Sender lässt sich nicht unterkriegen

Mord, Drama, Comedy: Das plant Sat.1

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Bernhard Piesk (l) und Shadi Hedayati in einer Szene der neuen Sat.-Serie "23 Cases".

Berlin - Keine glückliche Hand hatte der Privatsender mit Fictionstoffen in diesem Jahr. Trotzdem will er mit Serien und Filmen weitermachen.

Der Privatsender Sat.1 denkt nach vorn: Auch nach den jüngsten Rückschlägen will er sich mit neuen Serien nicht zurückhalten. „Die deutsche Fiction ist und bleibt das Herzstück von Sat.1, daran wird sich auch 2016 nichts ändern“, sagte Geschäftsführer Kaspar Pflüger, seit wenigen Wochen im Amt, am Dienstagabend in Hamburg. „Wir bieten in der neuen Saison wieder eine einzigartige Bandbreite und bleiben damit die erste Adresse für deutsche Fiction im Privatfernsehen.“

Zwei neue Serien hat Sat.1 in der Wintersaison im Programm: In „Einstein“ (mit Tom Beck in der Hauptrolle) dreht sich die Handlung um einen hochintelligenten, aber drogenabhängigen Wissenschaftler, der für die Polizeidienststelle Bochum den ein oder anderen kniffligen Fall löst. In der Produktion „23 Cases“ (mit Shadi Hedayati und Bernhard Piesk) geht es um insgesamt 23 Mordfälle, die neu aufgerollt werden müssen.

Sat.1 hatte im Herbst dieses Jahres keine gute Erfahrungen mit den Serien „Mila“ und „Frauenherzen“ gemacht. Sie wurden wegen schlechter Resonanz vorzeitig beendet. Auch die zweite Staffel der Krimiserie „Josephine Klick“ lief nicht gut. „Der Erfolg der Vox-Serie „Der Club der roten Bänder“ ist auch für uns ein Ansporn, nicht nachzulassen und einige neue Formate zu entwickeln, die eine frische und ungewohnte Farbe in unser Programm bringen und gute Geschichten erzählen“, sagte Pflüger der Deutschen Presse-Agentur.

Mit den „Frauenherzen“ sei es auch noch nicht zu Ende, unterstrich Fictionchef Joachim Ketschau. „Die Serie haben wir aus dem Programm genommen, um sie nicht zu verbrennen“, sagte er der dpa. „Wir werden die Serie aber 2016 ausstrahlen, dann um 21.15 Uhr, also in einem geschützteren Umfeld.“ 22 Dienstagabende stünden zur Verfügung, diese seien ein seit 18 Jahren „gelernter Sendeplatz“.

Laut Ketschau will Sat.1 seine Serien „verstärkt horizontal erzählen“ und auch mal in Doppelfolgen ausstrahlen. „Wir basteln an einer neuen Family-Crime-Serie, in der eine ganze Familie in kriminelle Machenschaften verwickelt wird“, sagte er. „Wir arbeiten ferner an einer Crime- und an einer Familienserie.“

Fünf neue Filme stehen für die nächsten Monate bei Sat.1 im Programm: „Die Hebamme II“ ist die Fortsetzung des Historien-Dramas, das im Frühjahr 2014 immerhin fünf Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte. Für Hauptfigur Gesa (Josefine Preuß) ist zum Anfang des 19. Jahrhunderts ihr Traum zum Greifen nahe: das Medizinstudium.

Ferner sind im Programm das Medizin-Drama „Die Suche“ mit Annette Frier als Transplantationschirurgin, das Drama „Die Truckerin“, ebenfalls mit Annette Frier, das Melodram „Auf gleichem Weg“ mit Felicitas Woll, die Herzschmerzkomödie „Cinderella 2.0“ mit Mira Bartuschek und der Film „Mit Sicherheit Liebe“ mit Florian Bartholomäi und Natalia Belitski.

dpa

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