"Hochzeit auf den ersten Blick"

Sat.1-Theologe verteidigt TV-Vernunft-Ehe

Hochzeit auf den ersten Blick
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Bea (32) und Tim (31) aus Nordrhein-Westfalen haben sich in der ersten Ausgabe der Sat.1-Show "Hochzeit auf den ersten Blick" das Ja-Wort gegeben.

Berlin - Bei „Hochzeit auf den ersten Blick“ (Sat.1) heiraten Kandidaten, die sich gar nicht kennen. Ist das heutzutage moralisch vertretbar? Ja, findet der Theologe aus der umstrittenen TV-Show.

„Jeder Pastor aus der Eheseelsorge weiß, dass Emotion nie die Grundlage einer funktionierenden Ehe sein kann“, betonte Theologe Martin Dreyer am Dienstag. „Das wissen auch unsere Experten.“ Das Team glaube, „dass andere Dinge wie gemeinsame Werte, gemeinsame Träume, gemeinsamer Glaube, aber auch so Dinge wie Gene und Hormone eine viel bessere Grundlage darstellen. Das versuchen wir mit unserem Experiment zu beweisen.“ In der neuen Sat.1-Show nach einer dänischen Vorlage gehen Kandidaten, ohne sich zuvor gesehen zu haben, eine rechtsgültige Ehe ein.

Die Sendung lief erstmals am Sonntag und zog viel Kritik auf sich. „Die Ehe ist definitiv kein Spaß für eine kurze Fernsehunterhaltung“, sagte zum Beispiel bereits im Vorfeld die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, in der „Bild am Sonntag“. Dreyer wies das zurück: „Unsere TV-Sendung stellt ein völlig neues Sozialexperiment da. Es erhebt nicht den Anspruch auf eine neue Kirchenlehre. Aber es will herausfordern, über die Liebe noch einmal ganz neu nachzudenken. Und dass es Spaß macht, dieses Experiment anzuschauen, da wird Gott garantiert nichts dagegen haben.“

dpa

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