichs Präsident Guy Dupont (Philippe Caroit) einen früheren One-Night-Stand wiedererkennt.

Unter dem Hashtag #diestaatsaffäre diskutierte die Schauspielerin mit ihren Followern und beantwortete unzählige Fanfragen. Dabei stellte Sie sich auch kritischen Tweets. Ein User mit den Namen „Joams Michael“ schrieb etwa:

Die Schauspielerin antwortete cool:

Dass er sich amüsierte, wies der selbsternannte Online-Fernsehkritiker von sich - und legte noch einen drauf:

In eine ähnliche Kerbe hieb User Mark Paul Haverkamp, der die Polit-Komödie als "holpriges Bauerntheater" bezeichnete. „Ferres als Kanzlerin? Das hat Deutschland nicht verdient“, kommentierte ein anderer User.

Auch im Profi-Feuilleton fand der Film wenig Gnade: „Dusseliger wurde letzter Nerv anspruchsvoller Zuschauer seit der Erfindung Til Schweigers nicht mehr geraubt“, schrieb etwa die "Zeit". Und Fernseh-Entertainer Jan Böhmermann lästerte auf der Plattform des Kurznachrichtendienstes:

Zuschauer verraten Ferres Flirttipps

Die 49-Jährige, die es gewohnt ist, auch sehr intime Fragen in Interviews zu beantworten, nutzte die Gelegenheit und drehte den Spieß um. So fragte sie ihre Follower, ob sie schon einmal verkuppelt worden seien und ob das funktioniert habe. Auch Flirttipps ließ sie sich geben.

Überhaupt zeigte sich die Ferres in Liebesdingen ihrer Fans sehr wissbegierig:

Sie selber glaube ebenfalls an das Schicksal, verriet sie.

Schlüsselszenen kommentierte die 49-Jährige mit Ausrufen wie "Oje...", "Erwischt!" und "Der riecht den Braten" und wollte immer wieder wissen, wie sich die Twitter-Volk in einer Situation verhalten hätte. Nebenbei berichtete sie von ihrer Begegnung mit der echten Kanzlerin und schwärmte von ihrem französischen Kollegen.

Auch Fanfragen stellte sich die Ferres. Userin Melina wollte etwa wissen, ob die erfolgreiche Schauspielerin, die seit gut 25 Jahren im Geschäft ist, immer noch aufgeregt sei, wenn sie sich selber im Fernsehen sehe.

Die antwortete offen:

Offensichtlich fand die Mimin viel Gefallen an dem Twitter-Talk und versprach eine Fortsetzung. Nach dem Abspann schrieb sie:

Viele freuten sich über so viel Fan-Nähe, andere empfanden die Aktion, die ja letztendlich Werbung in eigener Sache ist, als eher peinlich.

Zuschauer stimmen gegen die Ferres-Kanzlerin

Die Quote fiel enttäuschend aus: Mit lediglich 2,65 Millionen Zuschauern war "Die Staatsaffäre" guter Durchschnitt für den Sat.1-Dienstag-Film, aber ziemlich mau für Ferres-Verhältnisse. Mit einem Marktanteil von 9,2 Prozent scheiterte die Ferres-Kanzlerin an der 10-Prozent-Hürde.

Am besten schnitt ab 20.15 Uhr die ARD ab. Die Serie „Paul Kemp - Alles kein Problem“ mit Harald Krassnitzer verbuchte 3,91 Millionen Zuschauer (13,5 Prozent) und die anschließende Krankenhaussoap „In aller Freundschaft“ mit dem Schauplatz Sachsenklinik sogar 5,22 Millionen (17,5 Prozent). Auf die Doppelfolge der RTL-Krimiserie „Bones - Die Knochenjägerin“ entfielen zeitgleich 2,72 Millionen (9,4 Prozent) und 2,68 Millionen Zuschauer (9,3 Prozent).

dpa/hn

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