tz-Interview

Mola Adebisi über Psycho-Druck im Dschungelcamp

Mola Adebisi
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Mola Adebisi ist raus aus dem Dschungelcamp.

München - Mola Adebisi ist der dritte Kandidat, der bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" nicht mehr dabei ist. Der tz erzählt der Ex-Viva-Moderator, wie schlimm es im Dschungel wirklich war.

Hallo Mola, wie geht es Ihnen? 

Mola Adebisi: Jetzt, wo ich draußen bin, geht es mir wieder gut. Im Dschungel ging es mir extrem schlecht, da habe ich viel zu verarbeiten.

Was war das Schlimmste? 

Adebisi: Die Unterernährung war extrem schlimm. Wir bekamen nur 300 Kalorien am Tag, damit bin ich persönlich überhaupt nicht zurechtgekommen, was mich überrascht hat, schließlich lebe ich sonst auch eher asketisch. Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol, keinen Kaffee. Aber trotzdem, der Hunger war schlimm. Dann wurde ich ständig mit meinen Phobien konfrontiert.

Mola Adebisi: "Man ist permanentem psychischen Druck ausgesetzt"

Was für Phobien? 

Adebisi: Ich habe eine extreme Höhen- und Fallangst, und das erste, was ich beim Einzug ins Camp machen sollte, war, aus einem Flugzeug abzuspringen. Das habe ich dann nicht gemacht, ich bekam Panik – und so war ich im Grunde schon fertig, als die Sendung losging. Außerdem ist man im Camp seiner Selbstbestimmung beraubt.

Wie meinen Sie das? 

Adebisi: Sie müssen sich das so vorstellen: Auf Schritt und Tritt wird man im Camp von so genannten Rangern verfolgt, die die Körperstatur eines Klitschkos haben. Wenn man zu einer Prüfung oder einem Interview geht, läuft immer einer hinter einem her, schubst einen nach vorne, sagt aber kein Wort. Die dürfen auch auf keine Frage antworten, die man ihnen stellt. Das gehört alles zu diesem Spiel bei der Sendung. Man ist einem permanenten psychologischen Druck ausgesetzt. Das ist man aus dem normalen Leben nicht gewöhnt.

Mola: "Ich habe diesen Shitstorm zurecht kassiert"

Und dann kamen auch noch die Dschungelprüfungen.

Adebisi: Ja, bei der ersten Prüfung war ich schon total drüber und bei der zweiten konnte ich einfach nicht mehr. Ich war leer. Alle.

Seitdem gelten Sie als Memme.

Adebisi: Ja, ich weiß. Und das war auch feige von mir und ich habe diesen Shitstorm im Internet zurecht kassiert. Ich stehe dazu und entschuldige mich dafür. Aber ich sage auch: Wer das Erlebnis Dschungelcamp nicht selbst mitgemacht hat, der kann sich nicht vorstellen, was das bedeutet. Ich jedenfalls muss mir meine eigene Männlichkeit nicht beweisen. Das habe ich schon häufig genug getan. Ich bin ein erwachsener Mann und ich kann entscheiden, was ich möchte und was ich nicht möchte. Natürlich haben die Zuschauer das Recht, sich eine Meinung über mich zu bilden, aber ich habe auch das Recht zu sagen: Bis hierhin und nicht weiter. Diese Prüfung mache ich nicht.

Mola Adebisi kann sich von Dschungelcamp-Gage eine Eigentumswohnung kaufen

Haben Sie daran gedacht, freiwillig auszusteigen? 

Adebisi: Ja, klar.

Was hat Sie abgehalten? 

Adebisi: Ich kann rechnen und weiß, wie teuer das geworden wäre. Ich hätte ja nicht die ganze Gage bekommen. Das, was ich im Dschungel verdiene, ist ein großer Teil meines Jahres-Budgets. Ich darf keine Summe nennen, aber ich werde mir eine Eigentumswohnung kaufen können von dem Geld. Ich bin natürlich glücklich, dass ich nun draußen bin und keine Abzüge habe.

Spiel Larissa nur? Mola: "Ich weiß es wirklich nicht"

Wie ist die Stimmung im Camp? 

Adebisi: Ich würde sagen, nach wie vor recht gut. Allerdings hat es allen schon zu denken gegeben, dass Marco, der sicher der motivierteste im Camp ist, mit einer Todesangst von seiner Dschungelprüfung vorgestern zurückgekehrt ist. Der war so fertig, das ging auch an den anderen nicht spurlos vorbei.

Was halten Sie von Larissa? Viele Zuschauer fragen sich, ob sie ihre schrägen Auftritte nur spielt? 

Adebisi:  Das Schlimme ist: Ich weiß es wirklich nicht. Es passieren ihr schon komische Sachen. Mal fällt sie aus der Hängematte, dann verliert sie ständig was, rastet aus … Sie kann aber auch unglaublich lustig und lieb sein. Manchmal küsst sie einen und sagt: Mir war gerade so danach. Wenn das alles nur gespielt ist, würde ich sie mal für den Oscar vorschlagen.

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Mola Abedisi: Bin um einige Erfahrungen und einen Scheck reicher

Holt sie die Krone? 

Adebisi: Kann ich nicht sagen. Aber wenn, dann wird Deutschland, Österreich und Australien noch viel von ihr hören (lacht). Sie hat so viele Prüfungen gemacht, davor habe ich, der nur eine Prüfung gemacht und eine abgebrochen hat, wirklich großen Respekt.

Sie bleiben jetzt noch bis zum Finale in Australien. Was machen Sie dann? Haben Sie Arbeit? 

Adebisi: Ja. Ich habe mehrere Firmen, unter anderem eine, die Gastronomie betreibt und Events organisiert. Und dann bin ich durch das Dschungelcamp mit der RTL-Familie in engen Kontakt gekommen und wir entwickeln gerade ein Automagazin für RTL Nitro. Also – ich habe einiges zu tun. Ich bin glücklich über den Ist-Stand. Das war ich vorher allerdings auch – nur, dass ich jetzt noch um einige Erfahrungen und einen Scheck reicher bin (lacht).

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Stefanie Thyssen

Stefanie Thyssen

Stefanie Thyssen

E-Mail:Stefanie.Thyssen@tz.de

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