Schweden gewinnt - Deutschland null Punkte

ESC-Ticker: TV-Zuschauer verwehrten Ann Sophie die Punkte

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Ann Sophie ist beim Eurovision Song Contest (ESC) oft nur ganz knapp an den Punkten vorbeigeschrammt.

Wien - Europa hat beim ESC 2015 gewählt - und Deutschland hat keinen Punkt. Schweden darf jubeln. Alle Infos rund um den Eurovision Song Contest erfahren Sie auch am Sonntag hier in unserem Live-Ticker.  

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+++ 16.05 Uhr: Riesenparty in Schweden: ESC-Held Måns Zelmerlöw ist in Stockholm gelandet und wurde von seinen Fans und Landsleuten wie ein Held begrüßt. „Ich fühle mich großartig, aber ich bin ein bisschen müde“, sagte der 28-Jährige. „Das war einer der verrücktesten Flüge, die ich je gemacht habe“, erzählte Zelmerlöw über die Heimreise nach Stockholm. „Die Stewardess ist ein großer Fan, und sie hat das ganze Flugzeug dazu gebracht, „Heroes“ zu singen.“ Er sei überwältigt und könne seinen Triumph noch immer nicht glauben.

+++ 16.01 Uhr: Für Ann Sophie seien eher die TV-Zuschauer als die Jury das Problem gewesen, sagte ESC-Experten Irving Wolther. Die Zuschauer am Fernseher hätten auch einen anderen Sieger gekürt, sagte der ESC-Experte: „Italien hätte bei ihnen haushoch gewonnen, vor Russland und Schweden.“ Weiter sagte Wolther nach einr vorläufigen Analyse des Votings: „Sie hat in der Summe mehrfach den 11., 12. oder 13. Platz belegt." Punkte gibt es nur für die ersten zehn Plätze.

„Das ist wie ein vierter Platz im Sport. Man geht knapp leer aus“, sagte Wolther.

+++ 15.58 Uhr: Die Punkte setzen sich 50:50 aus der Zuschauerabstimmung und der Wertung einer Fachjury zusammen, in der aus Deutschland für den ESC 2015 zum Beispiel die Musiker Mark Forster („Flash mich“), Ferris MC und Johannes Strate von der Band Revolverheld saßen.

+++ 15.54 Uhr: Übrigens: Was macht Irving Wolther zum ESC-Experten? Der Mann hat über den Eurovision Song Contest promoviert.

Ann Sophie knapp an Punkten vorbei geschrammt

+++ 15.52 Uhr: Knapp vorbei ist aber auch vorbei. "Das ist wie ein vierter Platz im Sport. Man geht knapp leer aus", sagte Wolther zur Platzierung von Ann Sophie.

+++ 15.50 Uhr: Nach der vorläufigen Analyse der Jury- und Tele-Votings von Sonntagabend steht fest: Ann Sophie ist nur knapp an Punkten vorbei geschrammt. ESC-Fachmann Irving Wolther bilanziert: "Sie hat in der Summe mehrfach den 11., 12. oder 13. Platz belegt." Punkte gibt es jedoch nur für die ersten zehn Plätze.

+++ 15.48 Uhr: Um 16 Uhr soll die Maschine aus Wien in Stockholm landen: Die Schweden wollen ihrem ESC-Sieger Måns Zelmerlöw einen rauschenden Empfang bereiten. 

Russin hatte Angst vor ihrem Auftritt beim ESC 2015

+++ 15.26 Uhr: Vor ihrem Auftritt habe sie Angst gehabt, gab die russische Sängerin Polina Gagarina zu. Sie habe nicht einschätzen können, wie das Publikum auf sie reagieren würde. Während in der Halle immer wieder Buh-Rufe zu hören waren und während Gagarinas Performance besonders viele Regenbogen-Farben-Fahnen geschwenkt wurden, gab es später jede Menge Punkte für die 28-Jährige. Aus Deutschland bekam sie 12 Punkte.

+++ 15.23 Uhr: So ganz wohl war der russischen Teilnehmerin Polina Gagarina vor ihrem Auftritt beim ESC 2015 in Wien nicht. Die Spannungen zwischen Russland und dem Westen hätten sie ganz schön unter Druck gesetzt, sagte Gagarina.

+++ 15.02 Uhr: Klingt ESC-Sieger Måns Zelmerlöw wie David Guetta? Im Netz finden sich Stimmen, die eine hohe Ähnlichkeit sehen - und hören.

+++ 14.51 Uhr: Bei Twitter gibt es viel Zuspruch für Ann Sophie.

+++ 14.28 Uhr: Ann Sophie und The Makemakers wollen weiterhin auch zusammen Musik machen. Schon vor dem ESC hatten sie passend zum ESC-Motto „Building Bridges“ einige gemeinsame Promotion-Termine. „Wir haben das Motto für uns genutzt, wir haben wirklich eine Brücke gebaut, wir wollen zusammen Musik machen, es sind wundervolle Musiker“, sagte Ann Sophie über ihre österreichischen Kollegen.

Österreich und Deutschland trösten sich gegenseitig

+++ 14.24 Uhr: Österreich und Deutschland halten in der Niederlage zusammen und trösten sich gegenseitig. Die Alpenrepublik ist im Vergleich zu 2014 richtig tief gefallen. Vom ersten Platz mit Conchita Wurst auf den letzten Rang.

+++ 14.19 Uhr: Ann Sophie hat es nach ihrer (unverdienten) Pleite beim ESC 2015 zumindest auf Twitter die Sprache verschlagen. Der letzte Post stammt noch von vor der ESC-Show.

+++ 14.07 Uhr: Nach seinem Sieg stellte sich Måns Zelmerlöw neben Conchita Wurst und sagte: "Wir sind alle Helden, egal, wen wir lieben, mit wem wir zusammen sind, wer wir sind." Noch im vergangenen Jahr hatte er sich weniger tolerant geäußert. Nach einem TV-Auftritt hatte er wohl zu viel getrunken und gesagt, es sei nicht natürlich, wenn Männer mit anderen Männern schlafen wollten, Homosexualität sei eine Abweichung. Später entschuldigte sich der Sänger und erklärte, die Beschreibung als abnormal habe er statistisch gemeint und nicht wertend.

+++ 13.52 Uhr: Kleiner Nachtrag zum Auftritt des Australiers beim ESC 2015: Guy Sebastian holte mit 196 Punkten mehr als dreimal so viele Punkte wie Deutschlands Kandidaten in den vergangenen drei Jahren zusammen.

Nach Nullnummer "am liebsten ausgewandert"

+++ 13.49 Uhr: Als 1965 die Sängerin Ulla Wiesner ein Null-Punkte-Debakel für Deutschland erlebte, wäre sie "am liebsten ausgewandert", wie sie später einmal sagte. Ihre Karriere war mit dem Auftritt quasi beendet.

+++ 13.32 Uhr: Die österreichische Band The Makemakers teilt das Schicksal von Ann Sophie. Keine Punkte. Sie nehmen es mit Humor und nennen sich auf Twitter "Zeroes of Your Time" und denken schon an ihren nächsten Auftritt.

+++ 13.21 Uhr: Vielleicht sollte die ARD beim nächsten ESC wieder mit Stefan Raab zusammenarbeiten? Der hatte bei den deutschen ESC-Top-Ten-Platzierungen der letzten Jahre fast immer die Finger im Spiel: Roman Lob Platz 8 (2012), Lena Meyer-Landrut Platz 1 (2010) und Platz 10 (2011), Max Mutzke Platz 8 (2004), Guildo Horn Platz 7 (1998) und nicht zu vergessen: Stefan Raab selbst mit "Wadde hadde dudde da?" auf Platz 5 im Jahr 2000.

+++ 13.09 Uhr: Die Schweden feierten den ESC-Sieg in der Nacht auf Sonntag wie einen Fußball-Weltmeistertitel. Hunderte Fans waren in Stockholm auf den Straßen unterwegs, schwenkten die Nationalflagge und machten Autokorsos.

Nach ESC-Sieg: 500 SMS und nur vier Stunden Schlaf

+++ 13.06 Uhr: 500 SMS und nur vier Stunden Schlaf hat Måns Zelmerlöw nach seinem Sieg beim ESC 2015 bekommen. Das hat er im schwedischen Fernsehen gesagt.

+++ 12.54 Uhr: Auf Instagram zeigte der neue schwedische ESC-Held, wie es ihm vor der Rückreise ging: Im Halbschlaf auf dem Koffer :)

+++ 12.51 Uhr: Für Måns Zelmerlöw ist ein Traum in Erfüllung gegangen: "Es ist unglaublich. Mein Leben lang habe ich vom ESC geträumt", sagte er nach seinem Sieg. Die Schweden sind nun völlig aus dem Häuschen und feiern ihren Helden. In seiner Heimatstadt Lund wollen sie ihm einen roten Teppich ausrollen.

+++ 12.38 Uhr: Die Fans von Andreas Kümmert sind überzeugt, dass er den ESC in Wien gerockt hätte. Im Gästebuch auf Kümmerts Homepage schreiben sie ihm fleißig aufbauende Worte.  

+++ 12.32 Uhr: Und was sagt ESC-Fachmann Wolther zum Siegerlied "Heroes"? Hier kommt die Antwort: "Der schwedische Song ist ein mittelmäßiges Lied mit sensationeller Performance. Das Land ist im Musik-Business die führende Nation. Sie haben ein Gespür für Mainstream. Nicht umsonst sind Komponisten und Arrangeure aus Schweden international gesucht." Vielleicht sollten wir auch mal einen Songschreiber aus Schweden engagieren???

+++ 12.26 Uhr: Über seinen Siegertitel "Heroes" sagte Måns Zelmerlöw, er handele von seiner eigenen Kindheit. Damals habe er Probleme gehabt, Freunde zu finden. Das dürfte ihm jetzt nicht mehr passieren. Auf Instagram schrieb der Sänger Stunden nach dem Sieg, er könne es selbst noch nicht glauben.

Schweden-Sieger: Von "Let's Dance" zum ESC

+++ 12.21 Uhr: Der schwedische ESC-Sieger Måns Zelmerlöw hat schon Hauptrollen in Musicals gesungen und die schwedische Version von "Let's Dance" gewonnen. Auch als Moderator und Komponist ist er tätig. Beim ESC 2015 in Wien gelang ihm nun sein größter Triumph.

+++ 12.06 Uhr: Nur eine Nation war in der Geschichte des Eurovision Song Contest bisher erfolgreicher als Schweden: Irland. Die Insel-Nation schaffte sieben Titel, zuletzt 1996, als die inzwischen weitgehend in Vergessenheit geratene Eimear Quinn auf den 1. Platz kam. Irlands Musik-Legende Johnny Logan gewann den Pokal gleich zweimal (1980 und 1987).

+++ 11.50 Uhr: Österreichs Vorjahres-Sieger(in) Conchita Wurst bedankte sich nach der ESC 2015-Show via Twitter bei ihren Fans und postete auch fleißig bei Facebook.

+++ 11.39 Uhr Zur allgemeinen Aufmunterung wollen wir hier einmal mehr an bessere deutsche ESC-Zeiten erinnern: Platz 8 schaffte 2004 Max Mutzke mit dem Song "Can't Wait Until Tonight" (und mit Stefan Raabs Hilfe) sowie im Jahr 2001 Schlagersängerin Michelle mit der Ballade "Wer Liebe lebt".

+++ 11.34 Uhr: Wo findet der ESC 2016 statt? Klar ist: Die Schweden sind dran. Bislang haben sie schon fünfmal das ESC-Finale ausgetragen. 1975 (im Jahr nach dem ABBA-Triumph) und 2000 fand die Show in Stockholm statt, 1985 in Göteborg sowie 1992 und 2013 in Malmö.

Wäre Andreas Kümmert beim ESC erfolgreicher gewesen?

+++ 11.22 Uhr: Nach dem gestrigen Abend stellt sich vielleicht der ein oder andere die Frage: Hätte es Andreas Kümmert nach weiter vorne geschafft? ESC-Experte Irving Wolther ist skeptisch: "Als Typ hätte er vielleicht mehr hervorgestochen. Aber er wäre angesichts seiner Schwierigkeiten, mit solchen Events umzugehen, eine tickende Zeitbombe gewesen. Der Stress eines ESC ist ungeheuer."

+++ 11.03 Uhr: Hier noch ein paar Zahlen: 100 Millionen Menschen verfolgten in Europa, Australien und China das ESC-Finale an den Bildschirmen, etwa 10.000 Besucher waren in Wien live in der Halle dabei und rund 25 Millionen Euro musste der ORF für die spektakuläre Show hinblättern.

+++ 10.55 Uhr: Was soll man sagen? Die Schweden sind einfach eine große ESC-Nation! Sechsmal haben unsere Nachbarn schon gewonnen und dabei Weltstars hervorgebracht. Schließlich siegten ABBA 1974 in Brighton mit "Waterloo" und schafften damit den Sprung in die internationalen Charts - und die Musikgeschichte.

ESC-Ehrengast Australien auf Platz 5

+++ 10.49 Uhr: Bei all dem Frust über unseren Platz und die Freude für die Schweden wollen wir den ESC-2015-Neuling Australien nicht vergessen. Für die Aussies gab es viel Lob und viele Punkte. Sänger Guy Sebastian hatte mit dem Popsong „Tonight Again“ als Ehrengast am ESC teilgenommen und wurde Fünfter.  

+++ 10.43 Uhr: Wir erinnern uns einfach an 2010, als Deutschland zu Schland wurde!

+++ 10.39 Uhr: Auch das Auswärtige Amt schickt Ann Sophie via Twitter Grüße - und gratuliert natürlich den Schweden.

+++ 10.32 Uhr: Den letzten deutschen Top-Ten-Auftritt hatte Roman Lob 2012 in Baku mit "Standing Still" (Platz 8 von 26). Übrigens: Der Song wurde damals unter anderem von Superstar Jamie Cullum mitgeschrieben.

+++ 10.25 Uhr: Für Ex-DSDS-Teilnehmerin Gracia ist es 2005 mit dem Lied "Run & Hide" ja auch nicht so richtig gut gelaufen. Sie kam auf den 24. von 24 Plätzen. Und die No Angels schafften mit "Disappear" 2008 auch nur auf Platz 23 (von 25). Die Liste der deutschen Hinterbänkler ließe sich noch verlängern: Roger Cicero, Cascada, Corinna May...

+++ 10.21 Uhr: Wir haben mal ins Archiv geschaut: Ann Sophies Nuller ist nicht der erste in der Geschichte der deutschen ESC-Beiträge. Das schafften 1964 Nora Nora mit dem Lied "Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne" und 1965 Ulla Wiesner mit "Paradies, wo bist Du?" Das haben wir uns gestern Abend auch gefragt :)

Nach ESC: Ann Sophie will weiter Musik machen

+++ 10.11 Uhr: Auch nach den null Punkten beim Eurovision Song Contest 2015 will Sängerin Ann Sophie nicht aufgeben. "Ich werde weiter machen", sagte die 24-Jährige nach dem Finale in Wien. Sie habe sich durch ihre ESC-Teilnahme eine tolle Fan-Basis aufgebaut, was für sie als Künstlerin eine große Chance sei. Enttäuscht ist sie natürlich trotz ihrer guten Leistung: "Null Punkte sind halt null Punkte." Mit ihrem Auftritt war Ann Sophie jedenfalls "sehr zufrieden". Darf sie auch, wie wir finden.

+++ 10.04 Uhr: Aber mal ehrlich: Zwischen den ESC-Siegen von Nicole 1982 mit "Ein bisschen Frieden" und Lenas "Satellite" 2010 lagen fast 30 Jahre. Zwischendrin gab es zwar etliche Top-Ten-Platzierungen ("Wind" schaffte sogar zweimal den 2. Platz), aber halt auch ziemlich viele Flops... Und Ann Sophies Auftritt war schließlich kein Flop, nur leider eine Nullnummer.

+++ 9.59 Uhr: Ob die Pleite beim ESC 2015 Konsequenzen für den deutschen Vorentscheid im kommenden Jahr haben wird, ist noch unklar. ARD-Unterhaltungskoordinator Schreiber ließ das am Abend nach Ann Sophies Auftritt noch offen. Bereits 2013 und 2014 landete Deutschland auf den hinteren Plätzen.

+++ 9.52 Uhr: Auch bei der ARD ist nach dem ESC 2015 die Enttäuschung groß. Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sagte nach dem Debakel: "Wir haben uns etwas anderes gewünscht." Kritik an Ann Sophie äußerte er nicht: "Der Song und die Performance waren besser als null Punkte."

+++ 9.46 Uhr: Wir verstehen zwar kein Schwedisch, schauen uns trotzdem an, was die Kollegen der schwedischen Zeitung Aftonbladet schreiben und behaupten einfach: Die Schweden sind außer Rand und Band. Und irgendwie klingt es ja süß: "Tyskland - 0 poäng"

Schweden-Sieger schaffte es im dritten ESC-Anlauf

+++ 9.40 Uhr: Vielleicht sollte Ann Sophie einfach nochmal beim ESC antreten? Schließlich brauchte Schweden-Star Måns Zelmerlöw auch drei Anläufe. Der 28-jährige Sänger und Tänzer hatte es schon 2007 versucht, wurde beim schwedischen Vorentscheid jedoch nur Dritter. 2009 trat er erneut an und wurde beim Vorentscheid Vierter. 2015 dann hat es geklappt - und seine Landsleute flippen aus vor Begeisterung.

+++ 9.36 Uhr: Nach dem ESC-Finale ist eine Debatte um die Qualität der Musikbeiträge entbrannt. Experte Irving Wolther findet: "Es sind nicht die schlechtesten Songs, die oft auf den hinteren Rängen landen. Meist sind es die ohne Ecken und Kanten. Es war einfach ein sehr starkes Feld."

Österreich war ein toller Gastgeber beim ESC 2015

+++ 9.15 Uhr: Österreich hat sich beim ESC 2015 als toller Gastgeber präsentiert, da sind sich Künstler, Fans und Experten einig. Irving Wolther bilanziert: "Die Künstler, Delegationen und Fans haben das Gefühl bekommen, dass das ganze Land hinter der Veranstaltung steht. Das gab es so noch nie. Der Contest hatte mit „Building Bridges“ auch ein geniales und passendes Motto." 

+++ 9.00 Uhr: 2010 war die Begeisterung des deutschen TV-Publikums noch riesig: Damals sahen 14,7 Millionen Menschen den Sieg von Lena Meyer-Landrut. Den ESC 2011 aus Düsseldorf - erneut mit Lena für Deutschland - verfolgten knapp 14 Millionen Zuschauer.

+++ 8.58 Uhr: Nicht nur Deutschlands Platzierung war beim ESC 2015 denkbar schlecht :) Auch die Einschaltquoten befanden sich im Keller. Durchschnittlich 8,1 Millionen Zuschauer haben das Finale am Samstagabend in der ARD verfolgt. Das ist die schlechteste Quote seit sechs Jahren.  

Schweden ist "eine Supermacht in Sachen Musik"

+++ 8.46 Uhr: Die Begeisterung der Schweden ist grenzenlos: "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Schweden eine Supermacht in Sachen Musik ist“, meint der ehemalige Außenminister Carl Bildt kurz nach dem Sieg von Måns Zelmerlöw beim ESC 2015.

+++ 8.41 Uhr: Die Schweden stehen Kopf - schließlich hatte erst 2012 Sängerin Loreen den ESC-Pokal in den hohen Norden geholt. Nächstes Jahr sind sie jetzt allerdings auch Austragungsland des ESC. Doch von den enormen Kosten lassen sie sich nicht schrecken. Sie wollen 2016 eine "magische Show" abliefern, versprach Hanna Stjärne, die Chefin des Senders SVT. 

+++ 8.34 Uhr: ESC-Experte Irving Wolther findet: "Ann Sophie hat nichts falsch gemacht. Der Song ist ein guter Radiosong, aber auf der Bühne schwer zu inszenieren. Da gerät man leicht in Vergessenheit." Er meint, dass sie vielleicht ein wenig zu ehrgeizig rüber kam: "Lena war es damals ziemlich egal, ob sie gewinnt."

+++ 8.28 Uhr: Nicht nur wir meinen: Ann Sophie muss nicht im Erdboden versinken. Auch ESC-Experte und Kulturwissenschaftler Irving Wolther findet Lob für die deutsche Sängerin: "Ann Sophie hat eine ganz souveräne Performance abgeliefert - und sich im Vergleich zu den anfänglich eher hektischen Auftritten deutlich gesteigert."

+++ 8 Uhr: Schönen guten Morgen! Weiter geht es in unserem ESC-2015-Live-Ticker! Na, die Nullnummer gut verkraftet? Wir schon, dabei sein ist schließlich alles. Auch am Sonntag halten wir Sie mit allen Infos auf dem Laufenden. 

Ann Sophie macht den Rausschmeißer

+++ 1.31 Uhr: "Wir stehen jetzt hier zusammen und haben null Punkte, und wir freuen uns darüber!", lacht Ann Sophie. Und der österreichische Kollege (sieht schon ein bisserl derangiert aus und sagt was wie "ESC is wos andas öös Airplay") ist auch noch ganz entspannt drauf. Es ist halb zwei. Und Ann Sophie betont: "Ich habe euch alle gespürt auf der Reeperbahn. Ich habe nur für Euch gesungen!" Das war dann doch zu wenig. Vielleicht hätte sie auch für die tz-Leser singen sollen :) Und jetzt kommt Johannes Oerding. Gute Nacht!!!

Kopf hoch, Ann Sophie!

+++ 0.50 Uhr: HN & MB: Der Song war's und nicht die Performance. Ann Sophie braucht den Kopf nicht hängen zu lassen. Und es gab weiß Gott (noch) schlechtere Songs als den aus Deutschland. Immerhin sind wir nicht allein: Unsere Nachbarn aus Österreich sind auch bei No Points geblieben. Gewonnen hat Schweden vor Russland und Italien. Gratulation an den Sieger und alle Teilnehmer! Schweden hat mittlerweile sechs Siege beim Eurovision Song Contest eingefahren. Nur die Iren sind noch erfolgreicher. Haakon Nogge (HN) und Matthias Bieber (MB) wünschen allen ein bisschen Frieden und eine angenehme Nachtruhe. Und auf dass zumindest morgen die Löwen einen Punkt holen und weiterhin zweitklassig bleiben!

ESC 2015: Die Schweden sind durch!

+++ 0.44 Uhr: MB: Ein Land, das ABBA hervorgebracht hat, kann ja nur gewinnen :) Die Schweden sind nicht mehr einzuholen. Derzeit ist Russland noch Zweiter, aber die Italiener schmettern sich vielleicht noch vorbei mit ihrem Schmierfilm...

ESC 2015: Die Schweden machen's (wahrscheinlich)

+++ 0.43 Uhr: Die Russen haben in ihrer TV-Übertragung des Eurovision Song Contest übrigens den Auftritt von Conchita Wurst boykottiert und damit erneut ihre Homophobie bewiesen. Wie traurig ist das denn!  
+++ 0.40 Uhr: MB: Peter Urban bezeichnet Lettland als ein "innovatives kleines Völkchen". Die Letten sind immerhin auf Platz 6. Das heißt: Ich bin nicht ganz allein mit meiner Meinung... Italien stimmt ab: 10 Punkte für Russland, 12 Punkte für Schweden. Das schnuppert nach Sieg...

+++ 0.39 Uhr: MB: Die Russen stimmen ab: Acht Punkte für Schweden (31 Punkte vor Russland). Zehn für Belgien - und die zwölf Punkte gehen nicht an Russland (witziger Announcer!), sondern nach Italien. Der ESC 2015 geht in die Endphase... Ach ja, wir haben immer noch keinen Punkt. Die Ösis auch nicht.

ESC 2015: Die Schweden setzen sich ab!

+++ 0.36 Uhr: MB: Zehn Länder stimmen noch ab, aber die Schweden sind derzeit um 21 Punkten vor Russland. Es bleibt spannend!

+++ 0.31 Uhr: MB: Wow! So spannend der Abstiegskampf in der Bundesliga war, so spannend ist es an der Spitze! Nach den Stimmen aus Great Britain führt Schweden um einen Punkt - und jetzt: Georgien gibt Schweden zwei Punkten mehr als Russland.

ESC 2015: No geh wääda: Kaane Punkte from Oostria

+++ 0.26 Uhr: MB: Nicht mal von unseren Alpennachbarn gibt's ein Pünktchen. No Points for the Piefkes! Ich fürchte, wir bleiben bei null. Wie oft kam das eigentlich schon vor??

+++ 0.25 Uhr: MB: Vorne ist's spannend. Und hinten auch. Wird Österreich oder Deutschland zuerst einen Punkt abstauben? Oder keiner bis zum Schluss? Wer macht das Elefantenrennen? Jetzt kommt Österreich. Einen Punkt an den Nachbarn vielleicht...?

+++ 0.23 Uhr: MB: Zwölf Punkte von Deutschland nach Russland! Vielleicht eine kleine Überraschung...

ESC 2015: Wir sind unter uns...

+++ 0.18 Uhr: MB: Jetzt haben nur noch die Ösis und wir No Points :) Übrigens haben die Iren mal wieder Geschmack: 12 Punkte nach Lettland! Bravo, Iren!

+++ 0.13 Uhr: MB: Hihi. Sogar die Ungarn haben schon vier Punkte... So langsam wird's bizarr. Aber wenn die Songs schon zum Großteil fad und pathetisch waren, so würzt wenigstens die Abstimmung den betroffenen wabernden Geist. Die Russen sind vorne, die Schweden auf der zwei. Erinnert an Eishockey meiner Teenagerzeit. Aber wir sind ja 2015, beim ESC.

ESC 2015: Germany: No Points!

+++ 0.10 Uhr: So langsam könnten mal die ersten Punkte eintröpfeln :) Mittlerweile gibt es nur noch vier Länder ohne Punkte. Mittelfeld für Ann Sophie ist mittlerweile mehr als mittelutopisch...

+++ 0.03 Uhr: HN: Die Punktevergabe ist ein großes Politikum und sehr umstritten beim Eurovision Song Contest. Eine sehr interessante interaktive Übersicht beim ESC hat die "Zeit" zusammengestellt. Wer hier die einzelnen Länder anklickt, erfährt, wer in den vergangenen 20 Jahren welchem Konkurrenten mit Vorliebe wählte und wer wem seine Punkte vorwiegend versagte.  

+++ 0 Uhr: MB: Ich liege wie immer grundverkehrt. Italien führt. Ích bin für den ESC nicht geboren. Auch 2015 nicht.

23.59 Uhr: MB: Öha! Nur zehn Punkte von Griechenland nach Zypern... Wir haben übrigens noch 0 Punkte. Aber von Griechenland hätten wir ohnehin keine bekommen.

ESC 2015: Die Abstimmung hat begonnen!

+++ 23. 55 Uhr: Nix Neues, wie immer: Man schustert den Nachbarn die Punkte zu...

+++ 23.54 Uhr: MB: Der TV-Produzent Jon Ola Sand wird's zwar nicht sagen, aber wir finden: In diesem Jahr war beim ESC 2015 ganz schön Sand im Getriebe. Und jetzt geht's los mit der Auswertung!!

ESC 2015: Gleich ist's vorbei - jetzt noch abstimmen!

Auf geht's! Stimmen Sie für Lettland! :))

+++ 23.30 Uhr: MB: Im tz-Interview hat der Grubinger vor einer Woche gesagt, dass er einfach nur die Menschen für Musik begeistern will. Ich glaube, er lebt das - im Gegensatz zu manchem Teilnehmer des ESC 2015 - deutlich vor. Der Mann ist einfach nur Musik.

ESC 2015: Der Eurovision Song Contest in Bildern

ESC 2015: Der Eurovision Song Contest in Bildern

+++ 23.26 Uhr: MB: Falls Sie sich grad gefragt haben, was das für schöne Musik mit den Hörnern war: Das ist aus Gustav Mahlers dritter Symphonie. Am besten, Sie hören Sie mal ganz an. Ist ein echter Brocken, ca. 1 Stunde 40 Minuten lang, aber beim Finale bläst es Sie vor Schönheit aus dem Sitz.

ESC 2015: Vor der Auswertung kommt Grubinger

+++ 23.18 Uhr: MB: Jetzt kommt einer der wunderbarsten Musiker, die ich kenne: Martin Grubinger sorgt mit einem Haufen erstklassiger Musiker für den "Pausenfüller". Keine Ahnung, wie das wird. Nur so viel: Der junge Mann ist einer der großartigsten Percussionisten unserer Zeit und ein sowas von netter, völlig normaler, witziger und blitzgescheiter Typ, dass es jedesmal eine Freude ist, ihn zu interviewen. Und: Der Salzburger Martin Grubinger ist seit seiner Geburt ein eingefleischter FC-Bayern-Fan.

+++ 23.15 Uhr: MB: Für mich, der klassische Musik vergöttert, ist so etwas wie aus Italien das Allerdümmste, was man tun kann. Und, sorry Herr Urban, da liegen auch Sie so was von falsch: Er bezeichnet das Ding doch glatt als "klassisch". Herrgott, weil ein bisschen Streichersoße drunterliegt? Weil drei Sänger auf einmal auf der Bühne stehen? Das hat so viel mit Klassik zu tun wie Conchita Wurst mit Bruce Springsteen oder wie der ESC 2015 mit Schuberts "Winterreise". Wenn es nach mir geht (aber das tut's ja leider nie), fliegt Italien mit Pauken und Trompeten mit null Punkten über den Brenner nach Hause.

+++ 23.13 Uhr: HN: Die drei Tenöre aus Italien schmettern - wovon sonst - von Liebe und zeigen dabei ständig in die Kamera. Millionen Frauen bringt der Schmelz der Latin-Lover sicher zum Schmelzen. Die können dann ja auch für sie abstimmen. 

+++ 23.11 Uhr: MB: Dass Elhaida lebt, liegt auf jeden Fall nicht an ihrer Vorsicht vor übermäßiger Sonneneinstrahlung. Ihr ansehnlicher Ausschnitt zeitigt einen satten Rotstich. Und das Lied? Eher farblos. Ach ja, wie viele Songs der Eurovision Song Contest schon für die Tonne geschrieben hat? Unzählige. Aber ab und zu, wie 2015 aus Lettland, ist eine Perle dabei. Die aber nicht gewinnen wird... 

+++ 23.09 Uhr: HN: Die albanische Sängerin Elhaida singt "I'm Alive", als ginge es um ihr Leben, das sie aber nicht wirklich zu genießen scheint. Genießen kann man ihren semisämigen Song auch nur so halb, dafür hat man Derartiges einfach schon viel zu oft gehört.

+++ 23.05 Uhr: MB: Hähä, wie sagt Peter Urban so schön: "Polinas Friedensappell in Gott.. pardon: Putins Ohr." Mich regt es einfach nur auf, wenn Damen nach einer Performance die Tränenmaschinerie anwerfen. Bei Polina noch stärker als bei Gwyneth Paltrow, einst bei der Oscar-Verleihung. Der Song: stark gesungen, aber einfach russisch von seiner plakativen Seite. Die Russen hatten nämlich nicht nur Tschaikowskys Gejammer (gut, der hat auch gute Sachen geschrieben), sondern auch Mussorgsky oder Dostojewski. Ich finde den Song fragwürdig und deutlich über meiner ganz subjektiven Kitsch-Geschmacksgrenze. Der ESC 2015 geht in die vorletzte Runde - mit Albanien. Danach nur noch Italien...

+++ 23.04 Uhr: HN: Putin schickt eine Blondine mit Friedensappell ins Rennen. Was für ein Hohn! Singen kann Polina, die Ballade rührt sie selber am Schluss zu Tränen. Aber ein komischer Nachgeschmack bleibt.

ESC 2015: Twilight-Wölfe sorgen für Pathos und Schmunzeln

+++ 23.00 Uhr: MB: Da ist es mal wieder, das Phänomen der Popmusik: Der Refrain klingt eigentlich wie "Who Wants To Live Forever" (Sorry, Queen-Exegeten). Aber was sind schon drei Töne, wenn es um Leidenschaft, Performance, Stimme geht? Elnur aus Aserbaidschan singt hübsch, das Lied ist aber halt leider nur Pathos. Da fehlen einfach diese gewissen Kraftkörner, um wirklich anzurühren. Aus den Ohren, aus dem Sinn.

+++ 22.59 Uhr: HN: Endlich! Eine durchgeknallte Choreo hart bei diesem ESC 2015 noch gefehlt. Zwei Wölfe tanzen um den aserbaidschanischen Sänger herum, im Hintergrund leuchtet der Twilight-Mond. Das Lied ist, wie nicht anders zu erwarten, Pathos pur.  

+++ 22.56 Uhr: MB: Mein lieber Schwan! Mein lieber Black Swan! Was war das denn? Der ESC 2015 ist um eine dunkle Dame reicher. Nina packt die Peitsche aus. Man sieht sie sehr gerne an, und es jagen Gruselschauer über den Rücken. Jetzt müssten eigentlich die martialischen Antikriegssongs vorbei sein. Ins obere Drittel gehört die Dame schon. Aber ich weiß nicht, ob ich das unter rein musikalischen Aspekten begründen kann...

+++ 22.55 Uhr: HN: Bei Nina aus Georgien stellt sich vorrangig die Frage: Wie viele Raben mussten für diese Schulterpolster sterben? Die Krieger-Ballade der Königin der Nacht in Lack und Leder kracht aber ganz gut. Mitkomponist ist ein Loreen-Schreiber, und das hört man auch.

+++ 22.53 Uhr: MB: Neee... Was ist das denn aus Ungarn? Gulasch muss brennen, wenn es gehen hinein und wenn es kommen wieder hinaus, heißt es in der Piroschka. Das ist maximal eine Wassersuppe. Herrschaft, geht's noch fader? Und dazu das Rampentheater, das sogar einen ausgesprochenen Regietheater-Hasser gehörig aufregen sollte. Hungary - no Points.

+++ 22.51 Uhr: HN: Boggie aus Ungarn - bei der Polin haben wir es uns nicht getraut zu schreiben, hier muss es sein: Klingt wie eingeschlafene Füße. Ganz schlimm. Wo sind die Finnen-Punks, wenn man sie mal braucht?

ESC 2015: Olé: Spanien huldigt Pep und dem FCB...

+++ 22.48 Uhr: MB: Die spanische Dame hat ein Herz für den FC Bayern: erst rot, dann eine Art weiß als Hommage an Landsmann Pep Guardiola. Und dann hat sie ein wenig bei Loreen geguckt, weil ihr auf einmal so ein muskulöser Tänzer von hinten um die Hüften greift und für Wirbel sorgt. Der Song sorgt weniger für Wirbel. Aber mit viel gutem Willen könnte man noch eine zweite Hommage an den Freistaat heraushören: Der Refrain hat eine Art Jodel-Element. Europameister werden die Spanier wohl trotzdem nicht. Olé!

+++ 22.46 Uhr: HN: Die Spanierin Edurne macht einen auf Rotkäppchen, das sich zur Silbermarie wandelt . Singen kann sie, hübsch ist sie dazu auch noch. Die Windmaschine verrichtet zuverlässig ihren Dienst, ansonsten ist "Amancer" recht fad.

+++ 22.45 Uhr: MB: Die rumänische Band kommt sehr sympathisch rüber. Der Song kommt sehr apathisch rüber. Die Platzierung wird eher symptomatisch weit hinten sein. Jetzt könnte der Eurovision Song Contest 2015 mal wieder eine Vision hervorzaubern. Aber die Lettin war ja leider schon. Könnte die nicht nochmal singen? Nur, wenn sie nochmal singen darf. Wenn sie gewinnt. Ich muss schon wieder weinen...

+++ 22.43 Uhr: HN: Und da ist er wieder, der besagte ESC-Einheitsbrei: Die Rumänen packen ein wichtiges soziales Problem in ihrer Heimat an, genauso schwerfällig ist ihr Song. Das passt zwar zusammen, doch begeistern können Voltaj nicht so recht. 

ESC 2015: Was für ein toller (aussichtsloser) Auftritt!

+++ 22.40 Uhr: MB: Ich muss jetzt schon weinen. Weil das Lied keine Chance hat - aber ich es das geilste des gesamten ESC 2015 finde! Die ätherische Schlangenfrau im roten Gewand und im Elektro-Sprengsel-Sound-Kleid ist einfach nur anders. Klar, eine Schlangenfrau kann ja gar nicht tanzen. Hat ja keine Beine. Aber das Ding ist einfach sensationell! Und jetzt weine ich weiter, weil die Dame aus Lettland leider, leider ihrer Zeit voraus ist. Zumindest der ESC-Zeit. HN, und jetzt werden wir grade wieder in die Eurovision-Welt geerdet. Mit Rumänien.

+++ 22.38 Uhr: HN: Dubstep-Elemente  und eine Hammerstimme lassen den Song der Lettin Aminata aus dem ESC-Einheitsbrei im allerbesten Sinne hervorstechen. TOLL!!! Dass sie sich dabei nicht bewegt, ist egal - tanzen Sie mal mit 50 Meter Tüll an ihren Knien!

+++ 22.36 Uhr: MB: Das wird sicherlich kein Sieg beim ESC 2015. Der Beitrag aus Polen ist eher eine Einladung zum sanften Schlummerbad am Samstagabend (frei nach Wilhelm Busch). Nein, das haut keinen vom Hocker.

+++ 22.35 Uhr: HN: Ach Polen, noch bist du nicht verloren, aber mit dem Song wirst Du auch nicht sehr weit kommen.

ESC 2015: Jetzt kommt Deutschland!

+++ 22.31: MB: Also, da hat sich Ann Sophie auf jeden Fall nicht lumpen lassen. Ihr Auftritt war sehr, sehr stark, der Falsettton ganz am Schluss kam noch fein rausgerotzt und mit gehörig sinnlichem Tremolo. Das Problem ist nur: Der Eurovision Song Contest 2015 hat bisher deutlich ambitionierte SONGS gehabt. "Black Smoke", alles ganz in Schwarz vorgetragen, kann wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Und außerdem, durfte man vorab lesen: Frauen gewinnen zwar häufiger als Männer, aber sie müssen erstens blond sein und zweitens weiß angezogen. Trotzdem, Ann Sophie: Kompliment! Der Song packt es nicht, aber Du warst fabelhaft!

+++ 22.30 Uhr: HN: Ann Sophie singt ihr "Black Smoke" sehr routiniert, da stimmt jeder Ton und auch der Catsuit sitzt. Aber wirklich mitreißen kann sie mich nicht.

+++ 22.28 Uhr: MB: Knez knatscht sich so durch. Die Choreografie seiner Beiwerk-Damen ist angreifbar. Aber auch hier zumindest ein bisserl Klang-Melange aus seiner Heimat, was ich ja bekanntlich ganz sympathisch finde. Und jetzt kommt Ann Sophie!

+++ 22.26 Uhr: HN: Die Klamotte hat der Knez aus Montenegro sicher aus den Restbeständen von Siegfried und Roy geklaut. Die Bratscherin hingegen trägt einen Alu-Hut. Will sie sich gegen Strahlen aus dem Weltall schützen? "Adio" heißt das Lied, und auch für den Beitrag wird es wohl im Endergebnis "Adio" heißen. 

+++ 22.24 Uhr: MB: Eigentlich müsste sich Griechenland ja warm anziehen, und es pfeift auch der Dame ganz gut durch das spärlich bestoffte Kleidchen (Finanznot?). Zudem singt sie was von "nothing left", was zumindest eine politische Deutung zulässt, ohne sie mit dem Souflaki-Spieß reinzubohren. Und das Lied? Sie weint. Ich nicht. Einfach mal wieder zu viel Pathos und zu wenig Substanz.

+++ 22.21 Uhr: HN: Griechenland mit einem der schmachtfetzendsten Balladen des Abends. Die Puste geht Maria Elena Kiriakou bei "One last breath" nicht aus, und auch der obligatorische harmonische Rückung fehlt ebenso wenig wie die Windmaschine. Aber muss so viel Pathos wirklich sein?

ESC 2015: Alarmsignal - der Flügel brennt!

+++ 22.19 Uhr: MB: Brennende Flügel?? Das sollte eigentlich durch sein. Samma schließlich beim European Song Contest 2015 und nicht bei Jimi Hendrix 1965. Außerdem stürzt ein Phönix ja bekanntlich ab, wenn er brennt. Bei Harry Potter zumindest. Also, ich sag mal: Der Mann mit dem Jennerwein-Hut und seine Mannen kommen nicht wirklich weit.

+++ 22.16 Uhr: HN: Die Österreicher wandeln auf den Spuren der Beatles, sie versuchen es zumindest. Aber auch mit einem brennenden Klavier kommen The Makemakes beim Eurovision Song Contest nicht an die Klasse von Lennon und McCartney ran. 

+++ 22.14 Uhr: MB: Die belgische Kampfwaffel erinnert mich mit ihrem Song irgendwie an Tears For Fears und "Shout" (kennt das noch jemand? War aus den 80ern, ich alter Sack!). Aber der Song geht ganz gut ab, und dass alle unisono vor sich hinshouten, stört überhaupt nicht. Kommt ins obere Drittel. Und jetzt unsere Alpen-Nachbarn.

+++ 22.13 Uhr: HN: Der Belgier mit seiner glockenhellen Stimme rapapapt wie ein kleiner Justin Timberlake im R'n'B-Style. Jubel in Wien.

ESC 2015: Die ersten Elf sind durch

+++ 22.10 Uhr: MB: So, die erste Schnapszahl ist voll. Der Schwede wird's wohl, bisher findet sich viel eher Betuliches, Schwerblütiges und sehr wenig Flippiges. Eine Gaudishow ist das nicht...

+++ Und der Australier? Sorgt für Schunkelfeeling und gute Stimmung, haut aber auch nicht wirklich vom Hocker. Irgendwie fehlt mir das bestimmte Etwas. Wir sind hier schließlich beim Song Contest und nicht bei einem Nachwuchswettbewerb für Intellektuelle.

+++ 22.06 Uhr: MB: Erinnert mich nicht nur an Elvis Costello, sondern irgendwie auch an den Benny aus der Lindenstraße. Mei, das Lied ist ganz hübsch, und dass er gerne für sie oder ihn dagewesen wäre, glaube ich ihm sofort. Aber bei dem Tempo schafft er das nie mehr rechtzeitig zum Herzblatt.

+++ 22.04 Uhr: HN: Zypern schickt einen jungen Mann ins Rennen, der aussieht wie eine Kreuzung aus Elvis Costello und einem Finanzbeamten. Zum Glück singt er aber nicht so. Lichtermeer für die sanfte, aber doch arg harmlose  Ballade.

ESC 2015: Jetzt kommt der Favorit aus Schweden

+++ 22.03 Uhr: MB: Bis zum Refrain war ich mir sicher: Das ist die Numero uno! Das ist der Sieger. Die Animation zu Beginn, der starke Einstieg, die rotzig-romantische Gitarre. Und dann kommt der Refrain, und der stampft eher durchschnittlich dahin. Ich bin mir nicht mehr so sicher. Aber wahrscheinlich sehen das die Jury und die Voter anders. Eins steht für mich fest: An den fantastischen Song seiner Landsfrau Loreen kommt das Ding nie und nimmer heran.

+++ 21.59 Uhr: HN: Ist ihm der Sieg noch zu nehmen? Der Schwede Zelmerlöw trumpft mit einer spektakulären Licht-Show auf, und das Lied geht ins Ohr und klemmt sich da fest. 

+++ 21.57 Uhr: Wow! Starke Ballade, HN, schon wieder sind wir einer Meinung! Der neunte Song ist zwar nicht die Neunte, aber die Frau singt wie Adele (minus 90 kg), und beide können toll und schmerzfrei ins Falsett hüpfen. Der Song ist mutig langsam, hängt nicht, hat Potenzial und einen Refrain, der so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht, obwohl er alles andere als billig ist. Und jetzt kommt ein Favorit...

+++ 21.54: Uhr: HN: Auf die norwegische Mörder-Ballade wäre Nick Cave sicher stolz. Schwermütig kommt "A Monster like me" daher, kann aber auch bei so einem an sich spaßigen Contest sicher hervorragend punkten.

+++ 21.53 Uhr: MB: Ja, HN, da sind wir eine Meinung: Die gute Bojana aus Serbien hat was. Sieht zwar aus wie eine Königin der Nacht auf einer Opernbühne der 50er-Jahre, aber das Lied hat genau die wichtige Würze aus Emotion und einen Hauch von Ekstase, und die Dame hat eine Stimme, die ihrem Körperbau angemessen ist. Bisher mein Favorit.

+++ 21.50: HN: Die serbische Beth Ditto hat schon im Halbfinale für Begeisterungsstürme gesorgt. "Yes, I'm different, and that's okay", singt sie, und singen kann sie wahrhaftig. Tolle Botschaft, mehr als überzeugend vorgetragen. Und als der Beat einsetzt, gibt's kein Halten mehr.

ESC 2015: Mumford & Sons und Queen sind fast auch dabei

+++ 21.48 Uhr: MB: Jetzt wird's finster fröhlich. Put your hands in the air! kommt auch noch. Geht's noch?? Hilfe! Was für ein dünnes, dümmliches Nümmerchen. Wie die Küsschen. Round and round and round. Rund maximal in seiner naiven, tja, Einfachheit. Von mir gibt's trotz der von HN erwähnten Dame no Points.

+++ 21.46 Uhr: HN: Litauen versucht sich beim ESC 2015 als Kopie von Mumford&Sons, Banjo inklusive. Auch geknutscht werden darf. Kollege Bieber ist begeistert vom Röckchen der Dame. Wenigstens das Auge hat was, an dem es sich erfreuen kann.

+++ 21.45 Uhr: MB: Das war eine glatte Themaverfehlung. Der European Song Contest ist auch 2015 nicht der Ort für derartige Stoffe. Immerhin singen die Leute gerne mal in Sext-Abständen.

+++ 21.42 Uhr: HN: Es wird politisch: Die Armenier singen über das historische Massaker an ihrem Volk, das kürzlich auch in Deutschland für Diskussionen gesorgt hat. Die Völkermord-Ballade kommt aber nicht schlecht. 

+++ 21.41 Uhr: MB: Öha. Eine rosa Frau macht noch keinen Frühling. Ich glaube, da schippert Great Britain ganz weit hinten im Ozean. Schiffbruch, Tretboot in Seenot. Ich glaube, die könnten deutlich hinter Ann Sophie liegen. Und das ist ja zumindest beim Fußball Pflicht :) Hat Dich schon was umgehauen beim ESC 2015, HN?

+++ 21.39 Uhr: HN: Retro-Quark mit einer Satchmo-Parodie kommt aus England. Ist das britischer Humor? Ich kann jedenfalls nicht lachen. 

ESC 2015: Ein Tränchen fließt bei den Esten

+++ 21.37 Uhr: MB: ESC 2015, ich finde, der Este und seine Dame hatten was. Eine Art coole Countrynummer mit jazzigen Bläser-Einwürfen, unaufgeregt, und die Frau hat wirklich ein Tränchen fließen lassen. HN, übernehmen Sie!

+++ 21.34 Uhr: HN: Elina Born & Stig Rästa aus Estland zählen mit ihrer Folk-Ballade "Goodbye to yesterday" zu den Favoriten des Eurovision Song Contest. Hoffentlich hört Reamonn nicht zu, denn der Song könnte ihm unheimlich bekannt vorkommen - sein "Tonight" war aber zuerst da. Der Welt wird das egal sein. Ein vorderer Platz ist sicher drin.

+++ 21.33 Uhr: MB: MAAAMAAA! Das kennen wir von Freddie, HN hat recht. Und, pardon, von Heintje. Der anschließende Tanz ist eher müde, Midtempo, das soll ein Favorit sein? Glaub ich nicht. Die Schuhe gülden, die Show deutlich mehr als der musikalische Nährwert. Aber immerhin: Ein bisserl Lokalkolorit hört man durch aus Nadavs Heimat, und so was find ich immer sympathisch.

+++ 21.30 Uhr: HN: Nein, Nadav Guedj aus Israel singt nicht "Bohemian Rhapsody" von Queen, auch wenn er anfangs seine Mama anjammert. Die Lösung für den Liebeskummer des ESC-Kükens ist: Tanzen. Der 16-Jährige sorgt mit seinem "Golden Boy" Stimmung in der Wiener Stadthalle. Begeistert wird die Dance-Nummer rhythmisch beklatscht.

+++ 21.29 Uhr: MB: Ja, die Welt ist merde. Die weißen Tauben sind müde, wusste schon Hans Hartz, und passenderweise weint die Dame nicht nur stimmlich, sondern bevorzugt auf ihrem linken Auge, das zudem etwas Rouge ist. Trist, trist, trist. Madame, jetzt mal raus aus der Betroffenheit.

+++ 21.26 Uhr: HN: Die Französin Lisa Angell klingt nach Patricia Kaas' kleiner Schwester, der Song "N'oubliez pas" bittet, nicht zu vergessen. Zum Vergessen ist allerdings diese Ballade, die vor 20 Jahren vielleicht Erfolge beim ESC hätte feiern können, aber im Jahr 2015 klingt das alles ziemlich ausgelatscht.

+++ 21.24 Uhr: MB: ESC, Part I: Klingt nach ziemlich heißer Luft. Die Luft-Violine mit rabiaten Auf- und Abstrich, der Typ am Klavier sieht aus wie Nigel Kennedy für Arme vor 25 Jahren, und was machen eigentlich die riesigen Kopfhörer?? Eine ganz nette Nummer, aber alles andere als ein Hüpfer. Ich tippe: Rang 16 am Schluss.

+++ 21.21 Uhr: HN: Die erste Teilnehmerin steht auf der Bühne. Für Slowenien singt Maraaya "Here for you". Man kann über sie sagen, was man will... ernsthaft, das kann man, denn sie wird es nicht hören: Sie trägt während des Vortrags riesige Kopfhörer. Warum, das weiß keiner. Was sie wohl hört? Der Song geht gut ab, ihre Stimme klingt sehr nach der walisischen Sängerin Duffy, und das ist ja mal auch nicht ganz verkehrt.

ESC 2015:  Der Einmarsch der Gladiatoren

+++ 21.15 Uhr: MB: Jetzt sind sie alle drinnen, die Leute. Sozusagen wie bei den Olympischen Spielen. Die größte Musikshow der Welt, sagt Peter Urban. Und der muss es ja wissen.

+++ 21.08 Uhr: HN: Oh Gott, jetzt singen sie auch noch! Die drei Moderatorinnen versuchen sich als Sängerinnen - zumindest tun sie so, das muss Vollplayback sein. Die Wiener Sängerknaben dürfen ausnahmsweise nach ihrem Zapfenstreich aufbleiben - das macht das Ganze auch nicht besser, im Gegenteil. Ich sehe mich gedanklich schon im Zentralfriedhof liegen... 

+++ 21.06 Uhr: MB: Da hammas schon, was so eine Geige fies sein kann. Udo und Rise hintereinander beim ESC 2015. Und wer ist schuld? Zum Beispiel David Garrett... Jetzt ist sie da, die Conchita! Aus der Erde steigt sie empor wie ein Phönix beim European Song Contest 2015. Mit neuem Lied und altem Bart. Ich muss sagen: Da war die Raab-Show damals deutlich unschlagbarer.

+++ 21.03 Uhr: HN: Eines kann ich Dir versichern, lieber MB: England ist die Lachnummer des ESC und wird mit fliegenden Fahnen untergehen.

Eurovision Song Contest 2015: ES GEHT LOS!!

+++ 21.00 Uhr: Eurovision Song Contest!!! Und davor die Eurovisionshymne, die von dem wunderbaren Barockkomponisten Charpentier ist. Übrigens: Jetzt noch Mozarts Figaro-Ouvertüre. Ach, Wien, nur Du allein. Du morbideste und großartigste aller Städte! Mögen die Spiele beginnen und möge der Sieger gewinnen! HN, wer macht das Rennen?

+++ 20:54 Uhr: HN: Überraschend war das Wort zum Sonntag allerdings, lieber MB. Vor allem das subtile Ann-Sophie-Bashing des Gottesmannes, das klang, als sähe er den Untergang des deutschen Beitrags kommen und wolle ihn schon im Vorfeld entschuldigen. Nicht sehr segensreich, Alter!

ESC 2015: Verhilft das Wort zum Sonntag Germany zu seinen "douze points"? 

+++ 20.54 Uhr: MB: Ich glaub's nicht: Das Wort zum Sonntag! Deutschland hat DOCH Humor. Der Mann heißt Gereon Alter. Ich erinnere mich an eine Frau Gebbine Hölze-Stäblein (oder so ähnlich), die auch das Wort zum Sonntag sprach. Es läuft nicht immer alles rund im Leben, sagt Herr Alter. Und man macht mal Fehler. Schauen Sie, ich sage ja: Ich lerne jeden Tag dazu :)

+++ 20.51 Uhr: MB: ESC 2015 - noch neun Minuten!! Oder, wie Helge Schneider sagt: Ich bin jetzt schon total überrascht... Du auch, mein lieber HN?

+++ 20.48 Uhr: HN hat sich nach dem letzten Kommentar von MB gerade einen Platz weiter weg gesetzt, um drohende körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. 
+++ 20.43 Uhr: MB: HN sagt grad, die Dame im roten Kleid aus Lettland sei sein Favorit beim Eurovision Song Contest. Ich finde, die sieht aus wie eine rasierte Conchita.

+++ 20.41 Uhr: MB: Der HN hat schon recht, ich kenn mich mit Dux und Comes besser aus als mit Ann Sophie. Allerdings lerne ich ja nicht aus. Vorher hieß es, sie sei ein großes Talent aus Hamburg. Again what learned. Das letzte große Talent aus Hamburg, das ich kenne und liebe, heißt Johannes Brahms. Und, HN, ohne googlen: Der hat von 1833 bis 1897 gelebt - und jetzt, damit sich der Kreis schließt: Die wichtigste und längste Zeit hat er in WIEN gelebt.

+++ 20.32 Uhr: MB: "Ich muss versuchen, jeden Tag zu lachen", sagt Ann Sophie (nein, nicht die Geigerin!!). Das sagt eigentlich schon ziemlich viel. Versuch's nicht, Ann-Sophie. Entweder es kommt von alleine, oder Du lässt es bleiben.

+++ 20.30 Uhr: HN: Ja, mit der Klassik kennst Du Dich aus, lieber MB. Aber heute Abend beim ESC 2015 ist Pop und Schlager angesagt. Nix mit Sonatensatz, Dux und Comes und alldem. Mal schauen, wie Du Dich schlägst...

+++ 20.28 Uhr: MB: Kleine Anmerkung: Ein Kollege aus dem Print, dessen Namen ich nicht nenne, hat mich am Freitag gefragt: "Ann-Sophie?? Spielt die nicht Geige???" Er meinte Anne-Sophie Mutter. Ach ja... Aber ich verrate Dich nicht, mein lieber XXX :)

+++ 20.20 Uhr: HN: Wir sind übrigens, wie Sie sich denken können, bei dem ARD-Countdown für den ESC. Da durfte gerade Lena M.-L. ihren neuesten Hit präsentieren. Zumindest soll es ihr neuer Hit werden. Mal sehen, ob's klappt.

+++ 20.17 Uhr: MB: Jessas, die Barbara Schöneberger... Der kann auch der schlimmste Regen nichts anhaben. Chronisch gut gelaunt. Notorisch. Böse Zungen, wie HN vorher schon schrieb, nennen das auch penetrant. Aber wir drücken auf jeden Fall die Daumen :)

ESC 2015: Ann Sophie startet auf Platz 17

+++ 20.15 Uhr: MB: Mein lieber HN, ich schätze Dich als brillanten Klarinettisten, begnadeten Saxofonisten und überhaupt äußerst intelligenten Menschen. Aber bei unserem Beitrag auch nur das Wort OPTIMISTISCH in den Mund zu nehmen, grenzt an Selbstverleugnung. Das Lied ist eine Spaßbremse, durchschnittlich - und wer nennt einen Song für den ESC schon "Black Smoke"? Da steigt schwarzer Rauch auf. Keine Chance. Da sind wir ganz nah an dem bereits erwähnten Ralph Siegel.

+++ 20.09 Uhr: Haakon Nogge (HN): Unsere Ann Sophie startet auf Platz 17. Böse Zungen behaupten ja, dass wir mit ihrem Song bestenfalls Chancen auf den 17. Platz im Endresultat haben. GANZ böse Zungen sehen schon insgesamt nicht mehr als 17 Punkte im Schlussergebnis für uns. Wir sind aber natürlich optimistisch und drücken der sympathischen 24-Jährigen ganz feste die Daumen. 

+++ 20.07 Uhr: Ein großes Phänomen ist für mich, warum Ralph Siegel kein bisschen Frieden findet und sich immer wieder an diesem Wettbewerb versucht. Dieses Mal mit San Marino. Wenn ich mich recht erinnere, 0:13 gegen die DFB-Elf. Ungefähr so  muss sich Siegel - auch wenn ich's nicht mit Brief und Siegel beschwören kann - auch fühlen. Aber vielleicht kann er nicht liven without Music.

+++ 20.05 Uhr: Guten Abend allerseits (nein, ich bin nicht Heribert Faßbender, aber der Chanson-Challenge ist ja ungefähr genauso alt). Mein Name ist Matthias Bieber (MB), und normalerweise kümmere ich mich um die Kulturseiten der tz. Heute versuche ich mich online. Zum Glück habe ich kompetente Kollegen. Und ich kümmere mich völlig angstfrei um eine REIN SUBJEKTIVE Beurteilung dessen, was da so über den Äther kommt. Ich wünsche allen viel Vergnügen!

+++ 19.45 Uhr: Zur Einstimmung können Sie in diesem lustigen Online-Spiel ihren eigenen ESC-Teilnehmer erstellen und in schlechter Retro-Computer-Grafik mit ebensolchem Sound tanzen lassen.

+++ 19.30 Uhr: Willkommen zu unserem Live-Ticker vom ESC, liebe Userinnen, User und Freunde des guten Geschmacks! Die versprochenen Impressionen aus Wien lassen sich laut unseres Mannes vor Ort in einem Wort zusammenfassen: Gräuslich! Die Außenberichterstattung fällt also wetterbedingt leider ins Wasser. Der Wiener an sich hat sich, so er sich nicht in der Stadthalle aufhält, mit ein paar Eitrigen (Käsekrainer) und einem 16er-Blech (Ottakringer Dosenbier) vor den Fernseher aufs heimische Sofa zurückgezogen und harrt der Dinge, die da kommen, nämlich zuerst einmal der Countdown zum Eurovision Song Contest um 20.15 Uhr. Sie sollten es ihm gleichtun - natürlich dabei immer mit einem Auge auf unseren Ticker.

ESC 2015: Das sind die Nachrichten vom Samstag

+++ Ganz Deutschland ist im ESC-Fieber. Besonders groß wird der Eurovision Song Contest aber in Hamburg gefeiert. Dort werden heute Abend Tausende Besucher zur größten ESC-Party der Bundesrepublik erwartet.

+++ Das Team um Ann Sophie gibt die Hoffnung nicht auf - auch wenn die Prognosen eher auf eine schlechte Platzierung beim Eurovision Song Contest hindeuten. "Wir lassen uns von den Buchmachern nicht irritieren", sagte eine Sprecherin der deutschen Delegation. "Die letzte Generalprobe ist toll gelaufen."

+++ Wahrscheinlich ist es sowas wie die Ruhe vor dem Sturm: In Wien scheint vor dem Finale des Eurovision Song Contest wenig zu passieren - jedenfalls im Moment. Wir sind trotzdem schon mega-gespannt auf heute Abend und halten Sie mit allen News auf dem Laufenden. Wenn Sie übrigens noch Angeberwissen für das ESC-Finale heute Abend brauchen, da haben wir mal was vorbereitet.

Aktuelle Prognosen: Das sind die fünf Favoriten des Eurovision Song Contest 2015

+++ Die dritte Generalprobe ist gelaufen: Am Samstagmittag haben die Teilnehmer des Eurovision Song Contest sich noch ein letztes Mal auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Die Show werden um die 100 Millionen Menschen am Fernseher mittverfolgen.

+++ Offenbar wird es eng - alle wollen nach Conchita Wurst den ESC-Thron besteigen: Der Schwede steht zwar nach wie vor auf Rang 1, doch mittlerweile sind ihm Russland, Italien, Belgien und Australien auf den Fersen. Das sagt jedenfalls die Wettbüro-Seite Oddschecker. Die Suchmaschine Bing sieht Schweden knapp vor Italien, dann kommen Russland, Australien und Albanien beim Eurovision Song Contest.

+++ Ann Sophies Chancen stehen angeblich nicht besonders gut beim Eurovision Song Contest in Wien. Das sagen sowohl Kritiker als auch Buchmacher. Die deutsche Grand-Prix-Hoffnung lässt sich davon aber nicht die Laune verderben: Auf Twitter postet Ann Sophie Bilder aus Wien - in bester Eurovision-Song-Contest-Laune.

Was sagen eigentlich Opernstars zu den Chancen der ESC-Teilnehmer 2015?

+++ Ist Måns Zelmerlöw aus Schweden wirklich DER Favorit des Eurovision Song Contest? Sein Beitrag zur Europameisterschaft im Singen lautet "Heroes", seine Bühnenshow wird durch Strichmännchen ergänzt, die mit ihm live auf der Bühne interagieren. Aber auch Spanien, Australien, und Estland werden große Chancen ausgerechnet - tz-Kolumnist Jörg Heinrich hat die Kandidaten deswegen vorab getestet und einem großen ESC-Check unterzogen.

+++ Was beim Eurovision Song Contest gut ist oder nicht, ist Geschmacksache. Trotzdem reden viele Menschen mit - solche, die Ahnung von Musik haben, und solche, die überhaupt keine Ahnung haben. Aber was sagen diejenigen, die wirklich wissen, ob es nur bühnentaugliche Massenware ist, was in Wien produziert wird oder ob hinter den Tönen tatsächlich mehr steckt. Der Münchner Merkur hat deswegen die gefragt, die es wissen müssen: Was sagen Opernstars zu den Chancen der ESC-Teilnehmer

+++ Guten Morgen zum ultimativen Eurovision-Song-Contest-Ticker 2015! Wie sich Ann Sophie beim ESC schlägt und ob sie, wie auch die Wettbüros am Samstagmorgen melden, nach wie vor nur Außenseiter-Chancen hat, lesen Sie natürlich bei uns - und noch viel mehr!

Die Spannung steigt. Heute steigt das Finale zum Eurovision Song Contest 2015 in Wien. Rund 200 Millionen Menschen werden weltweit vor dem Fernseher sitzen, wenn am Samstagabend die Punkte an die Teilnehmer aus 27 Ländern vergeben werden. Für Deutschland soll's Ann Sophie machen. Die 24-Jährige rückte als Zweitplatzierte nach.

Das müssen Sie über unseren Live-Ticker zum ESC 2015 wissen

Um 20.15 Uhr wird am Samstag in der ARD der Countdown zum Eurovision Song Contest 2015 heruntergezählt. Redaktionsmitglied Michael Sapper, der sich in Wien befindet, wird jedoch schon vorab Impressionen von der Stimmung vor Ort auffangen. Ab 21 Uhr werden dann Online-Redakteur Haakon Nogge mit tatkräftiger Unterstützung von tz-Kultur-Redakteur Matthias Bieber erstmals im ESC-Triumvirat das Geschehen auf der Bühne auf launige Weise kommentieren. 

Die Favoriten des ESC 2015: So stehen die Chancen für Ann Sophie in Wien

Die deutsche Hoffnung Ann Sophie tritt mit dem Song "Black Smoke" an. Glaubt man den Buchmachern, stehen unsere Chancen derzeit nicht besonders gut. Ann Sophie wird demnach nur einer der unteren Plätze zugestanden. Als Favorit beim Eurovision Song Contest 2015 gilt hingegen der schwedische Beitrag, gesungen von Mans Zelmerlöw.

Warum darf Australien beim Eurovision Song Contest antreten? 

Auch nicht schlecht schlägt sich laut Prognosen Guy Sebastian aus Australien. Australien? Aber heißt es nicht "EUROvision Song Contest 2015"? Das stimmt natürlich, aber zum 60. Jubiläum des ESC hat die "European Broadcasting Union" ausnahmsweise das Land Down Under eingeladen.

Wer wird den ESC 2015 in Wien moderieren?

Beim Finale des ESC 2015 führen nicht nur die Moderatoren-Allzweckwaffe des österreichischen Fernsehens, Miriam Weichselbraun (33), sowie die französischstämmige Arte-Frau Alice Tumler (36) durch den Abend, dessen Gesamtkosten sich auf etwa 25 Millionen Euro belaufen - die teuerste ORF-Show ever! Auch die Talk-Show-Ikone der 90er-Jahre, Arabella Kiesbauer (46), ist für den Eurovision Song Contest aus ihrer jahrelangen Versenkung aufgetaucht.

Mit dabei ist ebenfalls Dragqueen Conchita Wurst, die im vergangenen Jahr mit "Rise like a Phoenix" den Eurovision Song Contest in Kopenhagen überragend gewann. Die bärtige Sängerin wird im sogenannten "Green Room" die ESC-Künstler auf ihre eigene charmant-witzige Art interviewen.

Was steckt hinter dem "Building Bridges"-Motto des Eurovision Song Contest?

Conchita hat auch das Motto des ESC 2015 geprägt: "Building Bridges" - "Brücken bauen": Ein Aufruf zu Toleranz und Verständnis für andere über alle Ländergrenzen hinweg, wie es eben nur die Musik kann. Es wird nicht nur der ökologisch nachhaltigste Eurovision Song Contest in der Geschichte der Veranstaltung, sondern auch der inklusivste werden. So kommen dank Simultanübersetzern, die die Songtexte in Gebärdensprache interpretieren, erstmals Gehörlose besser denn je in den Genuss der Darbietungen. Mit Monika Kuszyńska ist auch eine behinderte Teilnehmerin im Finale. Die Polin ("In the Name of Love") sitzt im Rollstuhl. 

ESC 2015: Hier sehen Sie die drei Finalshows im Free-TV und im Stream

Wer tritt an? Die Teilnehmer des ESC 2015

Sieben Länder ziehen als größte Geldgeber des ESC 2015 direkt ins Finale ein: Österreich als Vorjahressieger ebenso wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, England und die Sonderstarter Australien.

Land

Interpret 

Songtitel

Australien

Guy Sebastian

"Tonight again"

Deutschland

Ann Sophie

"Black Smoke"

Frankreich

Lisa Angell 

"N'oubliez pas"

Großbritannien

Electro Velvet

"Still in Love with you"

Italien

Il Volo

"Grande Amore"

Österreich

The Makemakes

"I am yours"

Spanien

Edurne

"Amanecer"

Im ersten ESC-Halbfinale am Dienstag in Wien haben sich qualifiziert:

Albanien

Elhaida Dani

"I'm alive"

Armenien

Genealogy

"Face the Shadow"

Belgien

Loïc Nottet

"Rhythm Inside"

Estland

Elina Born und Stig Rästa

"Goodbye to Yesterday"

Georgien

Nina Sublatti

"Warrior"

Griechenland

Maria Elena Kiriakou

"One Last Breath"

Mazedonien

Daniel Kajmakoski

"Autumn Leaves"

Russland

Polina Gagarina

"A milion Voices"

Rumänien

Volta

"De la capăt"

Serbien

Bojana Stamenov

"Beauty never lies"

Ungarn

Boggie

"Wars for nothing"

Im zweiten ESC-Halbfinale in Wien kamen in die Endrunde:

Aserbaidschan

Elnur Hüseynov

"Hour of the Wolf"

Israel

Nadav Guedj

"Golden Boy"

Lettland

Aminata Savadogo

"Love Injected"

Litauen

Monika Linkytė und Vaidas Baumila

"This Time"

Montenegro

Knez

"Adio"

Norwegen

Mørland & Debrah Scarlett

"A Monster like me"

Polen

Monika Kuszyńska

"In the Name of Love"

Schweden

Måns Zelmerlöw

"Heroes"

Slowenien

Maraaya

"Here for you"

Zypern

Giannas Karagiannis

"One Thing I should have done"

Die Start-Reihenfolge der ESC-Teilnehmer als PDF-Download zum Ausdrucken und Mittippen.

ESC 2015: Der Ticker der vergangenen Tage zum Nachlesen

Falls Sie in den vergangenen Tagen verpasst haben, nach Wien zum Eurovision Song Contest 2015 zu blicken - kein Problem. Wir waren natürlich für Sie dabei und haben sowohl Ann Sophie, die für Deutschland mit "Black Smoke" antritt, als auch die restlichen Teilnehmer ganz genau im Auge behalten. Lesen Sie hier nach, was beim ESC 2015 in Wien bislang passiert ist.

Das launige Quiz zum Eurovision Song Contest

Bilder vom ESC 2015 finden Sie in unserer Fotostrecke

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Haakon Nogge

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