Reaktionen auf den ARD-Fernsehfilm

So diskutiert das Netz über "Das Ende der Geduld"

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Die Schauspielerinnen Martina Gedeck (l) und Anna Prütz und der Regisseur und Produzent Christian Wagner bei der Preview des Films "Am Ende der Geduld".

Berlin - Der ARD Film "Das Ende der Geduld", der im Rahmen der Themenwoche "Toleranz" am Mittwoch im TV gezeigt wurde, schlägt im Netz hohe Wellen. So wird der Film diskutiert.

Der ARD-Fernsehfilm „Das Ende der Geduld“ über die Probleme der Justiz mit jungen Straftätern aus arabischstämmigen Familien hat viele heftige Reaktionen bei Zuschauern hervorgerufen. In den sozialen Netzwerken erntete das Drama mit Martina Gedeck am Mittwochabend sehr viel Lob, gelegentlich auch strikte Ablehnung. „Dieser Schwerpunkt zur Themenwoche „Toleranz“ hat den Nerv der Öffentlichkeit getroffen“, sagte Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen. 4,79 Millionen Zuschauer schalteten ein.

Bei Twitter schrieb Userin Alena H: „Harter Tobak! Das beschäftigt! Guter Film, der nicht los lässt.“ Auch User Thomas Punzel lobte: „Sehr guter Film, der aufrütteln wird. Man wird das Thema erneut diskutieren, aber leider gibt es wenig Lösungsansätze.“ Nutzer itsjean hinterließ: „Da wird einem das Versagen der deutschen Politik mal wieder schmerzlich bewusst.“

Facebook-User Pio Pio kommentierte auf der Facebook-Seite von ard.de: „Der Film lässt mich sprachlos zurück.“ An derselben Stelle notierte ein anderer Nutzer: „Multikulti ist gescheitert leider.“ Twitter-Nutzerin Friederike B. stichelte gegen den Film: „Schön wie klischeehaft #Neukölln wieder dargestellt wird.“

Es gab bei Facebook und Twitter auch eine Vielzahl Stimmen, die der deutschen Gesellschaft übertriebene Toleranz und Zuwanderern erhöhte Straffälligkeit sowie Missbrauch des Sozialstaates unterstellten.

Das gesendete Drama mit teils drastischen Gewaltdarstellungen ist inspiriert von einem Buch der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, die sich 2010 das Leben nahm, und ist Teil der ARD-Themenwoche zur Toleranz unter dem Motto „Anders als Du denkst“.

Heisig hatte gegen alle Widerstände das Neuköllner Modell initiiert. Nach dem Modell werden die Straftaten von Jugendlichen in wenigen Wochen geahndet - und nicht erst Monate später. Im Anschluss an „Das Ende der Geduld“ blieben 3,58 Millionen Zuschauer bei Anne Wills Diskussionsrunde zum Thema Jugendgewalt dran.

dpa

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