So ist der Start

Neues "Tatort"-Duo klärt Familiengeheimnis

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Die neuen Tatort-Ermittler Wolfram Koch als Paul Brix und Magarita Broich als Anna Janneke.

Frankfurt/Main - Das neue Frankfurter „Tatort“-Team beginnt seine Zusammenarbeit kollegial, zugewandt und unspektakulär. Der erste Fall des Morgenmuffels Brix (Wolfram Koch) und der fürsorglichen Janneke (Margarita Broich) macht neugierig auf mehr.

Die neuen Frankfurter „Tatort“-Kommissare klären in ihrem ersten Fall ein dunkles Familiengeheimnis auf. Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) werden an ihrem ersten Arbeitstag zu einem Dreifachmord gerufen: Familie Sanders wurde in ihrem Haus erschossen. Doch wo ist die 17 Jahre alte Tochter Jule (Charleen Deetz)? Von der Nachhilfelehrerin der Kinder, Miranda (Emily Cox), fehlt auch jede Spur. Für die Ermittler beginnt ein spannender Wettlauf mit der Zeit, der durch familiäre Abgründe führt. „Kälter als der Tod“ heißt der erste „Tatort“ des Hessischen Rundfunks mit dem neuen Ermittler-Duo, das die ARD an diesem Sonntag (17. Mai) ausstrahlt.

Der Frankfurter Kommissariatsleiter Hennig Riefenstahl (klasse gespielt von Roeland Wiesnekker) ist von dem neuen Paar nicht begeistert. Beide haben keine Erfahrung bei der Mordkommission: Brix kommt von der Sitte, und Janneke hat zuvor die Polizei in Berlin psychologisch beraten.

Die neuen Kommissare sind ganz anders als ihre gegensätzlichen Vorgänger - der dem Alkohol verfallene, eigenbrötlerische Frank Steier (Joachim Król) und die junge, attraktive, freche Conny Mey (Nina Kunzendorf). Brix und Janneke gehen zugewandt, freundlich und neugierig aufeinander zu. Wie sich ihr Verhältnis entwickelt, ist offen. Wie viele andere „Tatort“-Kommissare sind die beiden alleinstehend, scheinen aber keine großen privaten Probleme zu haben. Marotten dagegen schon: Brix ist ein extremer Morgenmuffel und Janneke will sich und ihren Mitmenschen immer wieder mit Tee und Obst etwas Gutes tun.

„Kälter als der Tod“ vor allem mit seiner Bildsprache. Regisseur Florian Schwarz und Kameramann Philipp Haberlandt setzen das Buch von Michael Proehl mit schönen, ästhetischen Bildern in Szene. Die Geschichte ist trotz einiger Schwächen - warum bringen Polizisten Tatverdächtige zu Hause unter? - recht spannend erzählt. Stark dabei Roman Knizka als Schwager des ermordeten Paars und Carina Wiese als seine Frau. Das preisgekrönte Erfolgsduo Proehl/Schwarz kommt mit diesem „Tatort“ aber nicht an frühere Folgen wie „Weil sie böse sind“ und „Im Schmerz geboren“ heran.

dpa

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