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Ferdinand Hofer: Der Neue im BR-"Tatort"

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Ein starkes Trio für den „Tatort“: Udo Wachtveitl, Neuzugang Ferdinand Hofer und Miroslav Nemec (von links). © dpa

München - Die beiden Alten bekommen ab 2014 einen jungen Gefährten. Assistent Kalli (Ferdinand Hofer) soll im Arbeitsleben der Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr eine größere Rolle spielen.

Er soll nicht der neue Carlo Menzinger werden. Aber Assistent Kalli (gespielt von Ferdinand Hofer) soll im Arbeitsleben der Tatort-Kommissare des Bayerischen Rundfunks, Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), eine größere Rolle spielen. Die beiden Alten bekommen ab 2014 einen jungen Gefährten. Wie lange der bleibt, ist offen. Derzeit laufen im Münchner Olympiadorf die Dreharbeiten zum ersten gemeinsamen Fall Am Ende des Flurs, einen Drehtag hatten Nemec und Wachtveitl bereits mit dem neuen Kollegen Ferdinand Hofer.

Anders als der Ein-Fall-Assistent Gisbert und für die derzeitige Tatort-Landschaft ungewöhnlich hat Kalli keine Schrullen, er ist mit seinen 23 Jahren neben den seit 1991 ermittelnden BR-Kommissaren schlicht der Jungspund. „Ich bin engagiert, aber manchmal übereifrig“, erklärt Hofer seine Rolle. Zwischen den dreien herrsche ein Arbeitsverhältnis, bei dem die Hierarchien geachtet werden. Kalli nennt die Kommissare „Herr Leitmayr“ und „Herr Batic“, er selbst hat nur einen Spitznamen. Kallis genauen Namen kennt deswegen auch Hofer im Gespräch mit der tz nicht.

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Für Wachtveitl ist das neue Jung-Alt-Verhältnis eine Herausforderung: „Wir müssen stark aufpassen, dass wir hier nicht als herablassende Gönner rüberkommen“, sagt er, und Nemec nickt. Doch das hat Drehbuch-Autor und Regisseur Max Färberböck (Aimée und Jaguar) schon im Fall bedacht, in dem Leitmayrs geheime Ex-Freundin Lisa tot aufgefunden wird. So wird Kalli von den ­Alten auch angegrantelt. Meist sei es seine jugendliche Naivität, die die Kommissare reize. „Zum Beispiel“, so Wachtveitl, „wenn Kalli denkt: Hat eine Frau einen gut gefülltem Schuhschrank, sei das ein Hinweis darauf, das sie einen unseriösen Lebenswandel habe.“

Kalli könnte Zukunft haben. „Ich bin sehr zuversichtlich, seit ich die ersten Drehmuster gesehen habe“, sagt BR-Redakteurin Stephanie Heckner. Außerdem sei es unrealistisch, dass Kommissare ohne Assistenten arbeiten. Das Gefühl werde entscheiden. Über eine Forsetzung würde sich Hofer freuen. Der 1993 geborene Großseehamer wurde von dem ebenfalls aus dem Landreis Miesbach stammenden Regisseur Marcus H. Rosenmüller entdeckt, derzeit ist er mit Dampfnudelblues im Kino zu sehen.

Angelika Mayr

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