Schauspieler kritisiert auch Leipzig-Folge

"Spackos": Schweiger beschimpft Tatort-Kritiker

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Andere dürfen nicht kritisieren, er schon, findet Til Schweiger. 

Leipzig - Auf jedem vierten deutschen Fernseher lief am Sonntagabend der "Tatort". Doch trotz der guten Quote lästerte ausgerechnet Kollege Til Schweiger über den TV-Krimi - und machte die Twitter-User rund.

Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) lösten am Sonntag ihren vorletzten Fall.

Der Leipziger „Tatort“ hat den Sprung über die Zehn-Millionen-Zuschauer-Marke am Sonntagabend knapp verfehlt. 9,40 Millionen Menschen sahen ab 20.15 Uhr den Krimi mit dem Titel „Blutschuld“, in dem Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) den Mord an einem Abfallunternehmer aufzuklären hatten. Der Marktanteil betrug 25,8 Prozent. Es war der vorletzte Fall für das Gespann, das bald abgelöst wird.

Doch so gut die Quote beim Leipziger Krimi "Blutschuld" auch war: Bei den Zuschauern war das Echo gemischt. Auf Twitter wurde eifrig über das Aussehen der TV-Kommissarin hergezogen und über vermeintliche Schönheits-Operationen spekuliert, ...

... über Casting-Klischees diskutiert...

... und Langeweile durch frei assoziierte Gedanken an interessantere Dinge bekämpft.

Auch das Feuilleton war alles andere als begeistert. Die Geschichte sei "wirr" gewesen, war etwa zu lesen, die Dialoge platt, viele Schauspieler hölzern und die Figuren unrealistisch. Außerdem hätten die Ermittler bei dem vor Gewalt strotzenden Fall "amtsmüde" gewirkt.

Die in den Medien veröffentlichte Kritik von der Online-Community fand Til Schweiger alias Nick Tschiller nur bedingt unterhaltsam. Auf Facebook bezeichnete er die Hobby-Kritiker kurz nach dem Abspann von "Blutschuld" als "irgendwelche 'Spackos', die sich hinter irgendwelchen Phantasieprofilbildern verstecken und ihren - mal mehr oder weniger - unterhaltsamen Frust ablassen". 

Selbst ließ sich der Hamburger „Tatort“-Kollege jedoch nicht davon abhalten, an der Folge herumzumäkeln: „Ich fand den Tatort auch nicht prickelnd, aber das ist nicht die Schuld der Schauspieler, das ist wenn schon die Schuld des Autoren, oder vielmehr des Senders, der sagt, das wird jetzt so verfilmt, anstatt dem Autoren zu helfen, einen tollen Film zu schreiben".

Innerhalb von zehn Stunden brachte dem Schauspieler der kleine Wutausbruch knapp 1900 nach oben gestreckte Daumen ein.

dpa/hn

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