Am fünften Tag in Australien

Dschungelcamp 2016: Thorsten langt zu, Gunter dankt ab

Tapferer Camper: Thorsten futtert sich beim "defekten Promi Dinner" durch sechs Gänge.
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Tapferer Camper: Thorsten futtert sich beim "defekten Promi Dinner" durch sechs Gänge.

Sydney - Er hat nicht zu viel versprochen: Gleich bei seiner ersten Dschungelprüfung räumt Thorsten komplett ab. Er animiert auch Helena. Für Gunter ist an Tag fünf schon Schluss.

Als die Camp-Promis noch in zwei Teams aufgeteilt waren, mussten Thorsten Legat und Helena Fürst vor allem hungern. Denn die "Fürstin" unterlag als Vertreterin von "Snake Rock" noch in jeder Dschungelprüfung im Dschungelcamp. Da kommt die Herausforderung an Tag 5 gerade recht: Beim "defekten Promi Dinner" wartet auf das Duo ein echtes Sechs-Gänge-Menü. Sonja Zietlow verspricht den beiden sogar ein "Festmahl".

Nun ja, davon haben Thorsten und Helena sicher zu keiner Zeit geträumt. Immerhin dürfen die beiden Camper bestimmen, wie sie die verschiedenen Gänge unter sich aufteilen. Aber eine Mindestmenge muss jeder vertilgen. Der Clou: Die Gerichte werden von den Kandidaten selbst zubereitet.

Dschungelcamp 2016: Erst "Bloody Mähry", dann "Dschungelspieß"

Als Aperitif gibt es eine "Bloody Mähry" - ein Glas Emu-Blut mit zwei Lamm-Gehirnen. Das ist so gar nicht nach Helenas Geschmack: "Hirn geht ja noch, aber Blut. Bäääh! Bin ich ein Vampir oder was?" Thorsten saugt das Glas in einem Zug leer, nach einigem Zögern zieht auch Frau Fürst nach.

Bei der Vorspeise mit dem wohlklingenden Namen "Dschungelspieß" müssen insgesamt fünf getrocknete Nashornkäfer und eine zerstückelte Kotzfrucht vertilgt werden. Davon landet jeweils ein Teil auf Helenas Teller, den Rest übernimmt Thorsten - mit Bravour: Die Sterne Nummer drei und vier sind sicher!

Zeit für den Zwischengang: die "Karattensuppe mit Eutern der Provence". Man nehme Rattenschwänze und eine Kuheuter-Spitzen-Garnitur. Und Thorsten scheint tatsächlich Gefallen an der Prüfung zu finden. "Mach einfach, ich esse alles", fordert er Köchin Helena auf. Tatsächlich wird seine Suppe mit je vier Schwänzen und Zitzen angereichert, Helena bekommt demnach jeweils ein Exemplar ab. Erneut sind beide erfolgreich.

Dschungelcamp 2016: Thorsten futtert nach Schwanz auch Anus

Thorsten bereitet das Essen zu.

Als Hauptgang wartet "Spaghetti Polognese aus sonnengereiften Tomaden" - bestehend aus fünf lebenden Strandwürmern, einem Schweine-Anus und sieben Riesenmehlwürmern. Thorstens trockene Reaktion: "Ich habe schon einen Schwanz gegessen, jetzt esse ich auch noch einen Arsch." So lieben wir unsere Dschungel-Promis!

Erneut nimmt Thorsten die XXL-Portion, für Helena bleiben ein Strandwurm, ein Drittel des Anus und zwei Mehlwürmer. Dennoch zu viel für die "Fürstin": "Ne, ich komm nicht zu Pott. Bäh. Die Würmer!" So holt nur der Ex-Fußballer einen weiteren Stern.

Weiter geht's mit der Nachspeise: "Fousse au Kakerlak". Dabei müssen die Camper sechs Entenfüße mit sechs gerösteten Kakerlaken verputzen - das Ganze garniert mit zwei im Mörser zerkleinerten Kakerlaken. Während sich Thorsten erneut den Teller volllädt, tut sich Helena mit einem Entenfuß und einer Kakerlake schwer. Immerhin: Am Ende sind zwei weitere Sterne erspielt.

Dschungelcamp 2016: Zwei "Eggspressos" für Titan Thorsten

Helena betrachtet den "Eggspresso" kritisch.

Fehlt nur noch der Absacker. Was liegt da näher als ein "doppelter Eggspresso"? Jeder bekommt ein Schnapsglas mit pürierten, fermentierten Eiern aufgetischt. Und wie könnte es anders sein? Thorsten ergattert Stern Nummer zehn, Helena winkt angewidert ab.

Zum Abschluss bewerten sich die beiden Schleckermäuler gegenseitig. "Vier Punkte" gibt Thorsten seiner Mit-Camperin: "Weil ich das Meiste gegessen habe, weil sie zwei Dinge nicht gegessen hat und vier Punkte, weil ich dazu stehe."

Und Helena? Die zieht die Höchstnote: "Zehn Punkte, weil er das alles gegessen hat, zehn Punkte auch, weil er immer gesagt hat, dass er alles isst… Ja gut, sehr gut. Super!" Thorsten hat aber nicht genug und leert zum Abschied auch das zweite "Eggspresso"-Glas. Der Mann hat echt Eier!

Dschungelcamp 2016: Ärger um Stuhlgang der alten Männer

Weniger Spaß macht Thorsten der Stuhlgang. Denn das Busch-Klo ist so sehr verschmutzt, dass die Camper sich vor jedem kleinen und großen Geschäft ekeln. "Es ist eine Frechheit. Ich setzte mich nur hin beim Pinkeln. Ich bin nicht einer der im Stehen pinkelt", erklärt der 47-Jährige. Jenny weist auf die Mehrnutzung nach dem Zuzug des zweiten Teams hin: "Ehrlich gesagt, sah das Klo vorher nicht so aus. Es sind halt jetzt mehr Leute drauf. Die Toilette ist schon sehr heftig."

David hat die Camp-Ältesten Rolf und Gunter im Verdacht. "Hier sind Leute drin, die auf die Gesundheit der Anderen scheißen", legt auch Sophia los. Nathalie stimmt zu: "Es waren die alten Männer." Schließlich ringen sich Jenny und David dazu durch, den Putzdienst zu übernehmen. Doch Ricky regt eine Reaktion an: "Was machen die im Altersheim, wenn es nicht funktioniert? Die nehmen eine Windel!"

Ricky und Rolf am Busch-Klo.

Der ehemalige Talkmaster ertappt Rolf quasi auf frischer Tat. Als Ricky den Schauspieler zum Klo begleitet, gesteht der: "Ich finde den Deckel nicht." Zurück im Lager weiht Ricky Brigitte ein: "Ich habe die ganze Zeit vor der Toilette gewartet und gehört, ob etwas in den Eimer gegangen ist. Und ich weiß nicht, ob etwas im Eimer ist." Die Ex von Sylvester Stallone überkommt das Grauen: "Was machen wir, wenn er fällt. Wir sehen nachts nichts. Ich bin keine Krankenschwester." Tja, hätten sie mal das Kleingedruckte in ihren Verträgen genau durchgelesen.

Dschungelcamp 2016: Gunter verabschiedet sich mit Tipp für Jürgen

Der zweite Camp-Oldie zieht dagegen von sich aus die Reißleine. Nachdem er schon mehrmals mit seinem Auszug gedroht hat, macht Gunter an Tag fünf ernst. "Ich bin am Ende", lässt der Sänger seine Mitstreiter wissen: "Deshalb bleiben unsere Bekanntschaft und vielleicht sogar unsere Freundschaft erhalten. Aber ich muss mich schützen. Ich weiß, dass ich schon über meine Grenzen gegangen bin - was ich nicht vermutet habe."

Gunter (l.) verlässt in Begleitung von Dr. Bob das Camp.

Er müsse aufpassen, dass er nicht kaputt gehe. Gunter weiter: "Ich komme ja gar nicht mehr richtig den Weg hier hoch." Nach ein paar warmen Worten an die anderen wird der 73-Jährige dann nachdenklich: "Ich bin altersmäßig noch sechs Jahre entfernt von Udo Jürgens, der einfach umfiel, das ist mir immer im Gedächtnis. Es kann ganz plötzlich kommen. Um darum habe ich gedacht, ich muss die Reißleine ziehen." Der Musiker-Kollege aus Österreich war kurz vor Weihnachten 2014 im Alter von 80 Jahren einem Herzversagen erlegen.

An sein Karriereende verschwendet Gunter aber noch keinen Gedanken. Ganz Geschäftsmann schlägt er Jürgen eine künftige Zusammenarbeit vor: "Wenn du mal einen guten Song brauchst, dann rufe mich an. Ich habe nämlich einen." Dann drückt er Nathalie sein Kopfkissen in die Hand und macht sich auf in die Freiheit. Seine Hängematte wird ihn vermissen.

Tag fünf im Live-Ticker zum Nachlesen

Dschungelcamp 2016: Alle Infos im Dschungelcamp-Ressort

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Marcus Giebel

Marcus Giebel

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