RTL krempelt Format um

Dschungelcamp startet mit Zoff und Top-Quote

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Brigitte Nielsen hat schon Dschungel-Erfahrung und wird zur Camp-Mutti.

Coolangatta - Buschschweinsperma, Stinkefinger und Pipi-Gate: Das Dschungelcamp startet zum Jubiläum mit Vollgas und starker Quote. Die Zuschauer kommen auf ihre Kosten. RTL wagt neue Regeln. Ein Gewinn?

Na köstlich! Ex-Fußballer Thorsten Legat (47) beißt sich am Ochsenpenis ein Stück Zahn aus. Sänger Gunter Gabriel (73) pinkelt ins Meer und in den Camp-Tümpel. Und die TV-erprobte „Kämpferin aus Leidenschaft“, Helena Fürst, geht direkt mal auf „Konfro“ mit der Jüngsten im Bunde, Ex-„Topmodel“-Kandidatin Nathalie Volk (19). Schon an den ersten beiden Tagen scheint im Dschungelcamp Nummer 10 mehr los zu sein als in der gesamten Staffel 2015. Prompt bringt das Jubiläum von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ RTL hohe Quoten von rund acht Millionen Zuschauern.

Der Kölner Privatsender hat sich für die zehnte Ausgabe des Formats allerhand Neuerungen einfallen lassen. Dass dieses Mal zwölf Kandidaten - und damit einer mehr als sonst - ins Pritschenlager zogen, war schon bekannt. Ebenso, dass sie getrennt anreisen und für die ersten Tage in Australien aufs Luxushotel verzichten müssen.

In der Live-Sendung am Freitagabend deutscher Zeit legen die Moderatoren Sonja Zietlow (47) und Daniel Hartwich (37) dann nach und versprechen: „Es ist das härteste Dschungelcamp aller Zeiten.“ Aus dem Promipool werden zwei Gruppen, die getrennte Lager beziehen - eine Variante der Show, die im britischen Original schon 2006 eingeführt wurde. Wie dort heißen die beiden Teams nun „Base Camp“ und „Snake Rock“. Die jeweiligen Mitglieder sind an ihren Outfits zu erkennen: traditionelle Blau-Rot-Kombi vs. neues Senfgelb.

Ebenfalls neu: Die Camper duellieren sich jetzt entsprechend der Teams. Doch so ganz durchziehen wollen die Macher den Kurs nicht: Schon nach ein paar Tagen sollen die Gruppen zusammengeführt werden.

Mit Hollywood-Star Brigitte Nielsen (52) ist zum ersten Mal seit der Deutschland-Premiere im Jahr 2004 eine Kandidatin ein zweites Mal dabei. Die Schauspielerin hatte 2012 die Dschungelkrone gewonnen und sich im vergangenen Sommer die erneute Teilnahme bei einer Extra-Ausgabe zur Erfolgsshow gesichert. Dank ihrer Erfahrung mutiert sie nun schlagartig zur Psychologin und zum Busch-Guide: Klo links, Dschungeltelefon rechts. Und dass die anderen Kandidaten alles ganz furchtbar finden, liege nur daran, dass es der erste Tag sei.

Gleich zum Start gibt RTL alles, worauf Fans sonst tagelang warten mussten: Kellner kredenzen Buschschweinsperma, Kamelhirn und Kuh-Urin. Sternesammeln heißt es bei weiteren Dschungelprüfungen im Wassertank und mit dem Kopf in einem Bottich voll wuselnder Kakerlaken. Gespickt mit gewohnt spitzen Kommentaren des Moderatoren-Duos.

Und auch die Camper liefern diesmal: Legat ist ruckzuck von Schauspieler Rolf Zacher (74) genervt, der mit einem T-Shirt-Turban auf dem Kopf Kommandos durch die Gegend nuschelt. Den „DSDS“-Dauerbewerber Menderes Bagci (31) nötigt der Fußballtrainer dazu, über seine Jungfräulichkeit zu sprechen (Legat: „Du hast doch Klötze in der Buxe (...) Junge, mach mal Kasalla.“). Und Gabriel streckt Kameras wohl am liebsten den Stinkefinger entgegen. Das Wildpinkeln rechtfertigt er übrigens so: „Dafür sind Männer doch gemacht.“

Jenny Elvers witzelt über Alkoholprobleme

Schauspielerin Jenny Elvers (43) witzelt über ihre Alkoholprobleme in der Vergangenheit. Fernsehanwältin Fürst erklärt unentwegt, wie sie mit Konfrontationen umgehen werde - scheint aber selbst als eine der wenigen auf Krawall gebürstet. Nur mit angebrütetem Entenei im Mund beginnt sie zu würgen. Und Schauspieler David Ortega (30) tut sich in den ersten Ausschnitten über ihn vor allem mit Unwissenheit hervor und mit Plänen aus Kinderzeit, die Köpfe seiner toten Eltern im Kühlfach lagern zu wollen. Zwecks Unsterblichkeit. Oder so ähnlich.

Der Start der Jubiläumsausgabe ist also vielversprechend - da könnte noch mehr gehen. Die sozialen Netzwerke und Kritiker in Online-Medien feierten den Auftakt. Mit 7,68 Millionen Zuschauern übertraf Folge eins am Freitag den Start der vorherigen Staffel noch einmal um gut 180 000 Zuschauer. Und am Samstag schalten noch einmal 280 000 mehr ein. Das einst verschriene Format hat sich etabliert und ist nach dem Aus von „Wetten, dass..?“ - und neben dem ARD-„Tatort“ - eines der letzten TV-Lagerfeuer in Deutschland.

Und die Fans haben auch schon eine Favoritin für den Sieg: Laut einer YouGov-Umfrage gehen 23 Prozent davon aus, dass die Dänin Nielsen erneut Dschungelkönigin wird. Die 52-Jährige dreht auch jetzt von Anfang an wieder voll auf, fühlt sich pudelwohl. Sie riecht Dschungel an ihren Fingern, strahlt und ruft in gebrochenem Deutsch den Satz, der sie schon damals durchs Camp begleitete: „Was geht los darein?“

Dschungelcamp 2016: Alle Infos im Dschungelcamp-Ressort

Wer ist 2016 im Dschungelcamp dabei? Hier sehen Sie alle IBES-Kandidaten auf einen Blick. Sie wollen immer über "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" informiert sein? Dann sind Sie in unserem Dschungelcamp-Ressort bei tz.de genau richtig.

dpa

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