Wurde Frau live auf Sendung geschlagen?

Schock-Moment bei Domian: Wende im Fall des Prügel-Anrufs

Jürgen Domian
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Jürgen Domian machte sich Sorgen um die junge Frau. Der Sender alarmierte sogar die Polizei.

Köln - Mit ihrem Anruf ließ sie beim Talk-Master alle Alarmglocken schrillen: Christina (23) soll während ihres Telefonats mit Jürgen Domian verprügelt worden sein. Doch nun gibt es offenbar eine Wende in dem Fall.

Dieser Moment sorgte bei zahlreichen Zuschauern für ein mehr als mulmiges Gefühl: Im WDR-TV-Talk von Jürgen Domian soll es während eines Live-Anrufs in der Nacht zu Dienstag zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einer jungen Frau und ihrem Freund gekommen sein. Zumindest schien es so.

Denn nun berichtet die Bild: Die Prügel-Attacke auf die 23-Jährige war offenbar nur vorgetäuscht. Das Boulevardblatt sprach mit der jungen Frau, die sich Christina nannte - und die gesteht: "Ich habe eine Riesen-Dummheit gemacht, es sollte eigentlich ein Spaß sein." Ein Spaß aus einer Bierlaune heraus, der aber alles andere als lustig war.

Wie die 23-Jährige erzählt, sei sie mit ein paar Freunden bei einem Kumpel zusammen gesessen, als ihnen nach ein paar Gläsern die Schnapsidee kam, bei Domian anzurufen. "Auf mein Zeichen hin hat mein Kumpel den brutalen Freund gespielt", erzählt Christina, die nach eigenen Angaben momentan gar keinen festen Freund hat. "Ich habe dann 'Nein' gerufen und aufgelegt. Wir haben nicht geahnt, dass das so eine Aufregung gibt und uns kaputt gelacht."

Sender alarmierte nach Schock-Anruf die Polizei

Gar nicht zum Lachen fanden die Aktion Jürgen Domian und die Polizei. "Jetzt mache ich mir Sorgen, jetzt mache ich mir ernsthaft Sorgen", sagte Domian, nachdem seine Gesprächspartnerin so unvermittelt aufgelegt hatte. Der Sender alarmierte die Polizei, und die ermittelte die Adresse des vermeintlichen Opfers. Nachts um 2.20 Uhr klingelten sie die Eltern des Mädchens aus dem Bett - und die wussten von nichts. Christina selbst war nämlich gar nicht zu Hause.

"Meine Eltern sind total sauer", erzählt die vermeintliche Spaß-Anruferin der Bild. Die nämlich schliefen schon, als mehrere Polizisten in die Wohnung stürmten. Christina stellt außerdem klar: "Ich bin wirklich nie verprügelt worden. Es tut mir so unendlich leid, dass sich so vielen Menschen Sorgen gemacht haben."

Domian zweifelt an Aussagen der Frau

Doch Domian selbst glaubt nicht zu 100 Prozent, dass die Frau die Wahrheit spricht. So vermutet er, dass die junge Erwachsene Angst vor ihrem Freund und deshalb auch die Polizei belogen habe. In einem Facebook-Post schrieb der 58-Jährige Mittwochnacht: "Wir machen uns weiter Sorgen um die Anruferin und werden alles in unserer Macht stehende unternehmen, ihr zu helfen."

Ihr Lieben,heute und morgen gibt es keine Live-Sendung. Dafür aber Wiederholungen. Wir haben interessante Gespräche...

Posted by Jürgen Domian on Dienstag, 23. Februar 2016

Die Polizei bestätigt laut Bildnun allerdings die Informationen des Boulevardblattes. So hätten die Beamten zunächst den Eltern einen Besuch abgestattet und später dann die Anruferin samt ihrer Freunde in einer anderen Wohnung angetroffen."Dort gab es überhaupt keine Hinweise auf Straftaten gegen die junge Frau. Es gibt bisher auch keinerlei Hinweise darauf, dass die im Telefonat behaupteten Straftaten stattgefunden haben", sagte ein Hauptkommissar.

Der üble Scherz könnte nun für Christina Konsequenzen haben. "Wir prüfen, ob wir wegen des Vortäuschens einer Straftat gegen die Anruferin ermitteln", so der Kommissar. Außerdem könnte es sein, dass die Verursacher die Kosten des Einsatzes mit drei Streifenwagen tragen müssen.

mes

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