"Ich bin ein Star - holt mich hier raus"

Dschungelcamp 2016: Darum will Gunter Gabriel keine Känguru-Hoden essen

Gunter Gabriel Dschungelcamp 2016
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Gunter Gabriel hat keine Ambitionen, Dschungelkönig zu werden.

Köln - "Ich wollte niemals ins Dschungelcamp": Wenn ein "Promi" diesen Satz sagt, kann man fast schon davon ausgehen, dass er irgendwann doch im Regenwald landet. Genauso war's bei Gunter Gabriel. Er fliegt diesmal nach Down Under und freut sich schon auf einen Mit-Insassen.

Update vom 15. Januar 2016: Wird Gunter Gabriel Dschungelkönig? Die frühere Dschungelkönigin Melanie Müller hat für uns exklusiv den Kandidaten-Check gemacht und verrät, wie sie die Dschungel-Teilnehmer 2016 einschätzt.

"Ich wollte niemals ins Dschungelcamp, ich mag das Konzept einfach nicht", sagte Gunter Gabriel (73) noch vor ein paar Jahren. Doch wenn das Rampenlicht und die Medienaufmerksamkeit fehlen, kann sich auch mal eine Grundsatzüberzeugung ändern. Vielleicht war auch RTL nicht ganz unschuldig - wenn die Gerüchte nämlich stimmen, zahlt der Sender Gunter Gabriel die unglaubliche Summe von 300.000 Euro Gage für den Regenwaldzirkus. Angeblich ist ihm das Geld aber egal.

Dschungelcamp 2016: Gunter Gabriel hat sich schon seine Luxusartikel rausgesucht

Der Sänger plauderte derweil munter aus: "Irgendwann haben die mir das einfach so schmackhaft gemacht, dass ich zugesagt habe." War das also etwa schon eine Vorab-Bestätigung, dass Gunter Gabriel beim Dschungelcamp 2016 dabei ist? Bevor RTL offiziell die Kandidaten verkündete? Dem Express sagte er: "Der Vertrag ist noch nicht ganz ausgehandelt. Ich habe immer abgelehnt und meine Krankheit vorgeschoben, aber das TV-Team krault seit Monaten meine Eier. Jetzt mache ich wohl mit." Er passt jedenfalls ganz hervorragend nach Down Under - irgendwie bekannt ist er ja.

Vorname: Gunter

Nachname: Gabriel

Geburtsdatum: 11. Juni 1942

Geburtsort: Bünde/Westfalen

Bekannt als deutscher Johnny Cash

Offenbar wusste er im Vorfeld auch schon von einem anderen irgendwie bekannten Dschungel-Kollegen: Rolf Zacher. Auf den freut er sich schon. "Den finde ich großartig, ein Underdog wie ich." Gunter Gabriel hat sich auch schon überlegt, welchen Luxusgegenstand er mitnehmen will - es wird nicht seine Gitarre sein, sondern sein Tagebuch. Das zumindest hieß es im Vorfeld. "Ich schreibe Tagebuch, seit ich 13 war", erzählt der Sänger. Eine Sache will er übrigens auf keinen Fall machen im Regenwald: Känguru-Hoden essen. "Never, ich fasse nicht mal meine eigenen Hoden an, weil ich die noch brauche."

Gunter Gabriel im Dschungelcamp 2016: Deutscher Johnny Cash und Stimme des armen Mannes

Gunter Gabriel war früher vor allem Country-Schlager-Sänger. Er machte aus Johnny Cashs "Wanted Man" seine eigene Version und nannte diese "Ich werd' gesucht in Bremerhaven". Danach wurde er "deutscher Johnny Cash" genannt - mit dem US-amerikanischen Country-Sänger war er übrigens gut befreundet. Später wurde Gunter Gabriel mit dem Lied "Hey Boss - ich brauch mehr Geld" zur "Stimme des armen Mannes". Doch mit dem großen Ruhm ließ auch der tiefe Fall nicht lange auf sich warten: Gunter Gabriel investierte sein Geld in die falschen Dinge und verlor schnell zehn Millionen, damals noch deutsche Mark. Auch die Alkoholprobleme waren dann nicht mehr weit.

Um seine Schulden zu bezahlen, hatte Gunter Gabriel 2007 aber eine wahrlich goldwerte Idee: In einer Talkshow im Fernsehen plauderte er ganz öffentlich über seine Schulden. Weil er sich aber sicher war, dass er immer noch jede Menge Fans in Deutschland hatte, rief er die kurzerhand dazu auf, ihn für Konzerte im eigenen Wohnzimmer zu buchen - für schlappe 1000 Euro. Seine Rechnung: 500 Konzerte mal 1000 Euro und "ich bin mit einem Schlag meine ganzen Schulden los". Damit seine Fans sich auch gleich bei ihm melden konnte, hielt er einen Zettel mit seiner Handnummer in die Kamera. Die Rechnung ging auf, Gunter Gabriel war schuldenfrei. Die Wohnzimmerkonzerte macht er bis heute.

Dschungelcamp 2016: "I'm stuck in Dschungelcamp"

Vielleicht dürfen sich ja auch die Busch-"Stars" über das ein oder andere Dschungellied freuen. Gunter Gabriel könnte zum Beispiel ein paar Hits von Johnny Cash zum besten geben: Wenn ihm sein Tagebuch ins Lagerfeuer gefallen ist, könnte er "My diary fell into a burning ring of fire" anstimmen. Oder wenn er über die große Hängebrücke zu Sonja Zietlow und Daniel Hartwich laufen muss, würde "I walk the line" passen. Oder natürlich auch eine Abwandlung von "Folsom Prison Blues", die bei ihm lauten könnte: "I'm stuck in Dschungelcamp and time keeps dragging on" (deutsch: "Ich steck im Dschungelcamp fest und die Zeit zieht sich dahin"). Wenn er es mit ein bisschen Johnny Cash im deutschen Regenwald nicht auf den Dschungelthron schafft, dann wissen wir auch nicht mehr weiter. Außer er befreit sich schon selbst frühzeitig aus dem Regenwaldzirkus mit dem magischen Satz: "Ich bin ein Star - holt mich hier raus."

Dschungelcamp 2016: Gunter Gabriel im Interview

Warum gehen Sie in den Dschungel?

Mein Leben war ein einziger Dschungel. Da habe ich mich immer durchgekämpft. Darum ist das im Grunde nichts Neues für mich. Nur die Palmen und die Tiere sind anders.

Haben Sie Respekt vor den Tieren?

Ich habe nicht nur Respekt, sondern ehre und verehre alle Tiere. Ich habe Ehrfurcht vor dem Leben.

Würden Sie dann auch keine Tiere essen?

Ich esse sehr wenig Fleisch.

Wie stehen Sie zu den Prüfungen?

Ich bin ein Mensch, der Risiken eingeht und daran wächst, sich erfreut und manchmal auch erschreckt.

Wovor hätten Sie am meisten Angst?

Schlangen finde ich schrecklich. Aber ich habe zu wenig Fantasie… Ich lasse mich einfach überraschen.

Nehmen Sie Ihre Gitarre mit ins Camp?

Nein, aber eigentlich finde ich das auch ganz gut. Dann kommt man mal auf andere Gedanken.

Werden Sie die Zuschauer denn singen hören?

Ohne Gitarre? Warum nicht. Dann rappe ich eben.

Wie werden Sie die Zuschauer erleben?

Für viele bin ich ein Arschloch und ein Proll. Aber meine Fans verehren mich wegen meiner Lebenserfahrung, wegen meiner Philosophie und wegen meiner Unerschrockenheit. Ich bin kein Mitläufer. Vielleicht ist das für viele Zuschauer eine neue Seite an mir und vielleicht gewinne ich dadurch neue Fans.

Fühlen Sie sich fit für den Dschungel?

Eigentlich schon. Ich habe zwar schon einige Kilometer auf dem Tacho, aber bisher habe ich immer alles im Leben geschafft. Außerdem habe ich eine Astrologin, die mich berät, eine Weissagerin, eine Kartenlegerin und eine Heilerin. Die haben mich immer durch das Leben geführt. Dann habe ich noch einen Pfarrer, der für mich betet. Ich bin ein sehr spiritueller Mensch.

Was werden Sie im Dschungel besonders vermissen?

Meinen CD-Player, Musik und meine Gitarre. Außerdem werde ich mein Tagebuch vermissen. Da schreibe ich seit meinem 13. Lebensjahr jeden Tag rein. Auch meine Freundin wird mir fehlen.

Wie werden Sie mit möglichen Konfliktsituationen im Dschungelcamp umgehen?

Gelassen. Früher konnte ich das nicht. Mein Mittelfinger ist ja legendär. Aber heutzutage bin ich nicht mehr so rebellisch. Das hat vielleicht auch mit dem Alter zu tun. Ich bin ein friedfertiger und liebevoller Mensch.

Wollen Sie Dschungelkönig werden?

Wettbewerbe mag ich nicht. Ich lasse das Schicksal entscheiden. Anders als Lindenberg wollte ich auch nie im Olympiastadion auftreten. Ich wollte immer nur gute Lieder schreiben, die die Leute lieben…

Dschungelcamp 2016: Alle Infos im Dschungelcamp-Ressort

Wer ist 2016 sonst noch dabei im Dschungelcamp? Hier sehen Sie alle IBES-Kandidaten auf einen Blick. Alle aktuellen News rund um "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" finden Sie in unserem Dschungelcamp-Ressort bei tz.de. Hier geht's zum Themenspecial von RTL.

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